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akt. Versionen:  winprosa: 2020.0313  -  wprKlausur: 2019.1006  -  Formulare: 2020-03-13  -  Term. schr. Abit.: 2020-03-30  -  KorrVerf.: 2020-02-02


Installation und Update von winprosa  


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Installation und Update von winprosa


  1. Ganz schnell zur fertigen Installation
  2. Übersicht über die Installationsmöglichkeiten
    Einführung / Schnellstart
    Installationsmedien
    Installationsarten
    Mögliche Ordnerstrukturen
    Upgrade "2017"
  3. Installation auf einem Einzel-PC
    Start
    Standardinstallation
    Individualinstallation
    Ordnerhierarchie
    Update-Installation
    Deinstallation
    Bildschirmauflösungen am PC
  4. Installation im Netz
    Installation vom ersten Client aus
    Installation an weiteren Clients
    Einbinden weiterer Benutzer an einem Client
    Netzwerkfähigkeit und paralleles Arbeiten
    Probleme mit MS-CHM-Hilfe-Files im Netz
  5. Programmstart und Systemadministration
    Vorüberlegungen / Datenschutz und Datensicherheit
    winprosa an Taskleiste anheften / auf Desktop verankern
    Vorarbeiten und Systemadministration / Ersterfassung der Lizenzdaten
    Programmaufruf und Benutzerwechsel
    Programm beenden
    Zugriffsprotokoll
  6. Programmpflege / -Updates / Kundendatenbank / ServiceLine
    Download / Update
    Fortschreibung der Lizenzdaten
    Internetzugang
    Programmlaufzeit und Lizenzlaufzeit
    Kundendatenbank / Mitarbeiterdaten
    ServiceLine-Paket
  1. Datensicherung / Archivierung
    Übersicht / Automatische Datensicherungen
    Sicherung der Daten von Hand
    Zurückholen einer Datensicherung
    Archivierung der Zeugnisse
  2. Externe Programmversionen von winprosa
    Schülerversion
    Externe Kurswahlerfassung
    Abiturpaket
  3. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC
    Übertragung von winprosa auf einen neuen PC im Verwaltungsnetz
    Übertragung von winprosa auf einen neuen PC außerhalb des Verwaltungsnetzes
    Umzug von winprosa auf einen neuen Server
  4. Problembehandlung / Mehrfachinstallation
    winprosa braucht das Startmenü
    Sichere Mehrfachinstallation / Bereinigung einer verworrenen Ordnerstruktur
    Behandlung vom Problemfällen
  5. Verfahrensverzeichnis gem. LDSG
  6. Tipps zu Windows
  7. Bildschirmoptimierung
    Fensterspiele in Windows: Snap, Shake &co.
    Screenshots mit Bordmitteln
    W10-Zwischenablage (mehrfach)
    W10-Fensteroptimierung
    Umstieg von W7 zu W10
    Windows-Zeichensätze und winprosa
      Gültig für Version 2017, 03.04.20     zur Version 2016


 

0. Ganz schnell zur fertigen Installation

Thema überspringen

Das vorliegende Handbuch liefert neben den Informationen zur Programminstallation und -Pflege auch viele Informationen, die im laufenden Betrieb i.d.R. nicht benötigt werden, die aber grundlegend für die Stabilität des Programms und für die Sicherheit der Daten sind. Dieses Handbuch sollte also vor allem vom Schulinformatiker studiert werden.

Die Kapitel 1 bis 3 befassen sich mit Erstinstallationen in unterschiedlichen Windows-Umgebungen.
Kapitel 4 befasst sich mit den Arbeiten rund um den ersten Programmstart.
Kapitel 5 beschreibt alles rund um die Programmpflege/Wartung.
Kapitel 6 befasst sich mit Datensicherung/Archivierung.
Die Kapitel 7 bis 11 sind Spezialthemen gewidmet.

Zum zufriedenstellenden Einsatz von winprosa gehört einiges an Fachwissen über die NGVO/AGVO, aber auch über die Funktionsweise und Bedienung von winprosa. Daher empfehlen wir den Kursstufenorganisatoren und -Beratern unsere Online-Handbücher und die Aktuellen Tipps. Quasi erste Pflichtlektüre ist dabei auf der Tipp-Seite der Artikel Zusammenarbeit rund um winprosa: Grundlegende Anforderungen

Wenn Sie ganz schnell eine Standardinstallation durchführen wollen, dann hilft Ihnen vor allem der folgende Abschnitt 1.1; zusätzlich weisen die  grün unterlegten Absätze  den schnellen (Standard-)Weg.



 

1. Übersicht über die Installationsmöglichkeiten

Thema überspringen 1.1 Einführung / Schnellstart  1.2 Installationsmedien  1.3 Installationsarten 
1.4 Mögliche Ordnerstrukturen  1.5 Upgrade "2017"

 

  1.1 Einführung / Schnellstart

winprosa läuft unter Windows 7/8/10 auf Einzel-PCs oder im Netz (Windows-Arbeitsgruppe oder -Domäne). Installation auf Wechselmedien ist nicht vorgesehen, da diese beim Anstecken den Laufwerksbuchstaben ändern können. Die Bildschirmauflösung der Clients sollte mindestens 1280 x 1024 Pixel betragen (SXGA, 19"). Höhere Auflösung oder Doppelmonitorsystem ist von Vorteil.

In der Regel darf winprosa im System nur einmal installiert werden (Sonderfälle siehe 9. Mehrfachinstallation / Problembehandlung). Und auf jedem winprosa-PC sollen MS-Word und MS-Excel installiert sein.

winprosa muss MS-Excel starten können, um in bestimmten Diensten Excel-Mappen beschreiben zu können und muss MS-Word starten können, um z.B. Fachhochschulbescheinigungen erstellen zu können. Ferner benötigt winprosa beim Formulardruck zwingend die nur mit MS-Word ausgelieferte Schriftart Arial Narrow (u.a. für die Abiturzeugnisse).

Bekanntlich müssen alle Schulen gemäß Landesdatenschutzgesetz (LDSG) Verfahrensverzeichnisse der Verarbeitung personenbezogener Daten durch öffentliche Stellen in BW führen (§11 LDSG). Hinweise zur Erstellung des diesbezüglichen winprosa-Verfahrensverzeichnisses finden Sie in 10. Verfahrensverzeichnis gem. Landesdatenschutzgesetz (LDSG)


• Installation durch Dienstleister (im Netzwerk)

Dienstleister finden hier natürlich auch alle Informationen zum Thema. Zusätzlich ist extra für sie in Kurzanleitung für Dienstleister ein Schnelleinstieg dargestellt. Dieser Schnelleinstieg ist aber auch für die schulischen Betreuer von winprosa als Einführung sehr informativ.


• Schnellstart (lokal)

Wenn Sie winprosa einfach schnell auf einem bisher winprosa-freien PC lokal und standardisiert installieren wollen, dann starten Sie die Datei setup-p.exe und und klicken im Startfenster auf  Installieren . Im folgenden Versionshinweis-Fenster klicken sie auf  Weiter , dann im eigentlichen Setup-Fenster auf  Standard , dann im Ziellaufwerk-Fenster auf  OK  und zuletzt im Setup-Fenster auf  Setup starten .

Den Link zum Herunterladen der Datei setup-p.exe haben Sie von Fa. cmH erhalten.

Im nächsten Fenster werden Sie an Datensicherungen erinnert, die man i.d.R. vor Update-Installationen erstellen sollte. Starten Sie hier die eigentliche Installation durch Klick auf  Ja .

Während der Installation werden die winprosa-Programme unter c:\cmh\winprosa\ gespeichert und die Daten unter c:\cmh\wprdaten\. In Ihrem persönlichen Windows-Startmenü wird dabei die Programmgruppe CMH eingerichtet. Danach erscheint die Vollzugsmeldung mit der Möglichkeit, das Installationsprotokoll einzusehen. Damit ist die Installation abgeschlossen.

Sie haben also auf diese Weise einen einzigen Ordner für winprosa auf dem Laufwerk C: in der obersten Ebene einrichten müssen; alles weitere spielt sich in dessen Unterordnern ab.

In Zukunft starten Sie das Programm über das Windows-Startmenü: Programmgruppe CMH > winprosa (s.r.: Windows 7 und Windows 10).


Damit Sie später während der laufenden Arbeit jederzeit schnell Informationen über die einzelnen Dienste erhalten können, haben wir im Programm den Aufruf unserer Online-Handbücher verlinkt über Hilfe > Online-Doku­men­ta­tionen (s.l.).

Und dort ist das spezielle Handbuch Menüstruktur mit Links zur Dokumentation direkt aufrufbar, denn in dessen Bildern der Menü-Übersicht und der Haupt-Symbolleiste sind alle Dienste von winprosa aufgelistet.

Dort sind die Grafiken verweis-sensitiv angelegt, d.h. alle Menü- oder Symboleinträge, für die eine Dokumentation verfügbar ist, sind durch gekennzeichnet und mit dieser Dokumentation verlinkt, sodass jeder Klick auf einen derartigen Eintrag sofort die zugehörige Bedienungsanleitung öffnet.

Lesen Sie nun direkt weiter ab 4. Programmstart und Systemadministration, um zu erfahren, wie winprosa konfiguriert wird.



• Angepasste Installation (z.B. im Netz)

Wenn sie winprosa nur updaten wollen, lesen Sie bei 5.1 Download / Update weiter.

Wenn Sie aber eine individualisierte (oder Netzwerk-)Erstinstallation bevorzugen oder über den Installationsvorgang besser Bescheid wissen wollen, dann lesen Sie bitte direkt hier weiter. Dann sollten Sie aber eine gewisse Computeraffinität haben, sich also ein wenig mit Laufwerken, Verzeichnissen etc. auskennen, andernfalls sollten Sie dringend den Schulinformatiker hinzuziehen.

winprosa ist netzwerkfähig, d.h., bei entsprechender Installation können gleichzeitig mehrere Benutzer mit winprosa arbeiten. Daher ist winprosa für serverbasierte Netzwerkinstallation von einem Windows-Client aus konzipiert. Das Programmpaket kann aber auch auf einem Windows-Einzel-PC (Windows 7, 8.x, 10), also lokal installiert werden, wie eben unter Schnellstart beschrieben wurde.

Das Serverbetriebssystem spielt dabei keine Rolle; der Server muss nur die entsprechenden Verzeichnisse für Vollzugriff von Windows aus zur Verfügung stellen und diese Verzeichnisse müssen von den Clients aus in einer hierarchisch gegliederten Ordnerstruktur mit Laufwerksbuchstaben zu finden sein (also kein UNC).

winprosa erzeugt keine Registry-Einträge; nur im persönlichen Startmenü des bei Windows angemeldeten Benutzers wird die Programm-Gruppe CMH angelegt. Und nur dieser Startmenüeintrag wird von winprosa bei späteren Updatevorgängen ausgewertet.

Die Installation in den Windows-Ordner Programme ist untersagt, da dieser seitens Windows einiger Restriktionen unterliegt. Die Installation auf Wechselmedien ist ebenfalls untersagt, da diese beim Anstecken den Laufwerksbuchstaben ändern können.


 

  1.2 Installationsmedien

Es gibt zweierlei Setup-Dateien für winprosa, eine für die Vollversion und eine für die Schülerversion.

  • Die Datei setup-p.exe beinhaltet das komplette Programmpaket. Wird das Programmpaket ohne Lizenzdaten betrieben, läuft es als Demo-Version für max. 16 Schüler.
  • Die Datei setup-s.exe beinhaltet die lizenzfreie Schülerversion des Programmpakets. setup-s.exe ist für den Hausgebrauch der Schüler gedacht und dient deren privater Kurswahl- und Leistungsüberwachung; die Druckmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Seit 2017 ist die Schülerversion nur noch von winprosa aus erzeugbar und kann somit nur noch von den Oberstufenberatern zur Verfügung gestellt werden.

So, wie Ihnen Schülernamenslisten ohne Nachnamen nichts nützen dürften, nützen Ihnen Dateinamen ohne Endung nichts. Falls Sie also die Dateinamenserweiterungen (wie z.B. .exe oder .zip) in Ihrem Windows-Explorer nicht sehen können, so ist dies eine Folge der Microsoft-Unsitte, dem Anwender derartige Informationen vorzuenthalten. Das können Sie folgendermaßen ändern:

  • Unter Windows 7 ist im Menüpunkt Extras / Ordneroptionen / Ansicht die Option Dateinamenserweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden üblicherweise aktiviert; der Haken gehört also weg!
  • Unter Windows 8/10 ist im Fenster Ansicht die Option Dateinamenerweiterungen inaktiv; hier gehört also ein Haken hin!


 

  1.3 Installationsarten

• Erstinstallation

Wenn Sie die Setupdatei auf einem Einzel-PC von beliebiger Stelle aus starten (z.B. vom Dateiexplorer aus), werden Sie komfortabel durch die Setup-Prozedur geleitet. Details siehe 2. Installation auf einem Einzel-PC (lokal)

Bei Netzwerk-Installation (Server-Installation) muss einmalig von einem (beliebigen) Client aus und dort von beliebiger Stelle aus installiert werden. Auch dabei werden Sie komfortabel durch die Setup-Prozedur geleitet. Details siehe 3. Installation im Netz.

Sie dürfen also i.d.R. nicht vom Server aus (also direkt auf dem Server) installieren.

Weitere Clients können komfortabel eingebunden werden; dafür bietet winprosa einen speziellen Dienst; Details siehe 3. ... Installation an weiteren Clients.

Während der Installation legt die Setup-Prozedur die neuen Programmaufrufe im persönlichen Windows-Startmenü des angemeldeten Users ab und erzeugt eine neue Ordnerstruktur mit zwei Basisverzeichnissen/Ordnern, dem Programm-Ordner winprosa und dem Daten-Ordner wprdaten an den von Ihnen gewünschten Stellen (Details siehe 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen).

Sollen mehrere User an einem PC Zugriff auf winprosa haben, muss lediglich dafür gesorgt werden, dass jeder in seinem eigenen Startmenü die winprosa-Aufrufe eingetragen bekommt. Dafür bietet winprosa einen speziellen Dienst; Details siehe 4. ... Mehrere User am PC.


• Updateinstallation

Bei einer Updateinstallation entnimmt die Setup-Prozedur den Windows-Startmenü-Einträgen den Speicherort von winprosa und aktualisiert dann dort alle Programme und alle Steuerdateien. Dabei bleiben alle alten Strukturen erhalten, es werden keine neuen Verzeichnisse/Ordner erzeugt und auch keine Einträge im Startmenü verändert.

Die Setup-Prozedur erkennt also automatisch eine alte Vorinstallation von winprosa anhand dessen Startmenü-Eintrags. Eine Netzwerk­installation wird daher ebenfalls automatisch erkannt. Derartige Vor­installationen werden dann "geupdatet".

Die Setup-Prozedur erkennt auch, ob winprosa bei einem Installations-/Update-Versuch (im Netz) bereits läuft und bricht dann ggf. die Installation mit Fehlermeldung ab.

Es ist verboten, bei einer Updateinstallation die vorgegebene Ordnerstruktur abzuändern, denn dabei werden Ihre Daten nicht automatisch "umgebaggert" und die alten Verzeichnisse bleiben erhalten!! Sie erzeugen dabei also lediglich eine Schatten-Version von winprosa ohne Daten.

Wenn Sie die Dateistruktur von winprosa unbedingt ändern wollen, müssen Sie daher (nach einer Datensicherung !) winprosa erst deinstallieren und dann so vorgehen, wie in 8. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC beschrieben ist.

Das Startmenü erreichen Sie bis Windows 7 über die Schaltfläche Start links unten in der Taskleiste. Nachdem Sie winprosa installiert haben, finden Sie dort die winprosa-Aufrufe über Alle Programme > CMH > winprosa. In Windows 8.x ist das Startmenü durch die Startseite und die App-Ansicht ersetzt (Details siehe http://www.tilp-wn.de/w81/w81.htm). Erst ab Windows 10 ist das übliche Startmenü wieder verfügbar (Alle Apps > CMH > winprosa).


In den folgenden Abschnitten wird die Installation detailliert beschrieben: in Abschnitt 2 die Einzelplatzinstallation und in Abschnitt 3 die Netzwerkinstallation. Abschnitt 4 beschreibt Programmstart und Systemadministration. Abschnitt 5 befasst sich mit den Update-Möglichkeiten (aber 2017-Upgrade siehe 1.5), Abschnitt 6 mit Datensicherungen und Archivierung und Abschnitt 7 mit der Schülerversion und den anderen externen Programmversionen. In Abschnitt 8 wird der Umzug von winprosa auf einen neuen PC beschrieben und in Abschnitt 9 wird die Problematik der Mehrfachinstallation von winprosa auf einem PC abgehandelt und es werden Tipps zum Troubleshooting gegeben..


 

  1.4 Mögliche Ordnerstrukturen

Prinzipiell benötigt winprosa zwei Basisverzeichnisse, eines für die Programme und eines für die Daten. Bei Erstinstallation macht die Setup-Prozedur daher nach Klick auf  Standard  sinnvolle Verzeichnisvorschläge für alle, die sich nicht mit Ordner- und Laufwerkstrukturen befassen wollen.

In den folgenden Beispielen sind immer diese beiden Basisverzeichnisse zu erkennen. Ferner ist in den Beispielen abzulesen, dass winprosa immer mit Laufwerksbuchstaben arbeitet, nie mit UNC.

Die in den Beispielen dargestellten beiden Basisverzeichnisse werden von winprosa in einer festgelegten unveränderbaren Weise mit Unterordnern und Dateien befüllt (Details siehe 2.4 Ordnerhierarchie). Und nur, wenn diese Verzeichnisstruktur eingehalten wird, steht die ServiceLine kostenlos zur Problembehebung zur Verfügung.


Bis 2014 wurde winprosa mit folgender festen Ordnerstruktur installiert (dabei ist das eine Basisverzeichnis im anderen untergebracht):

  • c:\cmh\winprosa\
  • c:\cmh\winprosa\daten\

Rot sind die nicht änderbaren automatisch erzeugten Verzeichnisse gekennzeichnet, grün die zu Beginn der Prozedur von Hand definierbaren, wobei c:\cmh\ vorgeschlagen/voreingestellt war.


Seit 2015 ist winprosa (mit kleineren Änderungen ab 2017) auch auf die mögliche Trennung von Programm und Anwenderdaten vorbereitet durch

  • feste Vorgabe des Programmverzeichnisses winprosa an beliebigem Ort
  • freie Wahl eines beliebig benannten Datenverzeichnisses (z.B. wprdaten) an beliebigem (anderen) Ort

Seit Oktober 2019 wird bei Neuinstallation auch das Datenverzeichnis wprdaten fest vorgegeben; bei Update-Installationen werden aber seit jeher alte Strukturen weiterverwendet.

Also werden mittlerweile die folgenden Standardpfade vorgeschlagen, deren Startlaufwerk/-verzeichnis aber leicht änderbar sind.

  • c:\cmh\winprosa\
  • c:\cmh\wprdaten\

D.h., die bis 2014 vorgegebene Verzeichnisstruktur gilt nur noch für Altinstallationen; bei neuen kann sie normalerweise nicht mehr gewählt werden.


Mögliche Installationsszenarien sind somit:

  1. Neuinstallation (also ohne erkannte Vorinstallation; siehe auch 2. Installation auf einem Einzel-PC (lokal) und 3. Installation im Netz)
    1. ohne Trennung von Programm und Daten
      1. Vorgabe beim Starten mit festen Startverzeichnissen in LW C: ("Start-Standard").
        Details: 2.2 Standardinstallation
        • c:\cmh\winprosa\
        • c:\cmh\wprdaten\
      2. freie Laufwerkswahl, dabei feste Startverzeichnisse im gewählten LW X: ("Standard-Ordner").
        Details: 2.3 Individualinstallation
        X: kann auch ein Netzlaufwerk sein; X: muss existieren, die Ordner werden automatisch angelegt.
        • x:\cmh\winprosa\
        • x:\cmh\wprdaten\
    2. mit Trennung von Programm und Daten, getrennter Programm- und Datenpfad ("Individual-Ordner").
      Details: 2.3 Individualinstallation
      z.B.:
      • p:\ngo\winprosa\
      • s:\svdaten\wprdaten\
      oder auch
      • p:\winprosa\
      • s:\wprdaten\
  2. Updateinstallation (also mit erkannter Vorinstallation; siehe auch 5. Programmpflege/Programm-Updates/Kundendatenbank)
    1. Vorgabe der erkannten Startverzeichnisse, z.B. aus 2014
      • c:\cmh\winprosa\
      • c:\cmh\winprosa\daten\

Achtung: Unter Windows 7, 8.x, 10 müssen Sie den Windows-Standard C:\programme\... vermeiden und stattdessen z.B. D:\ oder C:\SV oder D:\progs usw. verwenden (aber ohne Leerzeichen!).


Vermeiden Sie unbedingt bei Laufwerksnamen/Buchstaben, Benutzerkürzeln und Passwörtern solche Zeichen, die leicht verwechselt werden können. Im Bsp. (s.r.) wird dasselbe "Wort" in 12 üblichen Zeichensätzen dargestellt. Versuchen Sie herauszufinden, wie dieses "Passwort" lautet und stellen Sie sich vor, welches Zeichen als Laufwerkbuchstabe besonders fehlgelesen werden kann.


 

  1.5 Upgrade "2017"

Die Upgrade-Version 2017 wurde in in zwei Wellen zur Verfügung gestellt:
1. vor den Weihnachtsferien 2017/18: für Testanwender mit ASV-Anbindung,
2. nach dem Halbjahreswechsel: für alle anderen Anwender.

Also ist die Umstellung bereits 2018 abgeschlossen gewesen. Dieser Text steht somit nur aus "historischen" Gründen noch zur Verfügung.
Er ist ausgelagert in Upgrade "2017" von winprosa


Inhalt




 

2. Installation auf einem Einzel-PC (lokal)

Thema überspringen 2.1 Start  2.2 Standardinstallation  2.3 Individualinstallation  2.4 Ordnerhierarchie 
2.5 Update-Installation 2.6 Deinstallation 2.7 Bildschirmauflösungen am PC

 

  2.1 Start

Um winprosa zu installieren oder zu bedienen, müssen Sie kein Windows-Administrator sein, aber winprosa benötigt später winprosa-Administratoren, wie in Abschnitt 4 erklärt wird.

Beim Start des Setupprogramms setup-p.exe (z.B. vom Windows-Explorer aus) müssen Sie u.U. eine Sicherheits­warnung mittels Klick auf Ausführen (o.ä.) bestätigen. Ab Windows 8.x ff siehe Windows 8.1.1: Installation von win­prosa / Umstellung leichtgemacht.

Den Link zum Herunterladen der Datei setup-p.exe haben Sie von Fa. cmH erhalten.

Im folgenden ersten Installationsfenster klicken Sie auf die Schaltfläche  Installieren  (s.r.).


Im nächsten Fenster erhalten Sie einige Versionsinformationen (s.r.). Klicken Sie dort auf  Weiter .




Als nächstes öffnet sich das Setup-Fenster (s.r.u. in Abschnitt 2.2). Aber bevor Sie dieses bedienen, ein Hinweis auf die winprosa-Basisverzeichnisse. Und falls Sie als reiner Anwender keinerlei tiefergehende Computeraffinitäten haben, sich also nicht mit Laufwerken, Verzeichnissen etc. auseinandersetzen wollen, sollten Sie spätestens jetzt den Schulinformatiker hinzuziehen.

Die Setup-Prozedur erzeugt für winprosa zwei Basisverzeichnisse, eines für die Programme und eines für die Daten (siehe auch 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen). Im Programm-Basisverzeichnis legt die Prozedur den fest benannten Programmordner winprosa an und im Daten-Basisverzeichnis den fest benannten Datenordner wprdaten.

Vorgegeben ist seit 2015 als Standard das gemeinsame Basisverzeichnis cmh im Laufwerk c:, somit also als Programmpfad c:\cmh\winprosa und als Datenpfad c:\cmh\wprdaten.

Bis Windows XP lauteten die Standard-Pfade c:\programme\cmh\winprosa und c:\programme\cmh\winprosa\daten\ und ab Windows Vista c:\cmh\winprosa und c:\cmh\winprosa\daten\. D.h., Programm und Daten befanden sich i.d.R. im selben Ordner winprosa. winprosa benötigt mittlerweile Windows 7 oder jünger!

Sie können neben der Standardinstallation auch eine Individualinstallation wählen. Bevor Sie die Setup-Prozedur starten, lesen Sie daher bitte erst in den folgenden beiden Abschnitten 2.2 und 2.3 nach, wie die Standardinstallation und die Individualinstallation ablaufen und was sie bedeuten.



 

  2.2 Standardinstallation

• Start-Standard:

Da eine Neuinstallation durchgeführt wird, kennt die Setup-Prozedur keine "alten" Basisverzeichnisse. Im Setup-Fenster sind daher die grauen Zeilen noch leer (s.r.).

Wären hier schon Einträge vorhanden, läge keine Neu-, sondern eine Updateinstallation vor, siehe 2.5 Update-Installation

Wenn Sie den in 1.1 genannten Schnellstart-Standard verwenden wollen, klicken Sie im Setup-Fenster auf  Standard  ...


... und klicken im neuen Ziellaufwerk-Fenster sofort auf  OK . Dadurch werden von der Prozedur unten automatisch fürs Laufwerk C: ergänzte Basispfade eingetragen, im Bild blau umrahmt (s.r.).

Sie hätten in der Laufwerksliste auch erst das Laufwerk C: auswählen können, mit der gleichen Wirkung.


Die Pfade werden automatisch ins Setup-Fenster übernommen. Sie können dort zusätzlich wählen, ob die Programmaufrufe auch auf dem Desktop eingerichtet werden sollen (im Bild grün markiert).
Klicken Sie im Fenster auf  Setup starten .

Als nächstes erscheint ein Hinweisfenster, dass Sie vor einer Update-Installatiuon eine Datensicherung anfertigen sollten.

Bei Erstinstallation ist das hinfällig, also weiter mit der eigentlichen Installation durch Klick auf  Ja .

Dadurch werden Programme und Daten von winprosa in den vorgegebenen Ordnern installiert; die Programmaufrufe werden im persönlichen Windows-Startmenü des gerade angemeldeten Users in der Programmgruppe CMH eingetragen.

Diese Installationsart entspricht dem Start-Standard aus Abschnitt 1.4.


Vom gesamten Installationsablauf wird ein Installationsprotokoll angefertigt (s.u.) und zur Anzeige angeboten (s.l.).

Nach Anklicken des Bildes (s.u.) wird ein Bsp. des vollständigen Protokolls angezeigt.

Dem Installationsprotokoll entnehmen Sie in Block 1 den Aktualisierungsgrad des Updates, in Block 2 die Zielverzeichnisse und in Block 3 die Erstellung der Startmenüeinträge.

Zuletzt werden alle Fenster automatisch geschlossen und die Installation ist abgeschlossen. Lesen Sie ggf. weiter bei 4. Programmstart und Systemadministration.



Sollen mehrere User an einem PC Zugriff auf winprosa haben, muss lediglich dafür gesorgt werden, dass jeder in seinem eigenen Startmenü die winprosa-Aufrufe eingetragen bekommt. Dafür bietet winprosa einen speziellen Dienst; Details siehe Mehrere User am PC.



 

  2.3 Individualinstallation

• Standard-Ordner:

Sie können aber auch jedes beliebige andere Laufwerk auswählen, wenn Sie im Setup-Fenster oben auf  Standard  klicken.

Im Zielordner-Fenster (s.r.) wählen Sie dann lediglich ein Laufwerk aus (z.B. G:); die Setup-Prozedur ergänzt die Standard-Ordner für Programmpfad und Datenpfad. Dies entspricht der Standard-Ordner-Struktur aus Abschnitt 1.4.

Nach Klick auf  OK  werden die Pfade ins Setup-Fenster übernommen; nach dortigem Klick auf  Setup starten  wird die Installation gestartet, wie in Abschnitt 2.2 beschrieben.

Zuletzt werden alle Fenster automatisch geschlossen und die Installation ist abgeschlossen. Lesen Sie ggf. weiter bei 4. Programmstart und Systemadministration.


• Individual-Ordner:

Sie können den Programmpfad und den Datenpfad auch völlig getrennt definieren. Dies entspricht der Individual-Ordner-Struktur aus Abschnitt 1.4. Klicken Sie also im Setup-Fenster in der Programmpfad-Zeile (Programm-Basisverzeichnis) auf und wählen Sie im üblichen Windows-Ordner-Dialog links das gewünschte Laufwerk aus (s.l.u). Wählen Sie dann rechts einen existierenden Ordner aus (s.m.u.) oder klicken ober auf  Neuer Ordner  (s.r.u.) und tragen dann im Eingabefeld  Neuer Ordner  den gewünschten Ordner-Namen ein.

Mittels  Ordner auswählen  gelangen Sie zurück zum Setup-Fenster. Dort müssen Sie den Vorgang in der Datenpfad-Zeile wiederholen und damit ein Daten-Basisverzeichnis einrichten.

Im Beispiel wurden für Programm und Daten allerdings zusammen G: und NGO gewählt. Beachten Sie dabei, dass im Ordner NGO automatisch der Programmordner winprosa und der Datenordner wprdaten angelegt werden (s.r.).

Dann klicken Sie auf den Schalter  Setup starten  und starten damit die Installation analog zu Abschnitt 2.2.

Zuletzt werden alle Fenster automatisch geschlossen und die Installation ist abgeschlossen. Lesen Sie ggf. weiter bei 4. Programmstart und Systemadministration.

Vermeiden Sie unbedingt bei Laufwerksnamen/Buchstaben, Benutzerkürzeln und Passwörtern solche Zeichen, die leicht verwechselt werden können. Im Bsp. (s.r.) wird dasselbe "Wort" in 12 Zeichensätzen dargestellt.


 

  2.4 Ordnerhierarchie

In den folgenden Fenstern sind zwei typische Ordnerstrukturen mit den beiden Basisordnern dargestellt, links die mit Trennung von Programm- und Datenordner (ab 2015/2019), rechts die übliche (aber nicht zwingende) alte Struktur, bei der die Daten normalerweise in Unterordnern bei den Programmen abgelegt sind (grau umrahmt).

Die  blau  unterlegten Ordner winprosa und wprdaten werden von der Setup-Prozedur automatisch an den vom Anwender frei gewählten Stellen im Ordnersystem angelegt; nur der Name ist fest vorgegeben.

Je nach dem, welche Dienste in winprosa genutzt werden, können dort noch weitere Unterordner hinzukommen.

Im Abschnitt 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen sind weitere grundsätzliche Details zur Ordnerstruktur zu finden.

Im Dienst Datei > winprosa-Ordnerstruktur können Sie Ihre tatsächliche Ordnerstruktur einsehen.


Achtung: Unter Windows Vista, 7, 8.x, 10 müssen Sie den Windows-Standard C:\programme\... vermeiden und stattdessen z.B. D:\ oder C:\SV oder D:\progs usw. verwenden (aber ohne Leerzeichen!).



 

  2.5 Update-Installation

Im Folgenden wird eine windows-typische Erstinstallation von winprosa vorausgesetzt, also eine mit den entsprechenden Startmenüeinträgen und den beiden Basisverzeichnissen. Das ist Pflicht.

Achtung:
Manche IT-Dienstleister legen aber "Spezial-Links" auf den Desktop ab (z.B. für Novell-ZENworks), von denen aus winprosa ganz normal gestartet werden kann. Dann scheitert aber jeglicher automatisierte Update-Versuch, wenn der Dienstleister nicht zusätzlich für den windowstypischen Startmenüeintrag für winprosa gesorgt hat. Das entspricht dann nicht den winprosa-Vertragsvereinbarungen mit der Konsequenz, dass unsere Service-Line nicht mehr zuständig ist.

Wenn winprosa bereits installiert war, findet die Setup-Prozedur im Startmenü (und nur dort) die notwendigen Informationen und bietet im Fenster automatisch die richtigen Ordner an. Klicken Sie einfach auf den Schalter  Setup starten  (ohne die Verzeichnisse zu ändern!!).

Als nächstes erscheint ein Hinweis auf die Durchführung einer Datensicherung. Hier können sie also den Updatevorgang schadlos abbrechen, um ggf. die Datensicherung nachzuholen; oder aber durch Klick auf  Ja  den eigentlichen Updatevorgang fortsetzen.

Die neue Programmversion wird ohne Gefahr für Ihre Benutzerdaten an die richtige Stelle installiert/'geupdatet'. Details siehe 5. Programmpflege / Programm-Updates / Kundendatenbank.

Wenn Sie hier Verzeichniseinträge ändern würden, gingen Ihre Daten u.U. verloren, denn Sie würden versehentlich eine Mehrfachinstallation anstoßen. Detail hierzu siehe 9. Mehrfachinstallation / Problembehandlung.


 

  2.6 Deinstallation

Wenn Sie winprosa auf einem Client deinstallieren wollen, genügt es, im Startmenü die Programmgruppe CMH zu löschen.

Wenn Sie winprosa auf einem Einzel-PC entfernen wollen, müssen Sie zusätzlich den gleichnamigen Programm-Ordner winprosa und den Daten-Ordner z.B. wprdaten jeweils samt allen Unterordnern löschen.

Wenn Sie winprosa von einem Server entfernen wollen, müssen Sie nur den gleichnamigen Programm-Ordner winprosa und den Daten-Ordner z.B. wprdaten jeweils samt allen Unterordnern löschen.

Falls Sie einen Verwaltungs-PC außer Betrieb nehmen, genügt es natürlich nicht, die Verwaltungsdaten auf der Festplatte einfach zu löschen. Sie müssen vielmehr "Schredder"-Programme einsetzen!


 

  2.7 Bildschirmauflösungen am PC

Sie sollten das Programmfenster von winprosa mindestens auf 1280 x 800 Pixel aufziehen, um bequem arbeiten zu können. Ihr Monitor sollte also mindestens SXGA-Auflösung bieten (1280 x 1024 Pixel, typisch für 19"-Monitore). Einige Hauptfenster sind deutlich größer, weshalb sogar HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) empfehlenswert ist.

Wichtig für bequemes Arbeiten am PC ist aber die effektive Auflösung Ihres Monitors. Ihre effektive beträgt gerade   Pixel  (zur Anzeige muss Javascript im Browser zugelassen sein).

Größe und Qualität von Bildschirmdarstellungen werden durch einige Hardware-Paramerer der Geräte und einige Software-Parameter von Windows und der Programme bestimmt. Details hierzu sind in 11. Tipps zu Windows > 11.1 Bildschirmoptimierung aufgeführt.

Inhalt



 

3. Installation im Netz

Thema überspringen

• Installation vom ersten Client aus

Die Netzwerkinstallation geschieht analog zur Einzelplatzinstallation, nur dass nun "ferne" Laufwerke verwendet werden, was im Folgenden beschrieben wird. Das weitere Vorgehen ist daher bereits in Abschnitt 2.1 Start und 2.3 Individualinstallation dargestellt worden. Wer mit Benutzerprofilen experimentiert, sollte unbedingt Abschnitt 9.1 winprosa braucht das Startmenü genau beachten. Und für Dienstleister ist in Kurzanleitung für Dienstleister ein Schnelleinstieg dargestellt. Aber natürlich finden diese auch hier alle Informationen zum Thema.

Natürlich könnte winprosa auf mehreren PCs jeweils lokal installiert werden und ein für alle PCs gleicher Zugriff auf die "fernen" Daten eingerichtet werden (wie z.B. in SVP-BW). Aber von dieser Installationsart raten wir dringend ab, da dies keine echte Netzwerkinstallation ist: die regelmäßigen Updates müssten zeitgleich an jedem einzelnen PC eingespielt werden, damit nicht an verschiedenen PCs z.B. unterschiedliche Rechtsverordnungen gelten oder unterschiedliche Codierungen angewendet würden.

Wenn Sie winprosa im Netzwerk installieren wollen, müssen Sie das von einem (beliebigen) Client aus tun. Sie wählen dort als Ziellaufwerk lediglich ein (fernes) Netzwerklaufwerk anstelle eines lokalen Laufwerks aus. Sie installieren also nicht vom Server aus!

Vielleicht haben Sie winprosa erst auf einem Einzel-PC im Einsatz gehabt und stellen nun auf Netzbetrieb um. Dann genügt es, eine Datensicherung vom Einzel-PC in die Netzwerk-Installation einzuspielen. Es ist dabei durchaus sinnvoll, diesen Einzel-PC als Client ins Netz zu integrieren, um von dort aus zu installieren und anschließend die Datensicherung zu übertragen. Dabei müssen Sie nur darauf achten, dass Sie nicht versehentlich eine Mehrfachinstallation erzeugen (im schlimmsten Fall mit geschachtelter Struktur).

Benennen Sie also die lokale Ordnerstruktur nach Erstellung der Datensicherungen und vor Installation im Netz um, z.B. cmh → cmh-lok .


Angenommen, Sie installieren vom Client "Vize" aus und auf dem Server "Knecht" ist ein Ordner SV für die Schulverwaltungsprogramme vorgesehen. Dann muss dieser Ordner auf dem Server zum Lesen und Schreiben freigegeben sein.

Verwenden Sie hier der Übersichtlichkeit halber nicht den Namen winprosa. Der ist bekanntlich später dem Programm-Basisverzeichnis vorbehalten.

Auf dem Client Vize müssen Sie diesen freigegebenen Schulverwaltungsordner mit einem bisher unbenützten Laufwerksbuchstaben (z.B. P:) verbinden. Derselbe Laufwerksbuchstabe muss auch an allen anderen Clients als noch unbenützt verfügbar sein. Verwenden Sie kein UNC.

Dazu aktivieren Sie z.B. im Windowsexplorer den Ordner SV (Netzwerk > Knecht > SV) und wählen dann unter Windows 7 und 8 im Kontextmenü (Rechtsklick auf SV) den Dienst Netzlaufwerk verbinden (s.r.). Unter Windows 10 wählen Sie in der Multifunktionsleiste (weit genug aufziehen!) den Dienst Einfacher Zugriff > Als Laufwerk zuordnen. Im neuen Fenster (s.l.o.) wählen Sie P: aus.

Nun starten Sie auf "Vize" das winprosa-Setupprogramm, wie in Abschnitt 2.3 Individualinstallation beschrieben und wählen als Ziellaufwerk das Laufwerk P: aus.

Es wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass ein echter Server zum Einsatz kommt, der rund um die Uhr laufen kann, nicht aber ein normaler Büro-PC, der zugleich Client ist (wie z.B. der Sekretariats-PC) und jeden Tag runter und wieder hochgefahren wird. Beim Büro-PC besteht nämlich die Gefahr, dass die Schulverwaltungsprogramme dort normal installiert sind, also schlimmstenfalls im Laufwerk C:.

C: gibt es aber auf allen anderen Clients auch, es besteht also eine Laufwerknamen-Kollision zwischen den lokalen Verzeichnissen und dem "Serververzeichnis".

Wenn unbedingt auf einem "Client-Server" "Netzverzeichnisse" eingerichtet werden sollen, müssen diese auch dort mit dem gleichen Laufwerksbuchstaben verknüpft sein (also z.B. P:) und die Programme müssen unter diesem aufgerufen werden, wie auf den regulären Clients. Dann stehen die Namen am Anfang des Alphabets (A:, B:, C:, D:, ...) nicht zur Verfügung; besser sind P:, Q:, R:, ... . Und der Vollständigkeit halber: das CD/DVD-Laufwerk sollte immer als Z: "gemountet" sein, damit sich dessen LW-Name nie mehr dynamisch ändern kann.

Nur wenn ein Terminal-Server-System zum Einsatz kommt, dann bedient der Terminalserver die Terminalclients, indem er jedem Terminal ein eigenes Laufwerk C: "vorgaukelt"; denn die Terminals haben keine lokalen Laufwerke C:, die mit dem "vorgegaukelten" in Kollision kommen könnten. Dann braucht aber auf den Terminalclients auch gar kein Windows installiert zu sein; eine Terminalsoftware genügt, denn Windows läuft ja auf dem Terminalserver.


Vermeiden Sie unbedingt bei Laufwerksnamen/Buchstaben, Benutzerkürzeln und Passwörtern solche Zeichen, die leicht verwechselt werden können. Im Bsp. (s.r.) wird dasselbe "Wort" in 12 Zeichensätzen dargestellt. Dort kommen nur die Zeichen  01 oO iI lL  vor; aber welches stellt was dar?


• Installation an weiteren Clients

Nach Abschluss der Installation ist winprosa am aktuellen Client einsatzbereit (Aufruf über den Programmordner CMH\winprosa im Startmenü) und Sie erhalten eine Meldung, die Ihnen sagt, dass Sie an jedem weiteren Client, an dem winprosa eingesetzt werden darf, jetzt noch das Programm P:\...\winprosa\setup\csetup.exe starten müssen.

Daher müssen Sie auf jedem Client zuvor den freigegebenen Schulverwaltungsordner mit dem gleichen Laufwerksbuchstaben (im Bsp. also P:) verbinden.

Durch den Start von csetup.exe wird auf jedem Client lediglich der Programmordner CMH\winprosa im Startmenü des angemeldeten Benutzers eingerichtet, über den dieser ab sofort winprosa aufrufen kann.

Auf die gleiche Weise können Sie später jederzeit weitere Clients einbinden und zu winprosa-PCs machen.

Wenn Sie später winprosa starten, werden Programm und Daten immer vom Server geholt. Auf keinem Client werden Daten abgelegt. Nur der Programmordner CMH\winprosa im Startmenü kennzeichnet einen Client als winprosa-PC.

Da sich die Aufrufe der einzelnen Netzwerkoptionen in den Windows-Versionen zum Teil erheblich unterscheiden, sollten Sie ggf. Ihren Netzwerkbetreuer um Hilfe bitten.

Details zur Netzwerktechnik unter Windows siehe Bedienung von Windows 10 > 10. Netzwerk.


• Einbinden weiterer Benutzer an einem Client

Sollen mehrere User mit eigenen Benutzerkonten an einem Client Zugriff auf winprosa erhalten, muss lediglich dafür gesorgt werden, dass jeder in seinem eigenen Startmenü die winprosa-Aufrufe eingetragen bekommt. Dafür wird auch csetup.exe verwendet; Details siehe Mehrere User am PC.


• Netzwerkfähigkeit und paralleles Arbeiten

Nach einer Netzinstallation können viele Dienste parallel, also gleichzeitig, an verschiedenen PCs erledigt werden. Aber das kann nicht für alle Dienste und alle Dienstkombinationen gelten. Manches erkennt winprosa eigenständig, manches müssen die Anwender selber beachten.

In der Regel ist das kein Problem, denn ein Gymnasium ist nicht in so viele Abteilungen gegliedert, dass deren Mitarbeiter aneinander vorbei planen werden.

- Einzelne Dienste

Trotzdem sollte man sich klarmachen, was geht und was nicht. Beispiele sind:

Prominenteste Beispiele für parallelisierbare Einzel-Dienste sind die von den Schülern einer Klasse "gleichzeitig" durchgeführten Kurswahlerfassungen im Informatik-Raum oder die dort "gleichzeitg" stattfindenden Beratungen zur mündlichen Prüfung.

Manche andere Dienste können aus logischen Gründen nicht parallel an mehreren PCs gleichzeitig laufen. Prominenteste Beispiele hierfür sind die Parallelkursverplanung/Schienenbildung und die div. Prüfungsplanarbeiten.

Damit die Parallelkursverplanung/Schienenbildung geschmeidig erfolgen kann, müssen die Kursbelegungsdaten aller Schüler des aktuellen Jahrgangs im Arbeitsspeicher des PCs gleichzeitig zur Verfügung stehen. Und die werden dann erst beim Beenden des Dienstes auf der Festplatte aktualisiert.

Wenn die Parallelkursverplanung/Schienenbildung nach Aufruf für weitere Benutzer nicht blockiert würde, ergäbe sich folgendes Szenario:

Wenn an PC 1 die Parallelkursverarbeitung in winprosa gestartet wird und dann an PC 2 mittels Parallelkursverarbeitung in winprosa im selben Jahrgang Parallelkurszuweisungen geändert werden, weiß PC 1 nichts von diesen Änderungen; dort sind also noch die "alten" Verhältnisse bekannt.

Wird nun der Dienst an PC 2 beendet, werden von dort die Neuerungen auf die Festplatte gespeichert. Wird anschließend dieser Dienst an PC 1 beendet, dann wird dort der "alte" Stand auf Festplatte gespeichert und damit die eben durchgeführte Arbeit von PC 2 gelöscht.

- Dienstkombinationen

Eigentlich sagt auch hier der gesunde Menschenverstand, was geht und was nicht. Beispiele sind:

Wenn an einem PC gerade der Fachkanon eines Jahrgangs bearbeitet wird, ist es sinnlos, gleichzeitig an einem anderen PC für diesen Jahrgang Kurswahlen zu erfassen. Aber die Personalien von Koop-Schülern können dort sehr wohl erfasst werden.

Wenn an einem PC gerade Kurswahlen eines Jahrgangs erfasst werden, ist es sinnlos, gleichzeitig an einem anderen PC eben diesen Jahrgang auszählen zu wollen. Aber die Kurslehrerzuweisung für einen anderen Jahrgang ist sehr wohl möglich.


 

• Probleme mit MS-CHM-Hilfe-Files im Netz

Die NGVO dürfte allen Oberstufenberatern in Fleisch und Blut übergegangen sein. Von der neuen AGVO ist dies noch nicht zu erwarten.

Dafür gibt es bekanntlich die NGVO/AGVO-Hilfe im Programm, die jederzeit komplett aufrufbar ist (s.r.). Und während der Kurswahlerfassung können die betroffenen Paragraphen ggf. kontextsensitiv eingeblendet werden.

winprosa bietet also direkten Zugriff auf die NGVO/AGVO. Dazu werden lokale Kopien der NGVO/AGVO bei Programminstallation (ggf. auf dem Server) ausgeliefert. Diese Dateien liegen im MS-CHM-Format vor.

Dieses Format ist von Microsoft bereits für Windows 98 eingeführt worden (CHM = Compiled HTML Help = Compiled Help Module). Seit Windows Vista hat das CHM-Format das alte Hlp-Format (aus Windows-3.1-Zeiten) verpflichtend abgelöst. Daher musste auch in winprosa auf das CHM-Format umgestellt werden. CHM-Dateien setzen den MS Internet Explorer (ab 4.0) im Hintergrund voraus.

Dumm nur, dass MS seiner eigenen Hilfetechnik in Netzwerken misstraut und den Aufruf von CHM-Files im Netzwerk blockt. Windows ist also aus Sicherheitsgründen nur bereit, lokale CHM-Files zu öffnen, nicht aber solche, die auf fernen Servern abgelegt sind. Dies ist aber logischerweise bei winprosa-Netzwerk-Installationen der Fall mit der Folge, dass sich dort Hilfe-Files gar nicht oder nur halb öffnen lassen.

Um diese Blockade aufzuheben, hatten wir in der Vergangenheit einen Registry-Patch zur Verfügung, der das Problem beseitigte (s.u.).

Besonders dumm ist, dass dieser Patch aktuell nicht mehr hilft. Da es uns wiederum zu dumm ist, nun nach einem Patch für den Patch zu suchen, haben wir folgende Lösung programmiert:

Wenn winprosa auf einem PC beim Start erkennt, dass es im Netzwerk läuft, bietet es das Kopieren der NGVO- und der AGVO-Hilfe-Dateien vom fernen Server auf den lokalen PC an (s.r.o.).

Nachdem Sie das Angebot angenommen haben (s.r.), wird der Dienst nicht mehr angezeigt. Aber nach jedem neuerlichen Start wird diese lokale Hilfe ggf. durch eine neuere vom Server ersetzt.

Sollten bei Ihnen (z.B. nach einem Serverumzug) diese NGVO/AGVO-Hilfen nicht (mehr) aufrufbar sein, können Sie deren Einbindung von Hand veranlassen (s.r.o.). Das muss ggf. von jedem einzelnen User veranlasst werden, wie das Bild (s.r.) erkennen lässt.


Läuft winprosa auf einem Einzel-PC, haben Sie nichts zu tun.


Wir lassen die Information zum ursprünglichen Registry-Patch stehen, da sie auch für Drittprogramme relevant sein könnte:

Im Web sind viele Tipps zu finden; leider beziehen sich die meisten auf Windows 7, sind also für Windows 8 und 10 nicht zu gebrauchen. Aber bei FastHelp: CHM Files not displaying correctly on Networks ist ein Tipp zur Lösung auch für Windows 8 und 10 angegeben:

  • Please download this zip file containing a reg file: http://www.Fast-Help.com/download/misc/ChmFileFix.zip
  • If you want to apply this fix, open the zip file and double-click the reg file and the setting will be added to your Registry.
  • This needs to be done on each workstation that access CHM files on the server.

Man muss also die Registry patchen (auf eigene Verantwortung!!). Aber nachdem wir von mutigen Anwendern positive Rückmeldung erhalten hatten, haben wir selber testhalber den Registry-Eintrag erfolgreich manipuliert (s.r.) und können nun CHM-Files vom Server aufrufen.


Inhalt




 

4. Programmstart und Systemadministration

Thema überspringen 4.1 Vorüberlegungen / Datenschutz und Datensicherheit  4.2 winprosa an Taskleiste / Desktop anheften
4.3 Vorarbeiten und Systemadministration / Ersterfassung der Lizenzdaten 
4.4 Programmaufruf und Benutzerwechsel 4.5 Programm beenden 4.6 Zugriffsprotokoll

 

  4.1 Vorüberlegungen / Datenschutz und Datensicherheit

• Grundeinstellungen

Beim ersten Programmstart müssen Sie:

  1. die Lizenzdaten ggf. bereitstellen (ins Verzeichnis ...\arbeit\ kopieren) *)
  2. die beiden winprosa-Administratoren und die weiteren winprosa-Benutzer anlegen (nicht zu verwechseln mit Windows-Administratoren)
  3. ggf. einen genau neunziffrigen Verschlüsselungscode (100000000 bis 999999999) definieren *)
  4. die Schülerstammdaten-Verarbeitung festlegen
    (1. - 4. siehe 4.3)
  1. (Datensicherungsparameter festlegen)
  2. (den Schulnamen für Formulare gestalten)
  3. (weiteren Usern eines gemeinsamen PCs den Zugriff auf winprosa einrichten; s.u.)
  4. (weitere Clients einrichten; s.o.)
  5. (und natürlich für jeden Jahrgang das Fach- und Kursangebot definieren; Kurswahlverarbeitung I)

*) nicht für den Demomodus
In Klammern stehende Aufgaben können auch später erledigt werden.

Die winprosa-Datenbank wird mittels eines neunziffrigen Verschlüsselungscodes chiffriert, den jede Schule selbst festlegen muss. Dadurch können auch in städtischen Netzen die Daten der Nachbarschulen nicht eingesehen werden.

Jeder Benutzer muss sich mit Benutzerkürzel und Passwort ausweisen, wobei nur mindestens sechsstellige Kombinationen aus Buchstaben und Ziffern zulässig sind (das ergibt bereits über 50 Milliarden Kombinationen). Über die angemeldeten Benutzer führt winprosa im Zugriffsprotokoll Buch, einsehbar im Dienst Datei > Datenbank > Zugriffsprotokoll (s. 4.6 Zugriffsprotokoll).

Wenn ein Benutzer dreimal ein falsches Passwort eingibt (ohne Zeitschranke!), wird er dauerhaft gesperrt. Dann muss ihn ein winprosa-Administrator neu anlegen. Da jeder Administrator sich genauso aussperren kann, müssen zur Sicherheit zwei Admins angelegt sein.

Wenn der Administrator einen neuen Benutzer anlegt, weist winprosa diesem ein zufälliges Initialpasswort zu, welches dem Benutzer samt Benutzerkürzel (Anmeldename) mitgeteilt werden muss. Diese Passwort ist nur für die erste Anmeldung gültig. Daher wird der Benutzer durch winprosa sofort aufgefordert, sein "richtiges" Passwort zu definieren. Dadurch kennt niemand das Passwort eines anderen. Jedes Passwort verfällt nach einer (einstellbaren) Anzahl von Tagen und muss vom jeweiligen Benutzer durch ein neues ersetzt werden.

I.d.R. führt winprosa bei jedem Programmstart eine automatische Datensicherung durch. Dadurch wird sichergestellt, dass man im Falle einer krassen Fehlbedienung (z.B. versehentliches Löschen eines Schülers) immer sicher zu einem Ausgangszustand zurück kehren kann. Zu jedem Verarbeitungszeitpunkt können weitere Sicherungsläufe gestartet werden. Detais siehe 6. Datensicherung / Archivierung

 

• Mehrere User am PC

Die winprosa-Programm­auf­rufe wurden bekanntlich während der Installation im persönlichen Windows-Startmenü des angemeldeten Users eingetragen.

Sollen auf dem gleichen PC auch andere User mit eigenen Benutzerkonten Zugriff auf winprosa erhalten, müssen diese Programmaufrufe auch in deren persönlichen Startmenüs eingetragen werden. Dazu muss nach dem hier beschriebenen ersten Programmstart später jeder User die Datei ...\winprosa\setup\csetup.exe starten. Dort kann der User ggf. auch Programmlinks auf dem Desktop ablegen lassen (s.r.).


Anschließend meldet csetup, was im lokalen Startmenü abgelegt wurde (s.r.).


Die gleiche Vorgehensweise gilt für das Einbinden weiterer Client-PCs im Verwaltungsnetz. Mittels csetup wird ebenfalls das lokale Startmenü befüllt und dadurch der Client zum winprosa-PC.


 

  4.2 winprosa an die Taskleiste anheften / auf dem Desktop verankern

Die Installationsprozedur hat im persönlichen Startmenü des aktuellen Windows-Users die Programmgruppe CMH angelegt, über die winprosa aufrufbar ist; in Windows 7/10 über das Startmenü (s.l.) und in W8 über die App-Ansicht (s.r.).

Ab Version 2017.xxxx bietet die Setup-Prozedur von winprosa die Möglichkeit, während der Installation zusätzliche Programmaufrufe auf dem Desktop ablegen zu lassen.

Wollen Sie erst nachträglich den winprosa-Link auch noch auf dem Desktop ablegen, müssen Sie in Windows 7 den Programmaufruf aus dem Startmenü kopieren und auf dem Desktop einfügen. Unter Windows 8 rufen Sie die App-Ansicht auf und öffnen das Kontextmenü von winprosa (Rechtsklick auf das winprosa-Icon in der Programmgruppe CMH). Dort klicken Sie auf  Speicherort öffnen . Aus dem neuen Fenster kopieren Sie den winprosa-Programm-Link auf den Desktop. In Windows 10 finden Sie diesen Dienst im Startmenü nach Rechtsklick auf das winprosa-Icon in der Programmgruppe CMH unter mehr > Dateipfad öffnen.

Hinweis:
Wenn Sie die vorstehenden Möglichkeiten ausnutzen, haben Sie neben dem Startmenü (das es indirekt auch unter Windows 8 und direkt unter Windows 10 gibt) zwei weitere Stellen, an denen Programm-Links für winprosa abgelegt sind: Desktop und Taskleiste. Die Setup-Prozedur orientiert sich aber ausschließlich am Programm-Link im Startmenü.

Unerfahrene Anwender können sich dadurch leicht selbst eine Falle stellen. Angenommen, Sie haben auch einen Link auf dem Desktop oder in der Taskleiste angelegt und kämen dann auf die Idee, die Ordnerstruktur von winprosa (verbotenerweise) zu ändern. Dadurch änderte sich der Link im Startmenü, nicht aber einer in der Taskleiste oder auf dem Desktop oder sonstwo. Welche Version würden Sie nun starten? Wo lägen Ihre Daten? Wie und wo würden die gepflegt? Welche Version würde in Zukunft geupdatet? Sie hätten so das reine Chaos erzeugt.

Daher ist es im Regelfall verboten, Neuinstallationen mit anderen Ordnern auszuführen, ohne vorher Vorversionen komplett deinstalliert zu haben (also incl. zusätzlicher Programm-Links auf Desktop, Taskleiste usw.. Sonderfälle sind bei 9. Mehrfachinstallation / Problembehandlung aufgeführt.



 

  4.3 Vorarbeiten und Systemadministration / Ersterfassung der Lizenzdaten

Falls die Stammdaten mit Partnerprogrammen, wie SVP-BW, ASS-Windows usw. gepflegt werden sollen, muss für die folgenden Arbeiten das Partnerprogramm auf Ihrem PC/Netz installiert und funktionsfähig sein. Dort sollte die Datenbankanbindung an winprosa schon aktiviert sein (siehe auch Datenanbindung u. -Übernahme und Handbuch von 2004 Kapitel 3.2).

  • Wenn Sie von Fa. cmH eine (verschlüsselte) Lizenz-Datei namens xxx_wprliz.wpr erhalten haben (xxx ist Ihre Kundennummer) und diese Datei vor den nächsten Schritten ins Arbeitsverzeichnis kopieren, also nach ...\wprdaten\arbeit\, dann werden Sie anschließend sofort mit Echtdaten arbeiten können.
  • Wenn Sie noch keine Lizenz-Datei besitzen (oder die vorhandene noch nicht einsetzen wollen), dann arbeiten sie nur mit der Demoversion von winprosa, die aber seit Okt. 2019 auch nachträglich mit den Demo-Daten für Echteinsatz freischaltbar ist.

Aber i.d.R. brauchen Sie die Demoversion nur zum Rechnerumzug/Serverwechsel, wie in 8. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC beschrieben ist.

Lizenzdaten können Sie nie direkt eintippen, sondern müssen diese immer durch winprosa aus der nichtlesbaren Datei xxx_wprliz.wpr übernehmen lassen. Die Erst-Lizenz erhalten Sie von Fa. cmH mittels Link zum Herunterladen oder als Anhang einer Email/Jahresrechnung etc.


• Erster Programmstart

Starten Sie nun winprosa über das Startmenü CMH > winprosa (W10) oder CMH > winprosa> winprosa (W7). Sie sehen zunächst den Startbildschirm (s.l.) und erhalten dann die Meldung, dass noch weitere Verabredungen getroffen werden müssen (s.r.).

Nach Klick auf  Weiter  startet winprosa die Systemadministration und öffnet zuerst die Karteikarte Datei > Datenbank > Systemadministration | Datenbanktyp und Verzeichnisse (s.r.u.).


Die Pfade zu den beiden Basisverzeichnissen Programme ... und Datenbereich ... incl. Sicherungsverzeichnis sind durch die gewählte Installationsweise vorgegeben und daher bereits eingetragen (s.r., grau unterlegte Felder). Diese Ordnerstruktur können/dürfen Sie nicht mehr ändern!

winprosa verwaltet die Schülerstammdaten entweder selbst (Voreinstellung mit Stammdatenbank prosadat.prw (winprosa)) oder bezieht die Schülerstammdaten von Fremdprogrammen via txt- oder cvs-Dateien (gleiche Datenbankanbindung prosadat.prw (winprosa)) oder bezieht sie von Partnerprogrammen wie Ass-Windows (Stammdatenbank prosadat.ass (ASS-Windows)), Atlantis (Stammdatenbank prosadat.atl (Atlantis)) und SVP-BW (Stammdatenbank prosadat.est (SVP-BW)).

Ab Version 2017.xxxx wurde die Stammdatenanbindung geändert, siehe Stammdatenverwaltung > 3. Datenanbindung u. -Übernahme. Daher müssen Sie hier ggf. nur noch das Programmverzeichnis Ihrer Schülerverwaltung angeben (also Ass, Atlantis oder SVP-BW; rot markiert).

Wenn Sie zu ASV-BW wechseln wollen oder schon gewechselt haben, tragen Sie hier nichts ein. Wenn Sie die winprosa-eigene Stammdatenverwaltung verwenden, tragen Sie ebenfalls nichts ein.

Wenn Sie hier nichts eintragen, wird dieses Fenster später nie mehr eingeblendet. Das hat zur Konsequenz, dass ein späterer Wechsel zu den alten Stammdatenprogrammen ohne Tricks (s. Kasten) nicht mehr möglich ist. ASV-BW wird anders angekoppelt (siehe Stammdatenverwaltung > ... > 3.4 Anbindung an ASV-BW, ist davon also nicht betroffen.

Beim Updaten/Upgraden alter Versionen mit Datenanbindung an eines der "alten" Partnerprogramme (ASS, Atlantis, SVP-BW) ist in Verionen ab 2017 hier bereits alles eingetragen.

Wenn Sie aber nun eine aktuelle Neuinstallation vornehmen mit anschließender Rücksicherung der Daten (z.B. beim Serverwechsel oder zur Strukturbereinigung), geht die aktuelle Version nicht mehr davon aus, dass es noch alte Partnerprogramm-Bindungen gibt. Der Dienst zum Einbinden der Partnerprogramme ist also deaktiviert. Der wird erst wieder freigeschaltet (nach Neustart), nachdem man in der Datei ...winprosa\winprosa.ini in der Abteilung [CMH] die Zeile DBN=prosadat.ass (oder DBN=prosadat.atl oder DBN=prosadat.est) eingefügt hat.


Anschließend müssen Sie zur Karteikarte Benutzerverwaltung im gleichen Dienst wechseln.

Dort müssen Sie (mindestens) zwei winprosa-Administratoren und die weiteren Benutzer anlegen (s.r.).

Wenn Sie später den Dienst schließen, werden Ihnen die Initialpasswörter aller Benutzer zur Mitteilung an die Betroffenen eingeblendet.

Passen Sie bei dieser Gelegenheit dort auch die Gültigkeitsdauer der Passwörter Ihren Bedürfnissen an. Maximal möglich sind 365 Tage.

Unten auf der Karteikarte werden die Passwörter für den XAdmin und den (externen) Prüfungsvorsitzenden eingeblendet. Diese bleiben erhalten, bis Sie neue initiieren.

Der XAdmin kann bei der externen Kurswahlerfassung, Notenerfassung und Abiturberatung alle Schülerdaten einsehen. Der externe Prüfungsvorsitzende kann das Abiturpaket einsehen. Details siehe Schnittstellen & Freigaben > 2. Freigaben


• Demomodus

Wenn Sie bis hierher ohne Lizenzdaten gearbeitet haben, arbeiten Sie im auf 16 Schüler beschränkten Demomodus mit der Demoverschlüsselung. Seit Okt. 2019 können Sie aber auch nachträglich mit den Demo-Daten auf den regulären Modus umstellen.

Sie belassen winprosa normalerweise nur dann im Demomodus, wenn Sie winprosa auf einen neuen Server umziehen oder außerhalb des Schulnetzes auf einem neuen PC installieren müssen und dann die aktuellen Daten übertragen müssen. Details hierzu sind unter 8. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC zu finden.

Auch wenn Sie derzeit nur im Demomodus arbeiten (wollen), lesen Sie bitte weiter bis zu Abschluss des ersten Starts / Initialpasswörter; frühestens danach können Sie beenden.

 

• Regulärer Modus / Ersterfassung der Lizenzdaten

Wenn Sie im regulären Modus arbeiten wollen, haben Sie die Lizenz-Datei bereits im Arbeitsverzeichnis untergebracht oder bringen diese jetzt dort unter. Das können Sie auch bei laufendem Programm tun.

Dann müssen Sie anschließend den Knopf  Importieren aus vorhandener Datei  drücken oder winprosa neu starten.

Wird winprosa anschließend neu gestartet, findet die Prozedur automatisch die Lizenzdaten und wechselt zur Registerkarte Schul- und Lizenzdaten, damit Sie den Verschlüsselungscode eingeben können. Lief winprosa bereits, wechseln Sie von Hand in den Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Schul- und Lizenzdaten und geben den Verschlüsselungscode ein (s.r.).

Als immer neunziffriger Verschlüsselungscode aus dem Bereich von 100 000 000 bis 999 999 999 ist natürlich 123456789 verboten (= Democode); da müssen Sie schon etwas einfallsreicher sein. Nachträglich kann nur dieser Democode abgeändert werden. Den Verschlüsselungscode sollten Sie an sicherer Stelle archivieren.

 

Jede Lizenz ist max. ein Kalenderjahr lang gültig, daher sind jedes Jahr bis Mitte Februar neue Lizenzdaten zu aktivieren (am Besten automatisch übers Internet, s. 5.2 Fortschreibung der Lizenzdaten). Durch Klick auf werden Sie vom Programm aus zu diesem Abschnitt 5.2 auf der cmH-Homepage geleitet.

Auf der Karteikarte können Sie Ihre Schuldaten für den Formulardruck anpassen, Ihre Kommunikationsdaten eingeben und Ihr RP benennen (s.r.; grün markiert).

Im Bereich RP werden Sie (später) Angaben zur Prüfungsverarbeitung eintragen.

Unten im Feld Standardlinks können Sie aktuelle Links zu den Homepages von MKJS und RP eintragen; diese Links sind dann später von winprosa aus aufrufbar (s.r.).

Fa. cmH kann hier keine Vorgaben machen, da die Links über die Zeit variieren können. Im April 2016 waren folgende Einträge sinnvoll:

MKJS:
http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Schule/Termine+_+Informationen+zum+Abitur
RP F:
https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/Abt7/Ref75/Seiten/Pruefungen.aspx
RP K:
http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za211/sam/index.htm
RP S:
http://info.rps-schule.de/index.php?id=415
RP T:
https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt7/Ref75/Seiten/Formulare.aspx


 

• Abschluss des ersten Starts / Initialpasswörter

Wenn Sie die Systemadministration nun  schließen , dann gibt winprosa die Initialpasswörter aller in dieser Sitzung eingerichteten Benutzer aus (s.r.).

Nach Klick auf  weiter  öffnet sich das reguläre Anmeldefenster (Benutzeranmeldefenster; s.l.). Hier könnten Sie also den ersten Programmstart erstmals beenden/unterbrechen.

Die Einrichtung von winprosa auf Ihrem PC/Server geht aber nach dem ersten regulären Anmelden weiter. Sie müssen sich also zunächst mit Benutzerkürzel und Initialpasswort anmelden und sich dann ein persönliches Passwort geben.

Anschließend wird die initiale Kurswahltabelle angelegt. Noch sind keine Schüler vorhanden; wenn Sie anschließend ein Schuljahr auswählen und darin einen Jahrgang (s.u.), wir Ihnen daher angeboten, Schüler von Hand zu erfassen oder aus Partnerprogrammen oder Fremdprogrammen zu importieren.

Details zur Pflege des Jahrgangskanons sind in Kurswahlverarbeitung I > 1. Fachkanon und Kursangebot zu finden.

Details zur Schülererfassung und -Import sind in Stammdatenverwaltung zu finden.

Damit ist der erste Programmstart abgeschlossen; Sie können winprosa beenden.


Später erreichen Sie die Systemadministration über den Menüpunkt Datei > Datenbank > Systemadministration.



• Der User setup

Für Sonderfälle gibt es den speziellen User setup, der ggf. nur ohne jegliche Rechte angelegt werden kann. setup ist für Dienstleister gedacht, die per Fernwartung auf das Schulsystem zugreifen können, aber natürlich keinen Zugriff auf die Schülerdaten erhalten sollen. setup kann nur Updates herunterladen und installieren.



 

  4.4 Programmaufruf und Benutzerwechsel

• Benutzeranmeldungs-Fenster

Zum Programmstart öffnen Sie den Startmenü-Programmordner CMH\winprosa und klicken doppelt auf das entsprechende Icon.

Sie müssen sich im Benutzeranmeldungs-Fenster mit Ihrem Benutzerkürzel anmelden und durch das zugehörige Passwort ausweisen (s.r.). Rechts sehen Sie die Ihrem Benutzerkürzel zugeordneten Rechte und die Gültigkeitsdauer Ihres Passwortes. Unten können Sie den Anmeldevorgang abbrechen oder sich dabei ein neues Passwort geben.

Wir empfehlen, im Dienst Datei > Datensicherung das automatische Erstellen von Datensicherungen zu aktivieren. Dann erst ist im Benutzeranmeldungs-Fenster das Anhak-Feld Autom. Sicherung bedienbar, um (ausnahmsweise) beim Start einmalig diese Sicherung zu unterlassen.

In "Notfällen" können Sie unterbinden, dass winprosa mit den letzten Fenstereinstellungen startet, falls diese "verzwurbelt" sein sollten. Ferner können Sie verhindern, dass gleich nach dem Start der zuletzt bearbeitete Jahrgang geladen wird.

In der untersten Zeile des Benutzeranmeldungs-Fensters können Sie ablesen, wieviele andere Benutzer bereits angemeldet sind.


• Erster Benutzer-Start

Wer sich das erste Mal anmeldet, benötigt sein individuelles Initialpasswort. Da das Initialpasswort genau nur einmal gilt, wird dieser Benutzer sofort aufgefordert, sich ein neues Passwort zu geben. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass niemand das Passwort der anderen kennt, auch nicht der Programmadministrator (und erst recht nicht die Programmautoren!).

Nach seinem ersten Programmstart muss der Benutzer zunächst Schuljahr, Jahrgang und Halbjahr wählen, ist der Jahrgang schon vorhanden, wird er bereitgestellt (s.l.u.); andernfalls erhält der Benutzer die Möglichkeit, neue Schüler zu erfassen oder zu importieren (s.r.u.). Bei weiteren Programmstarts wird immer der zuletzt bearbeitete Jahrgang direkt nach Anmeldung geöffnet.

   


• Benutzerwechsel

Da winprosa über die Tätigkeiten der Benutzer im Zugriffsprotokoll (Programmdienst Datei > Datenbank > Zugriffsprotokoll; s. 4.6 Zugriffsprotokoll) Buch führt, sind zwei Dienste vorgesehen, um bei laufendem Programm einen Benutzerwechsel zu ermöglichen, bzw. zu erzwingen:

  • Über den Menüweg Datei > Datenbank > Als Benutzer anmelden beenden Sie bei laufendem Programm die Anmeldung Ihres Vorgängers und erhalten anschließend das Anmeldefenster (s.o.).
  • Über den Menüweg Datei > Datenbank > Abmelden melden Sie sich bei laufendem Programm ab und erzwingen dadurch die Anmeldung Ihres Nachfolgers, indem dieser das Anmeldefenster vorfindet.

 

  4.5 Programm beenden

Bekanntlich werden bei jedem Programmstart die Daten automatisch komplett gesichert, wenn Sie das nicht jedesmal abschalten. Und alle vorgenommenen Eintragungen/Änderungen werden laufend, also sofort, gespeichert. Daher ist eine erneute Speicherung mit dem Dienst Datei > Datensicherung | Sichern vor dem Beenden des Programms mittels eigentlich nicht nötig.


Es gibt im Netz den Sonderfall, dass Sie updaten wollen, obwohl andere Benutzer an anderen winprosa-PCs aktiv sind. Dann können Sie das Beenden erzwingen, indem Sie winprosa für alle Benutzer sperren. (s.r.).

Jeder Benutzer erhält dann die Meldung links unten. Und wenn Sie winprosa wieder freigeben, erhalten alle die Meldung rechts unten.




 

  4.6 Zugriffsprotokoll

Über die angemeldeten Benutzer führt winprosa im Zugriffsprotokoll Buch, einsehbar im Dienst Datei > Datenbank > Zugriffsprotokoll (s.r.).

Rechts oben im Fenster können Sie die Ausführliche Protokollierung erzwingen. Das dürfen Sie aber nur auf Anweisung der Service-Line tun, denn dadurch sinkt die Verarbeitungsgeschwindigkeit von winprosa drastisch.

Ist die Ausführliche Protokollierung aktiviert, wird daher der Schülerfilter rot umrahmt.


Inhalt




 

5. Programmpflege / -Updates / Kundendatenbank / ServiceLine

Thema überspringen 5.1 Download / Update  5.2 Fortschreibung der Lizenzdaten  5.3 Internetzugang 
5.4 Programmlaufzeit und Lizenzlaufzeit 5.5 Kundendatenbank / Mitarbeiterdaten 5.6 ServiceLine-Paket

 

  5.1 Download / Update

Im Folgenden wird eine windows-typische Erstinstallation von winprosa vorausgesetzt, also eine mit den entsprechenden Startmenüeinträgen und den beiden Basisverzeichnissen. Das ist Pflicht.

Achtung:
Manche IT-Dienstleister legen "Spezial-Links" auf den Desktop (z.B. für Novell-ZENworks), von denen aus winprosa ganz normal gestartet werden kann. Dann scheitert aber jeglicher automatisierte Update-Versuch, wenn der Dienstleister nicht zusätzlich für den windowstypischen Startmenüeintrag für winprosa gesorgt hat. Das entspricht widrigenfalls nicht den winprosa-Vertragsvereinbarungen mit der Konsequenz, dass unsere Service-Line nicht mehr zuständig ist.


Nach Aufruf der Dienste Datei > Neues im Internet oder Hilfe > Neues im Internet nimmt der PC Verbindung mit der cmH-Homepage auf und es wird nebenstehendes Fenster aufgeblendet. Dort sehen Sie, welchen Aktualisierungsstand die einzelen Programmkomponenten aufweisen (grün markiert). Sie können nun durch Klick auf  herunter laden  den automatischen Update-Vorgang aller Komponenten anstoßen.
Bei Nerzwerkinstallationen muss dies nur einmal an einem Client erfolgen.

Ferner können Sie von hier aus die aktuellen Tipps aufrufen (blau markiert) oder die Startseite der cmH-Hompage aufrufen, bzw. E-Mails an die ServiceLine oder die Buchhaltung von Fa. cmH versenden.

Zum Updaten müssen Sie als winprosa-Administrator angemeldet sein, weitere Rechte sind nicht von Nöten.

Bez. Prüfungsdaten und Lizenzdaten wird nur der aktuelle Stand mitgeteilt; herunterladbar ist hier nichts.


Aber an manchen Schulen verbietet der Schulträger den freien Internet-Zugang im Verwaltungsnetz. Dann müssen Sie sich die Datei setup-p.exe und ggf. die Lizenzdatei nnn_wprliz.wpr über einen Sonderlink besorgen.

Dieser Sonderlink kann auch an einem internetfreien winprosa-PC über den Dienst Datei > Link für Downloads generiert werden. Der Link wird ggf. in der Datei kkk_wprupdatelink.txt im Benutzerverzeichnis ...\arbeit\!benpar\ abgelegt (s.l., kkk ist das Benutzerkürzel). Der in dieser txt-Datei enthaltene Link kann innerhalb einer Woche nach Erzeugung an einem beliebigen Internet-PC im Browser eingegeben werden. Damit kann das Update-Programm setup-p.exe also über einen "fremden" internetfähigen PC heruntergeladen werden (s.r.). Übertragen Sie diese Datei an beliebige Stelle auf einem Client. Starten Sie dort das Update-Programm.


winprosa greift von sich aus niemals auf das Internet zu. Daher sollten Sie den Dienst Datei > Neues im Internet vor allem in Prüfungs- und Zeugniszeiten wöchentlich aufrufen, um zu sehen, ob es Neuerungen gibt. Außerhalb dieser Zeiten genügt es, alle paar Wochen nachzusehen.


Nach Start des Downloads erhalten Sie das nebenstehende Fenster (s.l.). Sie können also gleich auch installieren lassen, oder nur den Download ausführen.

Anschließend startet der eigentliche Download (s.r.). Die Installationsdatei wird im Ordner ...winprosa\download\ abgelegt, im Dateinamen um die Datumsgruppe ergänzt.

Von dort aus wird das Update ggf. jetzt direkt ausgeführt oder kann später von Hand gestartet werden.



Bei jedem Update prüft die Update-Prozedur, ob winprosa im Netz auch von anderen PCs aktiviert ist und bricht dann ggf. ab. Andernfalls beendet die Prozedur winprosa am eigenen PC, benennt die zuvor aktuelle Programmdatei winprosa.exe durch Anfügen von deren Erstellungsdatum um und spielt dann erst die neue Programmversion ein. Somit bleiben die Vorgängerversionen erhalten, könnten also im Notfall von Hand wieder aktiviert werden.

Daher ist zum gelegentlichen Löschen alter Programmdateien, die beim Updaten automatisch erzeugt worden waren, ein Dienst in der Systemadministration auf der Registerkarte Diverse vorhanden. Hierbei handelt es sich um eine reine Festplattenspeicherbereinigung (grün markiert im 1. Bild in Abschnitt 5.3).


Beim Start des Updatevorgangs erscheinen der Reihe nach die üblichen Fenster (s.l.u.), nach Klick auf  Installieren  und  weiter  folgt das eigentliche Setup-Fenster (s.r.u.), in dem Sie lediglich auf  Setup starten  klicken dürfen, da ja beim Updaten die (alten) Verzeichnisse bereits festliegen und hier angezeigt werden.

Achtung: Wenn bei Netzwerkinstallation das Verwaltungsnetz beim Updateversuch deaktiviert/gestört ist, dann findet die Setup-Prozedur kein Programmverzeichnis, bringt eine Fehlermeldung und bietet dann die Standardvorgaben für eine Neuinstallation an. Wer hier nicht mitgelesen hat und den Setup-Vorgang trotzdem startet, kann anschließend seine Daten nicht mehr auffinden. Dann nützt auch eine Wiederholung des Updatevorgangs bei laufendem Netz nichts mehr; Details siehe 9. Mehrfachinstallation / Problembehandlung.

               



Im Setup-Fenster können Sie den Installationsvorgang verfolgen (s.r.). Am Ende des Installationsvorgangs können Sie das Installationsprotokoll aufrufen (s.l.u.).

Durch Klick ins Bild (s.r.) wird ein Beispielprotokoll eingeblendet.

Dem Installationsprotokoll entnehmen Sie in Block 1 den Aktualisierungsgrad des Updates, in Block 2 die Zielverzeichnisse und in Block 3 die Erstellung der Startmenüeinträge.



 

  5.2 Fortschreibung der Lizenzdaten


• Bevorstehender Lizenzablauf

winprosa-Lizenzen gelten immer für ein Kalenderjahr und laufen i.d.R. Mitte Februar des Folgejahres ab. Deshalb erhalten Sie immer ab Anfang Februar beim Programmstart den entsprechenden Hinweis (s.r.).

Daher erhalten Sie mit der Jahresrechnung Ende Januar auch neue Lizenzdaten. Diese Lizenzdaten stehen dann auch im Netz bereit zum automatischen Verarbeiten oder zum händischen Verwalten.

Im Regelfall klicken Sie einfach auf  Nein  (s.r.; grün gekennzeichnet) und schreiben die Lizenz anschließend baldmöglichst automatisch fort, wie im nächten Absatz beschrieben ist.

Wenn Sie zusätzlich unten den (im Bild blau gekennzeichneten) Haken setzen, dann gelangen Sie zu unserer Internetseite, um Ihre Lizenz händisch herunter zu laden. Das ist normalerweise aber unnötig.


Nur für Puristen:
Wenn Sie aber einen Wechsel des Stammdatenprogramms planen (z.B. von SVP-BW zu ASV-BW), verbunden mit einem Systemwechsel (z.B. vom Einzel-PC auf ein Serversystem) und dabei winprosa im alten System "auslaufen" lassen wollen, dann können Sie jetzt einen Vermerk initiieren (im Bild rot gekennzeichnet), damit winprosa auf dem alten System nur noch alte (lizenzierte) Jahrgänge bearbeiten darf, ohne neue Lizenzdaten anzufordern und ohne deshalb dauernd zu mahnen.
Z.B. anfangs 2020 sind das dann logischerweise nur Jahrgänge bis zum Abiturjahrgang 2019 und die ab 2020 müssen ggf. auf dem neuen System gepflegt werden.


• Automatische Lizenzdateneingabe

Zum Fortschreiben/Aktivieren Ihrer winprosa-Lizenz rufen Sie den Dienst Datei > Datenbank > Lizenzdaten oder auch Datei > Datenbank > Systemadministration | Schul- und Lizenzdaten auf.

Die Lizenzdaten können dort nicht klartextlich eingetippt werden, sondern müssen aus der verschlüsselten Datei xxx_wprliz.wpr (xxx ist die Kundennummer) eingelesen werden.

Am einfachsten geht das direkt übers Internet durch Klick auf
 Lizenzdatei von der winprosa-Website holen .

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der PC Verbindung zum Internet aufnehmen kann und dass ggf. die Proxy-Einstellungen in winprosa angepasst sind (Details siehe 5.3 Internetzugang).

Anhand der alten Lizenz erkennt der Lizenzserver von cmH die Zulässigkeit des Zugriffs auf die neue Lizenz. Daher muss bei Erstinstallation anders vorgegangen werden (s. 4.3 ... Ersterfassung der Lizenzdaten).


• Lizenzdaten-Eingabe mittels Datei xxx_wprliz.wpr
 
Wenn Sie am winprosa-PC keinen direkten Zugang zum Netz haben, dann können Sie anhand der zum Jahresbeginn per Email versendeten Jahresrechnung Ihre Lizenzdaten aktualisieren. Im Anhang der Email ist die Lizenzdatei xxx_wprliz.wpr zu finden. Diese verschlüsselte, also nicht lesbare Datei müssen Sie ins Arbeitsverzeichnis (z.B. ...winprosa\da­ten\arbeit oder ...wprdaten\arbeit) kopieren. Anschließend müssen Sie im Dienst Datei > Daten­bank > Lizenzdaten auf  Impor­tieren aus vorhandener Datei  klicken.

Das entspricht also dem Vorgehen bei der 4.3 ... Ersterfassung der Lizenzdaten. Anhand der alten Lizenz erkennt winprosa die Zulässigkeit der neuen Lizenz und aktiviert diese.



 

  5.3 Internetzugang

 

• Einstellungen für Updates vom Programm aus

Voraussetzung für Updates vom Programm aus und für die Online-Hilfen vom Programm aus ist, dass der winprosa-PC Zugang zum Internet hat, z.B. (sicherheitshalber) über die KISS-Anbindung. Da winprosa selbst keine Internetverbindung startet, muss diese bereits aktiv sein, oder aber über DSL und/oder einen Proxy erfolgen.

Normalerweise bleiben im Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration > Diverse alle Proxy-Einträge leer, wenn das Schulnetz den Internetanschluss allgemein zur Verfügung stellt. Andernfalls stellen Sie hier ggf. eine Proxy-Adresse ein (s.r. und s.u.).

Hier reagieren Windows 7 und Windows 10 offensichtlich unterschiedlich: steht das Internet bereits zur Verfügung, darf bei W7 links trotzem der Zugang nochmals aufgeführt sein, nicht aber bei W10, dort darf neben dem Eintrag  - kein Proxy -   v   auch kein Name samt Port eingetragen sein.

In der Auswahlbox bekannte PROXY-Daten einsetzen können Sie derzeit ggf. die KISS-Einstellungen wählen (s.o.) oder diejenigen für die Stadt Stuttgart oder für BelWue oder diejenigen, die in den Internet-Optionen eingetragen sind; andere Proxies müssen Sie links daneben von Hand einstellen.

Für BelWue haben wir den uns bekannten Proxy samt Port vorgesehen, aber anscheinend klappt der Zugang über BelWue mittlerweile auch ohne Proxy und Port; die Einträge können also ggf. auch wegbleiben.

Ist Ihr Internetzugang zu langsam, können sie den Time-out-Counter hochsetzen.

Die im Bild grün markierten Dienste dienen lediglich der gelegentlichen Festplattenbereinigung.


Mittels Knopf  Testen  bei UPDATE-Prüfung (s.r.o.) können Sie die Verbindungsaufnahme überprüfen. U.U. müssen Sie den Test mehrmals wiederholen, falls die Internetverbindung zu langsam aufgebaut wird (s.l.). Stellen Sie ggf. den Time-Out-Counter hoch. Klappt die Verbindung, erhalten Sie die rechtsstehende Meldung.


 

• Einstellungen für Lizenzdatenerfassung übers Internet

Bekanntlich müssen Sie die jährlichen Lizenzdaten direkt vom Programm aus aktivieren. Bei Direkten Zugriff auf Lizenzdatenserver verwenden (s.r.o.) können Sie mittels Knopf  Testen  die Verbindungsaufnahme überprüfen. Im Erfolgsfall erhalten Sie eine entsprechende Meldung (s.l.).

Bei jedem Aufruf des Dienstes Datei > Neues im Internet wird auch der Zugang zum Lizenzdatenserver ebenfalls getestet. Ist alles in Ordnung, verschwindet das entsprechende Fenster (s.l.o.) sofort wieder und es erscheint wie gewohnt das Fenster Neues im Internet.

Leider braucht der Verbindungstest etwas Zeit (vor allem bei langamen Netzen), bis ggf. erkannt wird, dass ein Verbindungsaufbau gar nicht möglich ist. Sind Sie mit einem langsamen Netz "gesegnet", können Sie daher den Test dauerhaft deaktivieren (s.u. 2. Bild und s.g.o.). Dann wird der Aufruf Neues im Internet nicht mehr gebremst, aber Sie müssen zukünftig die Lizenzdaten so eingeben, wie in 4.3 ... Ersterfassung der Lizenzdaten beschrieben ist.

Wenn die Verbindung zickt, erhalten Sie ausführliche Meldungen (s.u.).

       

• Tipps gegen Störungen

Wenn sich winprosa trotz bestehender Internet-Verbindung nicht mit der cmH-Homepage oder dem Lizenzdaten-Server verbinden kann, können folgende Tipps helfen:

  • Stellen Sie in winprosa im Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Diverse die TimeOut-Konstante auf einen höheren Wert.
  • Passen Sie im gleichen Dienst die Proxy-Einstellungen entsprechend an. Dort müssen Sie u.U. einige Eintragungen vornehmen. Diese können sie den Browser-Einstellungen Ihres PCs entnehmen (dabei hilft Ihnen ggf. der Schulinformatiker):
    Firefox:    Extras > Einstellungen | Erweitert | Netzwerk | Verbindung | Einstellungen;
    Internet-Explorer:    Extras > Inter­net­optionen | Verbindungen | LAN-Ein­stel­lungen.
  • Stellen Sie in Windows in den Internetoptionen für den PC das Verschlüsselungsprotokoll TLS ein (s.r.). Rufen Sie die Internetoptionen dazu entweder über den Dienst Systemsteuerung > Internetoptionen | Erweitert oder im Internetexplorer über den Dienst Extras > Internetoptionen | Erweitert auf. Das TLS-Protokoll finden Sie jeweils am Ender der langen Liste.

 

  5.4 Programmlaufzeit und Lizenzlaufzeit

Beim Programmstart wird kurz das Startfenster eingeblendet. Dessen erweiterte Version ist über Hilfe > über... aufrufbar (s.r.).

In der Titelzeile des Fensters ist die installierte Programmversion ablesbar, im Listenbereich sind Arbeitsverzeichnis, Datenbank und Datenbanktyp aufgelistet.

Darunter sind Lizenzablaufdatum und Programmverfallsdatum aufgelistet, gefolgt vom Datum der wprtools.dll. Darunter ist der aktuelle Benutzer (samt Rechten) und seinem Passwort-Gültigkeitsdatum aufgeführt.

Im Bsp. fällt auf, dass das Programm vom 12.09.2019 stammt, die Lizenz noch rund neun Monate gilt, das Programm aber nur noch gut 14 Tage lang benutzbar ist. Letzteres bedeutet, dass demnächst eine neue Programmversion mit verlängerter Laufzeit installiert werden muss.

Das liegt daran, dass jede Programmversion ein (von der Lizenzierung unabhängiges) Verfallsdatum hat. Nur so ist zu gewährleisten, dass die Anwender immer mit gültigen Versionen arbeiten. Dies ist notwendig, da winprosa die NGVO/AGVO komplett umsetzt, wozu amtliche Auslegungen und Präzisierungen laufend in die Programmkodierung einfließen und zeitnah beim Anwender ankommen müssen.


 

  5.5 Kundendatenbank / Mitarbeiterdaten

Fa. cmH versendet Jahresrechnungen (samt Lizenzdaten) und Rundschreiben grundsätzlich nur via Email an die Kissadressen der Schulen.

Da derartige Mitteilungen immer zeitnah abgearbeitet werden müssen, kann jede Schule bis zu fünf Mitarbeiter benennen, an welche die Rundschreiben ebenfalls gesendet werden sollen (der erste erhält wegen der Lizenzdaten auch die Jahresrechnung). Das entlastet die Sekretariate.

Dabei verwaltet Fa. cmH nicht, wenn es an den Schulen Mitarbeiterwechsel gibt. Die Schulen müssen diese Daten selbst aktualisieren. Nur so registrierte Mitarbeiter können die ServiceLine in Anspruch nehmen.

Das erledigen Sie direkt aus winprosa heraus im Dienst Datei > Kundenserver (s.u.).


Nach dem Aufbau der Verbindung ins Netz (s.l.) wird die Karteikarte Zuständigkeiten (s.r.) aufgeblendet; dort können Sie selbst bis zu fünf Mitarbeiter eintragen/ändern. Diese erhalten dann ggf. auch alle Rundschreiben.
Fa. cmH pflegt diese Eintragungen nicht.

Auf der Karteikarte Allgemeine Schuldaten (s.l.) müssen Sie die Schul-Kontaktdaten eingeben/ändern (grün umrahmt), die Schuldaten können Sie nur (fern-)schriftlich ändern lassen (rot umrahmt).

Die Karteikarte Rechnungsanschrift (s.r.) wird nur von Fa. cmH gepflegt.


 

  5.6 ServiceLine-Paket

Wenn Sie Hilfe von der ServiceLine benötigen, schicken Sie uns am Besten eine Email. Diesen Vorgang haben wir automatisiert. Bei komplizierteren Fragestellungen fordern wir u.U. ihren Datenbestand in Form einer Datensicherung (= Archiv) an. Auch das können Sie automatisiert erledigen.

Sie finden den Dienst unter Hilfe > ServiceLine und unter Datei > Datensicherung | ServiceLine (s.l.u.). Das zugehörige Fenster ist nebenstehend abgebildet (s.r.).



Hier können Sie uns Problemstellungen/Fehlermeldungen in standardisierter Form mit/ohne zugehörigen Daten direkt per EMail senden oder auch für den späteren Versand "konfektionieren". Im Fenster wird eine Anleitung aufgelistet, anhand derer Sie das Paket "schnüren" können.

Im blau umrahmten Bereich wählen Sie, ob mit/ohne Archiv (= Datensicherung) und ggf. mit welchem Archiv (= Generation) die EMail ergänzt werden soll. Dort geben Sie uns zwingend eine Problembeschreibung ein und legen den Sofortversand/späteren Versand fest. Das Paket wird später erst nach Klick auf  Paket erstellen (und senden)  fertig gestellt.

Erst wenn Sie mit Archiv ausgewählt haben, werden die weiteren rot umrahmten Felder eingeblendet. Links sehen Sie dann, welche Datensicherungen gerade ausgewählt sind und können dort deren Ordner/Verzeichnis zur Kontrolle öffnen. In der Mitte geben sie das Benutzerkürzel des winprosa-Administrators ein (im Bsp. mk). Darunter sehen Sie im grauen Feld zur Kontrolle den gerade angemeldeten Benutzer (im Bsp. ti).

Den winprosa-Administrator brauchen wir, weil mit dessen Passwort später von uns der mitgelieferte Datenbestand geöffnet werden kann. Dessen Passwort wird daher ggf. während des Erstellens des Pakets abgefragt.

I.d.R. sind Sie selbst der winprosa-Administrator, denn sonst müssten Sie vor Erstellen des Pakets den an den PC rufen, damit er sein Passwort eingeben kann.

Geben Sie in der Mitte den EMail-Betreff, Ihre EMail-Adr. (Absender) und Ihre Telefonnummer (gern die private) an.

Der Dienst verschlüsselt Ihre Daten vor Versand. Das Anhängen von Daten ist natürlich nur sinnvoll, wenn Sie den "problematischen" Datenbestand noch sichern konnten. Dann können Sie diese Archivgeneration auswählen, mit einem beschreibenden Kommentar versehen und damit das "Paket schnüren", wozu Ihr Passwort abgefragt wird.

Das fertige Paket (z.B. 987_wprserviceline.20171210.213017.zip) wird bei Ihren Sicherungen abgelegt ( z.B. in P:\cmh\winprosa\daten\sicherungen\) und wird von dort entweder sofort versendet oder muss von Ihnen als Anhang an eine E-Mail versendet werden (s.r.).

Neben der eben beschriebenen zip-Datei werden noch zwei temporäre Dateien erzeugt, 987_wprserviceline.txt und die zugehörige 987_wprserviceline.rtf; die sind aber auch ins Zip eingebunden. Gut ist dann, wenn die Dateiendungen/Dateisuffixe immer "freigeschaltet" sind. Details hierzu siehe Kasten am Ende von 1.2 Installationsmedien.

Inhalt




 

6. Datensicherung / Archivierung

Thema überspringen 6.1 Übersicht / Automatische Datensicherungen  6.2 Sicherung der Daten von Hand 
6.3 Zurückholen einer Datensicherung 6.4 Archivierung der Zeugnisse

In diesem Abschnitt werden Sichern und Zurückholen beschrieben (s.u.). ServiceLine wird in 5.6 ServiceLine-Paket beschrieben und Serverumzug in 8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server.

 

  6.1 Übersicht / Automatische Datensicherungen

Aufgaben rund um Datensicherungen werden im Dienst Datei > Datensicherung erledigt (s.r.). Dort können Sie händische Datensicherungen starten, Datensicherungen zurückholen, Datensicherungen für die ServiceLine bereitstellen und den Umzug von winprosa auf einen neuen Server automatisieren.

Ferner stellen Sie dort Details zur automatischen Datensicherung ein.


Datensicherungen erfolgen durch winprosa immer in das bei der Installation angelegte interne Sicherungsverzeichnis. Bei einem Festplattencrash sind diese Sicherungen ggf. verloren; Festplatten halten nur bis zu fünf Jahre lang durch. Daher ist eine Sicherung der von winprosa erstellten Datensichungen auf ein externes Speichermedium zwingend erforderlich. Die Details hängen von der Art der Installation ab. Auf Einzel-PCs sind USB-Sticks eine gute Wahl. In Verwaltungsnetzen sind eher kommerzielle Verfahren angesagt. RAID reicht nicht! Ein Sicherungslaufwerk muss räumlich getrennt vom Server eingesetzt werden. Da Sie im Ernstfall nicht auf den IT-Dienstleister warten wollen, empfiehlt sich auch im Verwaltungsnetz eine zusätzliche Sicherung auf Stick.

Kurzfristige Datensicherungen ersetzen nicht die langfristige Archivierung! Datensicherungen werden nur in Notfällen gebraucht oder beim Umzug auf ein neues System. Beides geht nicht mit monatealten Daten!
Archivdaten dienen zur nachträglichen Schülerbeauskunftung. Details zur Archivierung siehe 6.4 Archivierung der Zeugnisse.

Unten im Fenster stellen Sie Timing und Anzahl der Datensicherungen ein (z.B. Sicherungen für die letzen 20 Tage).

Haben Sie hier 10 Tage eingestellt und z.B. im Januar an 3 Tagen und im Februar an 7 Tagen Sicherungen erstellt und rufen nun (von Hand oder per Automatik) im März die erste Sicherung des 11. Tages auf, so werden alle Sicherungen des ältesten Tages gelöscht.

• Datensicherungen "von Hand"

Die starten Sie über das Menü Datei > Datensicherung. Gesichert wird immer in das während der Installation angelegte Sicherungs-Verzeichnis z.B. winprosa\daten\sicherungen\ oder wprdaten\sicherungen\. Die Sicherungsdateien haben Namen wie z.B.  pdv20171210-003.zip,  adv20171210-003.zip  und  klv20171210-003.zip.  D.h., die Daten werden im Dateiformat "zip" komprimiert und die Dateinamen beinhalten das Erstellungsdatum und eine laufende (Tages-)Nummer.

Zusätzlich werden datumsfreie Versionen  pdvxxxxxxxx-xxx.zip,  advxxxxxxxx-xxx.zip  und  klvxxxxxxxx-xxx.zip  erzeugt (falls Sie die Option gewählt hatten). In diesen Dateien sind dann immer die momentan aktuellsten Sicherungen gespeichert. Die datumsfreien Dateinamen ermöglichen Ihnen die leichte Auswahl der z.B. auf USB-Sticks zu kopierenden Sicherungen per selbst erstelltem Skript- oder Batch-Job.

• Kopieren der Datensicherungen mittels Batch-Job

Wenn Sie (oder ggf. der Schulinformatiker) eine Textdatei z.B. namens  wprsicherung.bat  mit einem schlichten Texteditor (z.B. Notepad) erstellen, in der in drei Zeilen nur folgender Text steht:
copy c:\cmh\winprosa\daten\sicherungen\pdvxxxxxxxx-xxx.zip g:
copy c:\cmh\winprosa\daten\sicherungen\advxxxxxxxx-xxx.zip g:
copy c:\cmh\winprosa\daten\sicherungen\klvxxxxxxxx-xxx.zip g:
und diese Datei auf dem Desktop ablegen, dann werden bei jedem Doppelklick auf diesen Batch-Job die Dateien  pdvxxxxxxxx-xxx.zip, advxxxxxxxx-xxx.zip  und  klvxxxxxxxx-xxx.zip  aus dem winprosa-Sicherungs-Verzeichnis im Laufwerk C: in die oberste Ebene des Laufwerks g: kopiert. Wenn Sie dann dafür sorgen, dass g: der USB-Stick ist (Schulinformatiker!), können Sie täglich mit einem Klick eine (ortsfremde) Sicherung der winprosa-Daten erzeugen.

• Automatische Datensicherungen

Wir empfehlen dringend, die automatische Datensicherungen zu aktivieren. Diese werden dann immer beim Programmstart erstellt (siehe Abschnitt 4.1 Vorüberlegungen / Datenschutz und Datensicherheit ff). Aufbau und Namen entsprechen den von Hand ausgelösten Datensicherungen. Führen Sie nämlich umfangreiche/komplizierte Arbeiten in winprosa durch und machen dabei einen Fehler, können Sie jederzeit abbrechen, die jüngste Sicherung zurückholen und den Vorgang wiederholen. Wenn Sie nach erfolgten Arbeiten eine Datensicherung von Hand vergessen, macht das (fast) nichts aus, denn beim nächsten Programmstart wird diese Sicherung ggf. automatisch nachgeholt.

Verlassen Sie sich nur auf die ggf. vom IT-Dienstleister eingerichteten täglichen Datensicherungen und machen einen o.g. Fehler, dauert es für die tägliche Arbeit viel zu lange, bis der Dienstleister die Daten refresht.


 

  6.2 Sicherung der Daten von Hand

Beim Aufruf des Sicherungsdienstes ist immer die Registerkarte Sichern aktiv. Die Sicherung erfolgt immer in den voreingestellten Ordner, i.a. \winprosa\daten\sicherungen. Erzeugt werden die drei Archive adv... für die Datenbank, pdv... u.a. für Tabellen und Formulare und klv.... für Klausurenplanungdateien.

In der Mitte müssen Sie einen erklärenden Kommentar eingeben, der die aktuellen Sicherungsarchive eindeutig kennzeichnet (praktisch für die schnelle Identifikation beim eventuellen Suchen einer Sicherung).

Automatisch erstellte Sicherungen erhalten einen Standardkommentar.



 

  6.3 Zurückholen einer Datensicherung

Datensicherungen werden im Regelfall aus dem internen Sicherungsverzeichnis von winprosa zurückgeholt. Wollen Sie Datensicherungen z.B. von einem Stick (oder einer alten winprosa-Installation) zurückholen, können Sie über den Knopf  DASI Quellverzeichnis  das entsprechende (auch externe) Verzeichnis auswählen (s.l.u.; grün markiert).

Falls ein Datenbestand so beschädigt sein sollte, dass winprosa damit nicht mehr startet, unterbinden Sie beim Programmstart im Anmeldedialog das Laden der Daten, indem Sie im Anmeldefenster (s.r.) den Haken bei der Option Jahrgang bereitstellen entfernen, laden dann einen anderen Jahrgang und holen anschließend im Sicherungsdialog eine Sicherung zurück. Ist der Datenbestand so beschädigt, dass Sie auch keinen anderen Jahrgang laden können, benötigen Sie die Hilfe der ServiceLine zum Zurückholen einer Datensicherung.

Wenn Sie vermuten, Startprobleme durch verkorkste Fenstereinstellungen zu haben, können Sie starten, nachdem Sie die Option anhaken ohne die letzten Fenstereinstellungen laden.

Wenn Sie eine Sicherung einspielen wollen, kann es sinnvoll sein, zuvor die automatische Sicherung beim Start zu unterbinden. Dies kann nötig sein, wenn Sie eine Datensicherung vom Stick in das interne Sicherungsverzeichnis von winprosa übertragen haben und verhindern wollen, dass diese beim Start überschrieben wird.

Auf der Registerkarte Zurückholen wählen Sie rechts oben die Archivart ADV *), PDV, oder KLV (s.l., rot markiert). Links daneben wird die jüngste vorgefundene Sicherungsgeneration samt Inhalt angezeigt (blau markiert).

Nach jeweiligem Klick auf  Start Zurückholen  werden die ausgewählten Daten eingelesen und überschreiben den jeweiligen aktuellen Stand! Sie müssen also bis zu dreimal "zurückholen!

*) ADV-Archive gibt es nur bei Datenanbindung an "alte" Partnerprogramme.

Während beim Zurückholen von ADV...-, PDV...- und KLV-Archiven alle Daten zurückgeholt werden und deshalb keine Detailauswahlmöglichkeit besteht, können Sie bei den anderen Auswahlpunkten (s.r.; rot markiert) durchaus gezielt einzelne Dateien herausgreifen.


Es kann aber manchmal sinnvoll sein, auf eine bestimmte ältere Sicherungsgeneration zurück zu greifen. Klicken Sie dann auf  Archivgeneration auswählen  (s.o.; blau markiert); im neuen Fenster Archivauswahl können Sie durch die Generationen blättern und eine auswählen (s.r.; rot markiert).


Meldung vor Start des Zurückholens:


Die Zurückhol-Aktion ist beendet, wenn die folgende Meldung erscheint:
Anschließend können weitere Datenarten aus der aktuellen Sicherung zurück geholt werden.


Nach der gesamten Rückhol-Aktion muss winprosa neu gestartet werden:



 

  6.4 Archivierung der Zeugnisse

• PDF-Archivierung

Das Zurückholen von Datensicherungen ist immer nur für kurzfristig auftauchende Probleme oder den Umzug auf einen neuen PC gedacht; monatealte Datensicherungen führen zu schweren Fehlern wie z.B. jüngste Daten werden gelöscht/überschrieben, die Lizenzdaten passen nicht mehr, Codeprobleme treten auf, die NGVO passt nicht mehr, usw.. Vor allem aber lösen Datensicherungen, die man zurückholen kann, nicht das Problem, wie nach z.B. zwanzig Jahren für ein Abiturzeugnis von 2004 eine Neuausfertigung/Zweitschrift erstellt werden soll, wenn dann wahrscheinlich kein passendes Windows mehr vorhanden ist, mit dem ein zwanzig Jahre altes winprosa zum Leben erweckt werden kann.

Probleme gibt es auch für diejenigen Schüler, welche die Schule in der NGO vor Erreichen der allgemeinen Hochschulreife verlassen ("NGO-Abbrecher"), wenn diese später Zweitschriften ihrer Halbjahreszeugnisse benötigen oder ein Fachhochschulzeugnis beantragen wollen.

An den Schulen war es bekanntlich lange üblich, nach dem Druck der Halbjahreszeugnisse Klassenzeugnislisten für die Klassenstufen 5 bis 11 zu erstellen, die dann im Schularchiv gelagert werden und ggf. als Vorlage für den Ersatz verlorengegangener Originale dienen können usw. . Für die Abiturienten dienen die Schülerzeugnisblätter dem gleichen Zweck. Nur stehen auf den Schülerzeugnisblättern keine Halbjahreszeugnisbemerkungen und Arbeitsgemeinschaften mehr. Somit lassen sich Halbjahreszeugnisse der NGO nicht vollständig rekonstruieren. Dies wird für Schüler mit bestandenem Abitur kein ersthaftes Problem darstellen, denn diese werden später nur noch das Abiturzeugnis benötigen. Aber für die zuvor genannten "Abbrecher" gibt es in der Regel gar keine Schülerzeugnisblätter. Hier klafft also eine echte Lücke.


Benötigt würden also Klassenzeugnislisten für die Kursstufe, und das wegen eines sehr kleinen Kreises von Schülern. Aber das "Kleingedruckte" der Zeugnisformulare wird so üblicherweise auch nicht archiviert (Sie können ja zum Spass rekonstruieren, welche Fußnoten auf Abiturzeugnissen von z.B. 1989 ausgedruckt werden mussten!).

Daher schlagen wir einen anderen Weg vor, der die modernen EDV-Möglichkeiten berücksichtigt und für alle gymnasialen Zeugnisarten von Kl. 5 bis 13 anwendbar ist. Dabei setzen wir auf das plattformübergreifende PDF-Datenformat und auf moderne Drucktechnik.

Es muss aber deutlich gesagt werden, dass dieser Weg vom Anwender beschritten werden muss und mit winprosa im engeren Sinn nichts mehr zu tun hat!

PDF-Dokumente erzeugen Sie über einen PDF-"Drucker"-Treiber, der die Druckdaten in eine Datei im PDF-Format umlenkt, anstatt diese zum Drucker zu senden (Format PDF/A !!). Erst, wenn ein PDF-Druckertreiber installiert ist, können Sie diesen "Drucker" von winprosa (und anderen Anwendungen aus) aufrufen.

Warum PDF/A: Wir verwenden derzeit die drei Standardschriftarten Arial, Arial Narrow und Courier New, die teils nur mit MS Word mitinstalliert werden. Solange diese Schriftarten auf einem PC installiert sind, kann man dort auch in ferner Zukunft mit einem PDF-Reader Zeugnisarchive darstellen (wobei wir voraussetzen, dass es in den nächsten Dekaden immer PDF-Reader für aktuelle PCs geben wird). Was aber, wenn in zukünftigen Systemen andere Standardschriftarten installiert sind. Dann werden die üblichen PDF-Dokumente nicht mehr korrekt dargestellt, falls die Zeichensätze als externe Referenzen behandelt worden waren (Regelfall!). Abhilfe schafft das spezielle Archiv-Format PDF/A, bei dem alle Referenzen intern gespeichert werden, also Zeichensätze komplett im Dokument eingebettet sind (wodurch der Speicherbedarf etwas ansteigt).

Sie wählen in winprosa den PDF-Drucker(-Treiber) aus und erzeugen hochaufgelöste elektronische Zeugniskopien mit allen Details der Formulare. Im Gegensatz zum Papierdruck werden Sie dabei nach dem Dateinamen und dem Speicherort gefragt.

Bei 80 Schülern ergeben die PDF-Daten über die vier Halbjahre insges. nur ca. 3 MByte für alle NGO-Zeugnisse incl. Abi. PDF-Daten können Sie z.B. mit dem praktisch überall vorhandenen Adobe-Acrobat-Reader jederzeit lesen und ausdrucken (aber nicht erzeugen; dafür benötigen Sie das kostenpflichtige Adobe-Vollprodukt oder eben einen Freeware/Shareware-Ersatz).

Doch wo sollen die vielen über die Jahre erstellten PDF-Dateien abgelegt werden? In Datenpfad von winprosa ist ein Unterordner Archiv vorbereitet, der als Unterordner Jahrgangsordner bietet (siehe 2.4 Ordnerstruktur). Dort könnten Sie die PDFs unterbringen, getreu dem Motto, wenn der Nachfolger vom Nachfolger des Oberstufenorganisierers nach einem Zeugnis von "annodunzemal" gefragt wird, fängt er vermutlich im Datenpfad von winprosa an zu suchen.

Aber Achtung: winprosa stellt das Archiv lediglich zur Verfügung; gefüllt und gesichert werden muss es vom Anwender!

• Papier-Archivierung

Falls Sie befürchten, dass irgendwann in ferner Zukunft diese PDF-Dokumente elektronisch doch nicht mehr interpretiert werden können, drucken Sie die Zeugnisse zur zusätzlichen Dokumentation mit einem duplexfähigen Drucker mit Sparmodus zweiseitig auf normales Papier, also vorne und hinten je vier (verkleinerte) A4-Halbjahreszeugnisse oder zwei (verkleinerte) zweiseitige Abiturzeugnisse. Für einen Abiturjahrgang mit 80 Schülern werden so nur 60 A4-Blätter für alle NGO-Zeugnisse in lesbarer Qualität benötigt.

Der eigentliche Druck ist in nebenstehendem Bild zu erkennen:

Beim Druckaufruf der Zeugnisse muss festgelegt werden, ob Original, Abschrift oder Ersatzschrift gewünscht werden (Standard ist Original). Sie können für den aktuellen Jahrgang also jederzeit Abschriften, bzw. Ersatzfertigungen ausdrucken und archivieren.

• Fachhochschulreife-Zeugnis

Bei geeigneten NGO-Abbrechern ist es empfehlenswert, die Fachhochschulreife-Bescheinigung und das zugehörige Zeugnis auf Verdacht zu erstellen und die Word-Dokumente zusammen mit den PDFs zu archivieren. Bei Bedarf kann das aktuelle Datum eingefügt werden und das Formular dann gedruckt werden.


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7. Externe Programmversionen von winprosa

Thema überspringen 7.1 Schülerversion  7.2 Externe Kurswahlerfassung  7.3 Abiturpaket

 

  7.1 Schülerversion

Für die Schüler ist es wünschenswert, zu Hause in Ruhe privat Kurswahlen unter Kontrolle von winprosa durchspielen zu können. Hierfür ist die Schülerversion des Programms vorgesehen, die vom Hauptprogramm aus im Dienst Datei > Schnittstellen u. Freigaben | KWL-Freigaben und -Importe | Freigaben und Exporte erzeugbar ist (s.r.).

Die ursprünglich von der cmH-Website herunterladbare Version wird nicht mehr angeboten; in ihr fehlte zwangsläufig der schulspezifische Fachkanon. Die aus winprosa heraus erzeugte Version ist komplett.

Mit der Schülerversion können die Schüler auch leicht zu Hause ihre eigene Leistungskontrolle durchführen und Modellrechnungen für ihre mündliche Prüfung durchführen..


 

  7.2 Externe Kurswahlerfassung

Darüber hinaus ist hier auch das Programmpaket für die externe Kurswahlerfassung erzeugbar (s.r.).

Wird dieses Programmpaket im Schülernetz der Schule installiert, dann können die Schüler z.B. im Informatikraum (klassenweise) gleichzeitig ihre Kurswahlen samt AG-Wünschen eingeben. Ferner können die Schüler ihre Präsentationsprüfungs-Themen hier erfassen und ihre Modellrechnungen zum mündlichen Abitur durchführen.

 

  7.3 Abiturpaket

Ferner können Sie im Dienst Datei > Schnittstellen u. Freigaben | KWL-Freigaben und -Importe | Freigaben und Exporte ein Programmpaket zur Weitergabe an den Abiturvorsitzenden erzeugen (s.l.), in dem die Leistungsdaten aller Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs enthalten sind. Damit können mögliche Gefährdungen aufgrund von Prüfungsergebnissen durchgespielt werden.



Eine umfassende Übersicht der externen Programme ("Programmpakete") ist in Schnittstellen & Freigaben angegeben.


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8. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC

Thema überspringen 8.1 Übertragung auf neuen PC im Verwaltungsnetz  8.2 Übertragung auf neuen PC außerhalb des Verw.netzes
8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server

Festplatten haben eine Lebenserwartung von bis zu fünf Jahren; spätestens nach dieser Zeit sind auch die PCs altersschwach. Also wird man winprosa alle drei bis fünf Jahre auf neue PCs umziehen müssen. Das gleiche gilt insbesondere für Verwaltungs-Server.

Daher wird in den folgenden Abschnitten beschrieben, wie man winprosa innerhalb und außerhalb des Verwaltungsnetzes auf neue PCs übertragen kann und wie man Serverwechsel organisiert.


 

  8.1 Übertragung von winprosa auf einen neuen PC im Verwaltungsnetz

Wird im Verwaltungsnetz ein weiterer PC eingerichtet, auf dem auch winprosa laufen soll, muss auf dem neuen PC lediglich das (ferne) Netzlaufwerk/Netzwerkverzeichnis, in dem winprosa residiert, mit dem (lokalen) Laufwerksbuchstaben verbunden werden (z.B. P:), wie im Abschnitt 3. Installation im Netz beschrieben ist.

Dabei muss der gleiche Laufwerksbuchstabe verwendet werden, wie an den bereits vorhandenen winprosa-Clients.

Dann muss vom neuen PC aus auf dem nun verbundenen Laufwerk (z.B. P:) lediglich die Datei P:\...\winprosa\setup\csetup.exe gestartet werden. Danach steht winprosa auf dem neuen PC über das persönliche Startmenü Start > Alle Programme / Alle Apps > CMH > winprosa des angemeldeten Users zur Verfügung.

Wenn eine Datenbankanbindung an ein Stammdaten-Partnerprogramm besteht, wird die über den Server abgewickelt, ist also auch auf dem neuen Client wirksam.


 

  8.2 Übertragung von winprosa auf einen neuen PC außerhalb des Verwaltungsnetzes

Bekanntlich gibt es von winprosa mehrere Versionen:

  • Die Vollversion, die bei Ihnen im Schulnetz installiert ist und
  • Sonderversionen, die Sie im Dienst Datei > Schnittstellen u. Freigaben erzeugen können.
    Das sind Schülerversion, externe Kurswahlerfassung und Abiturpaket, sowie externe Notenerfassung;
    siehe auch externe Programmversionen

Lizenzrechtlich dürfen Sie winprosa auf beliebig vielen PCs innerhalb des Wirkungsbereichs Ihrer Schule installieren. Das gilt also auch für den heimischen, dienstlich genutzten PC oder ein zusätzliches Verwaltungsnotebook, das Sie zu Testzwecken einsetzen wollen oder mit Echtdaten in den Notenkonvent mitnehmen wollen.

Selbsverständlich müssen Sie das LDSG und die DSGVO befolgen.

Wenn eine Datenbankanbindung an ein Stammdaten-Partnerprogramm besteht, wird die über den Server abgewickelt, ist also außerhalb des Netzwerks nicht verfügbar. winprosa läuft dann trotzdem auf dem externen PC, nur die Stammdatenaktualisierung ist dann nicht möglich.

Es ist klar, dass winprosa auf unvernetzten PCs nicht synchron läuft. D.h., Daten-Änderungen in winprosa auf einem PC müssen von Hand via winprosa-Datensicherungsdateien auf die anderen übertragen werden. Das setzt große Disziplin voraus, sonst werden gültige Daten durch ältere überschrieben.

Wenn Sie winprosa auf einen neuen PC übertragen wollen, ist dies im Prinzip durch exaktes Übertragen der Original-Verzeichnisstruktur möglich, wobei auch im Startmenü die Programmgruppe CMH (und ggf. die Programmuntergruppe winprosa) "mitzunehmen" ist. Dieses Vorgehen ist für Laien nicht empfehlenswert. Ist zudem der Zielrechner möglicherweise ein Notebook (z.B. um winprosa zur Zeugniskonferenz mit­nehmen zu können), wird selten die gleiche Verzeichnisstruktur sinnvoll sein, insbesondere, wenn winprosa ursprünglich im Verwaltungs­netz installiert ist.

Auf einfachste Weise übertragen Sie winprosa auf den neuen PC, indem Sie dort eine Neuinstallation des Programms (Vollversion als Demoversion) vornehmen und anschließend eine aktuelle Datensicherung einspielen:

  • Besorgen Sie sich aus dem Download-Verzeichnis des aktuellen winprosa die neueste Datei setup-p[xxxx].exe und installieren Sie damit ein neues winprosa am neuen PC von einer beliebigen Stelle aus, wie im Abschnitt 2. Installation auf einem Einzel-PC beschrieben ist (xxxx ist das Download-Datum der Datei).
  • Starten Sie anschließend winprosa und folgen Sie den Anweisungen von Abschnitt 4.3 Vorarbeiten und Systemadministration.
  • Sie brauchen keine Lizenzdaten und keinen Verschlüsselungscode einzugeben (arbeiten also zunächst mit der Demoversion), müssen aber zwei (z.B. die beiden im Originalsystem eingesetzten) Programmadministratoren definieren; merken Sie sich dabei deren Initial-Passwort. Bestätigen Sie dabei alle Datenbankmeldungen positiv und beenden Sie ggf. winprosa oder melden sich gleich als der (ggf. neue Interims-)Administrator mit dem Initial-Passwort an.
  • Starten Sie ggf. winprosa erneut und melden sich als der (ggf. neue Interims-)Administrator mit dem Initial-Passwort an. Sie werden aufgefordert, sich ein neues Passwort zu geben.
  • Rufen Sie als nächstes den Dienst Datei > Datensicherung | Zurückholen auf und verfahren, wie in 6.3 Zurückholen einer Datensicherung beschrieben ist. Holen Sie so der Reihe nach PDV..., KLV... und ggf. ADV... zurück.
  • Nach Klick auf  Schließen  wird winprosa automatisch beendet. Nach Neustart können sich nur die Benutzer anmelden, die im Schulnetz offiziellen Zugang zu winprosa haben; die Interimsadministratoren sind ggf. gelöscht.

Wenn Sie unseren Tipps im Abschnitt 6.4 Archvierung der Zeugnisse gefolgt sind, dann haben Sie regelmäßig Archivdateien der von Ihnen ausgestellten Zeugnisse erstellt. Denken Sie daran, dass diese Archivdateien von der winprosa-eignen Datensicherung nicht gesichert werden. Sie müssen also derartige Archive ggf. selbstständig von Hand kopieren. Das ist insbesondere wichtig, wenn Sie den alten PC, von dem Sie winprosa übertragen haben, hinterher aus dem Verkehr ziehen wollen. Genauso muss der Ordner Archiv_bis2009 ggf. von Hand kopiert werden.


 

  8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server

• Automatischer Umzug

Dieser Programmdienst ist noch nicht freigegeben.

In Zukunft bietet winprosa im Dienst Datei > Datensicherung | Serverumzug Hilfestellung für den Umzug auf einen neuen Server an (s.r.). Der Umzug geschieht von einem Client aus (als Zwischenstation), der zum alten und zum neuen Server Verbindung hat.

Dieser Dienst ermöglicht den vollautomatischen Umzug auf einen neuen Server. Nach erfogreichem Umzug müssen Sie die Winprosa-Verzeichnisse auf dem alten Server löschen/schreddern.


• Händischer Umzug

Der folgende Text beschreibt die Umzugsproblematik und das Umzugsprinzip für händischen Umzug.

In der Regel wird ein neuer Server als Ersatz für den alten aufgestellt, u.U. mit gleichzeitiger Erweiterung des Verwaltungssnetzes. Dabei werden Servername und Serververzeichnisse (Ordner) oft mit neuen Namen versehen, vor allem dann, wenn neuer und alter Server bis zum Abschluss der Datenübertragung parallel betrieben werden sollen.

Daher kommt meist eine identische Kopie der alten Verzeichnisstruktur auf den neuen Server nicht in Frage. Sie müssen vielmehr eine aktuelle Datensicherung erstellen, winprosa von einem Client aus auf dem neuen Server erstinstallieren (im Demo-Modus) und dann vom Client aus dort diese Datensicherung einlesen. Das beendet den Demo-Modus, weil die aktuellen Lizenzdaten dabei automatisch mitkommen.

Bei der Wahl des Installations-Clients ist zu beachten, dass dort im persönlichen Startmenü der Programmordner CMH\winprosa erstellt/aktualisiert wird. Wenn dieser Client bereits ein winprosa-PC war, werden dadurch die alten Programmaufrufe überschrieben, mit der Konsequenz, dass an diesem Client nur das neue winprosa aufgerufen werden kann, während an allen anderen Clients noch das alte winprosa aufgerufen wird.

Details siehe auch 3. Installation im Netz und 8.2 Übertragung von winprosa auf einen neuen PC außerhalb des Verwaltungsnetzes.

Installieren Sie also winprosa von diesem Client aus so auf dem neuen Server, wie im vorigen Abschnitt 8.2 für einen gewöhnlichen PC beschrieben ist. Verwenden Sie als Ziellaufwerk ein verbundenes Laufwerk (z.B. Q:; der Laufwerksbuchstabe Q: muss auch auf allen anderen winprosa-Clients verfügbar sein.

Wenn Sie Datenanbindung an ein Partnerprogramm haben, muss i.d.R. auch das Partnerprogramm umziehen. Siehe hierzu Datenanbindung u. -Übernahme (Partnerprogramme). Wenn das geschehen ist, müssen Partnerprogramm und winprosa informiert werden, wie die Zusammenarbeit ablaufen soll:

 

Bei Anbindung an ASV-BW müssen in winprosa lediglich die Zugangsdaten zu ASV-BW eingetragen werden, wie in 3.4 Anbindung an ASV-BW beschrieben ist.

Bei Anbindung an eines der anderen Partnerprogramme ASS, Atlantis oder SVP-BW müssen Sie winprosa erst auf diesen Datenbanktyp vorbereiten und dann die benötigten Verzeichnisse angeben:

  • Tragen Sie in der Datei ...\winprosa\winprosa.ini in der Sektion [CMH] die zusätzliche Zeile DBN=winprosa.xxx ein, ersetzen Sie dabei xxx durch ass (ASS) oder atl (Atlantis) oder est (SVP-BW).
  • Starten Sie winprosa, gehen Sie dann in den Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Datenbank und Verzeichnisse. Dort wird in der unteren Hälfte des Fensters rechts der (neue) Stammdatenbanktyp prosadat.xxx angezeigt.
  • Tragen Sie links bei Verzeichnis für die Schnittstellendatenbank den  Standard  ein.*)
  • Tragen Sie links bei Programmverzeichnis der Schülerverwaltung den Ordner der Stammdatenverwaltung ein (oder für SVP-BW den "Synchronisationsordner" anstelle des Programmordners).

*) Der Standard ist normalerweise das winprosa-Datenbankverzeichnis, also ...\winprosa\daten\datenbank\ oder ...\wprdaten\datenbank\. Sehen Sie aber auf dem alten Server nach einem ev. anderen dort gewählten Ordner und übertragen Sie die Anordnung sinngemäß.

Siehe auch Datenanbindung u. -Übernahme (Partnerprogramme)

Auf jedem weiteren winprosa-Client muss der freigegebene und mit dem Laufwerksbuchstaben Q: verbundene neue Schulverwaltungsordner mit dem gleichen lokalen Laufwerksbuchstaben (im Bsp. also Q:) verbunden werden. Da sich der Zugriffspfad auf den neuen Server geändert hat, müssen Sie von jedem dieser Clients aus jetzt noch das Programm Q:\winprosa\setup\csetup.exe (o.ä.) starten. Dadurch wird auf jedem Client der Programmordner CMH\winprosa im persönlichen Startmenü eingerichtet bzw. aktualisiert.

Für alle winprosa-Clients gilt: Falls dort jeweils außerhalb des Startmenüs weitere Programmaufrufe/Links vorhanden waren (Taskleiste, Startseite, Desktop usw.), müssen diese entfernt werden, denn sie zeigen noch auf die alten Verzeichnisse auf dem alten Server.

Daher muss sichgestellt werden, dass während des Umzugs auf den neuen Server vom keinem Client aus auf den alten zugegriffen wird.

Auf die gleiche Weise können Sie später jederzeit weitere Clients einbinden und zu winprosa-PCs machen.

Beachten Sie Ausführungen zur Sicherung von Zeugnis-Archiven am Ende des Abschnitts 8.2.


Inhalt




 

9. Problembehandlung / Mehrfachinstallation

Thema überspringen 9.1 winprosa braucht das Startmenü  9.2 Sichere Mehrfachinstallation / Bereinigung einer verworrenen Ordnerstruktur 
9.3 Hilfe bei Problemfällen

Wenn Sie winprosa ganz normal standardisiert installiert hatten und das Programm "rund" läuft, sind die folgenden Absätze jetzt nicht von Bedeutung und können getrost überlesen werden.

Wenn Sie aber wissen wollen, wo/wie winprosa bei Ihnen installiert ist oder wenn Sie diesbezügliche Sonderwünsche hegen, dann lohnt sich das Weiterlesen. Dafür sind aber Grundkenntnisse über Windows nötig.

Dies gilt insbesondere, wenn Sie Probleme haben, z.B., wenn winprosa sich bei Updateversuchen sperrig verhält.

winprosa ist seit 2001 auf dem Markt. Damals war Windows 2000 aktuell, seither sind Windows XP, Windows Vista, Windows 7, 8 und 10 erschienen. Wenn man bei einem PC von einer typischen Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren ausgeht, hat eine Schule, die von Anfang an mit winprosa gearbeitet hat, drei bis vier Umzüge von winprosa auf neue Verwaltungs-PCs teils unter Wechsel des Betriebssystems organisieren müssen und ist dabei wahrscheinlich von Einzel-PCs auf ein Verwaltungs-Netz umgestiegen, vielleicht sogar auf ein zentrales/städtisches Netz.

Zusätzlich hat sich die Hardware (Festplatten werden immer größer) und die Software (Windows wird immer besser gegen Malware geschützt, das Bedienungskonzept ändert sich daher laufend) immer weiter entwickelt. Und das "Personal" hat auch sicher gewechselt: die jeweils zuständigen winprosa-Administratoren/Oberstufenberater haben u.U. unterschiedliche Vorstellungen verwirklicht, wo sie winprosa residieren lassen wollten.

Es könnte also der Fall auftreten, dass die winprosa-Installation mittlerweile etwas "zerfleddert" ist. Meist merkt man das daran, dass durchgeführte Updates anscheinend nicht "angekommen" sind oder Dienste nicht mehr sauber arbeiten oder winprosa sich mit Demolizenz meldet, usw. . Manchmal läuft winprosa im Netz eigentlich rund, aber einer der PCs macht Schwierigkeiten. Daher werden in den folgenden Abschnitten Grundlagen dargestellt, Verhaltenstipps gegeben und Rettungs-, bzw. Konsolidierungsmaßnahmen beschrieben.

Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass, wie eingangs beschrieben, winprosa aktuell unter Windows 7 / Windows 8 / Windows 10 auf Einzel-PCs oder im Netz (Windows-Arbeitsgruppe oder -Domäne) läuft. Ältere Windows-Versionen werden nicht unterstützt. Und andere Betriebssysteme müssen den aktuellen Windows-Standard erfüllen.

Wir haben uns unsere Ordnerstruktur für das Programmpaket winprosa sehr genau durchkonstruiert. Daher gibt es eigentlich keinen plausiblen Grund, von den in 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen dargestellten Möglichkeiten abzuweichen, auch für Dienstleister/Cloudbetreiber nicht. Letztlich braucht jede Schule im einfachsten Fall nur einen Ordner cmh mit allen Rechten auf dem Server oder in der Cloud.


 

  9.1 winprosa braucht das Startmenü


• Regelfall

Es wurde bereits mehrfach ausgeführt, dass winprosa auf einem PC in der Regel nur einmal installiert werden darf. Dabei werden die Programmaufrufe jeweils im persönlichen Windows-Startmenü des gerade angemeldeten Users abgelegt (links: Windows 7; rechts: Windows 8 ff). Diese Programmaufrufe (Programm-Links) werden später beim Setup/Update-Prozess ausgewertet.

Dieser Prozess greift nämlich ausschließlich auf die Programm-Links mit den Standardnamen im persönlichen Startmenü zu. Sind dort diese Links nicht vorhanden oder falsch, kann winprosa nicht gewartet werden! Programm-Links auf dem Desktop, in der Taskleiste oder sonstwo werden nicht ausgewertet.

Und wenn jemand händisch das öffentliche Startmenü mit den Programm-Links füttert, erzeugt er u.U. große Verwirrung, wenn die andere Ziele haben, weil die zusätzlich ins persönliche Startmenü eingeblendet werden.

Im winprosa-Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Datenbank und Verzeichnisse können Sie erkennen, wo winprosa "wohnt" und diese Info muss sinngemäß auch in den Programm-Links im Startmenü erscheinen (und natürlich ggf. in allen weiteren Links).


• Typische Denkfehler

Wenn ein Anwender während eines Update-Prozesses versehentlich die im Setup-Fenster vorgegebene Verzeichnisstruktur ändert, richtet der Update-Prozess die neuen Ordner am neuen Ort ein und passt die Programmaufrufe im Startmenü an die neuen Gegebenheiten an. Die alten Ordner werden aber nicht verändert; d.h., die Daten bleiben samt Programm am alten Ort erhalten, können aber nicht mehr vom Programm am neuen Ort bedient werden, da ja die Programm-Links im Startmenü auf die neue Ordnerstruktur am neuen Ort verweisen. Somit gibt es nun zwei winprosa-Installationen auf einem PC, eine "tote" mit Daten am alten Ort und eine aktive ohne Daten am neuen Ort.

Wenn ein Anwender auf die Idee kommt, neben der "scharfen" Installation mit den Echtdaten absichtlich noch eine Test-Installation mit Spieldaten auf dem gleichen PC einzusetzen, gerät er in das gleiche Dilemma, wie eben beschrieben.

Wenn Sie unbedingt neben der Arbeit mit Echtdaten auch mit Testdaten spielen wollen, dann installieren Sie eine zweite Version von winprosa auf einem anderen PC, ggf. außerhalb des Netzes, z.B. auf einem Notebook; das können Sie dann auch mal mit aktualisierten Daten in eine Zeugniskonferenz mit nehmen. Details hierzu siehe in 8. Übertragung von winprosa auf einen neuen PC.


Andererseits wird im Abschnitt 4.2 winprosa an die Taskleiste anheften / auf dem Desktop verankern beschrieben, wie man zusätzliche Programmaufrufe für winprosa im System ablegen kann (s. auch r.o.). Diese kann man sogar umbenennen. So könnte man in der Taskleiste einen Link winprosa und einen weiteren winprosa-test unterbringen. Damit würde man das oben beschriebene Dilemma umgehen und sich dafür ein anderes einhandeln:

Der Setup/Update-Prozess verwendet nämlich immer, wie eingangs erwähnt, die Programm-Links mit den Standardnamen im persönlichen Startmenü. Damit wird beim Updaten höchstens eine der beiden Programmversionen automatisch aktualisiert. Die andere, also z.B. winprosa-test, bleibt zunächst veraltet. Hat keine der Versionen Stadardaufrufe im Startmenü (z.B., weil die dort versehentlich gelöscht oder verschoben worden waren), dann geht der Setup-Prozess von einer Neuinstallation aus. Wer jetzt nicht aufpasst und die Standardpfade wählt, erzeugt nun sogar eine dritte Version und damit noch mehr Chaos.

Wenn man aber winprosa-test beim Updaten "von Hand" anspricht, indem man deren Startordner im Setup-Fenster einträgt, dann kann man auch winprosa-test aktualisieren. Aber dabei werden auch die Einträge im Startmenü "aktualisiert": hatten diese vorher unter dem Namen winprosa auf winprosa verwiesen, verweisen diese nun unter dem gleichen Namen auf die falsche winprosa-Version winprosa-test.


• Für Insider I: Startmenü

  • Unter Windows ist zwischen dem Speicherort des Programms und dem Speicherort des zugehörigen Startmenüeintrags zu unterscheiden. Dabei gibt es zweierlei Startmenüs, das öffentliche und das persönliche.
    In W10 spricht MS einfach vom Dateipfad und meint je nach Aufruf den Dateipfad zum Programm oder den Dateipfad zum Startmenüeintrag.
    In W8 spricht MS vom Speichort und meint damit den Speichort des Programms oder den Speicherort des Startmenüeintrags.
    In W7 vermeidet MS eine Benennung und spricht nur vom Öffnen und meint damit Öffnen des Programmspeicherorts oder Öffnen des zugehörigen Startmenüspeicherorts.
  • Die Speicherorte dieser Menüeinträge erreichen Sie daher direkt auf der Startseite/Startliste/Start über das Kontextmenü der Programmkacheln: in W10 über Mehr > Dateipfad öffnen; in W8 über Mehr > Speicherort öffnen und in W7 über Start > Alle Programme || öffnen
  • Für W7 - W10 gilt gleichermaßen:
    Das persönliche Startmenü des Benutzers nnnn ist abgelegt in  C: > Benutzer > nnnn > Appdata > Roaming > Microsoft > Windows > Startmenü  (C:\Users\nnnn\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\ ,  Schnellaufruf: shell:start menu).
    Das gemeinsame öffentliche Startmenü aller Benutzer (wird von winprosa nicht genützt) ist abgelegt in  C: > ProgramData > Microsoft > Windows > Startmenü  (C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\ ,  Schnellaufruf: shell:common start menu).
    Und die Taskbareinträge werden abgelegt in C: > Benutzer > nnnn > Appdata > Roaming > Microsoft > Internet Explorer > Quick Launch > User Pinned > TaskBar (C:\Users\nnnn\AppData\Roaming\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch\User Pinned\TaskBar\ ,  Schnellaufruf: shell:user pinned).

• Für Insider II: Benutzerprofile

Das Startmenü ist immer Teil des Benutzerprofils. Und so wie es unterschiedliche Startmenüs gibt, gibt es unterschiedliche Benutzerprofile. Ein Benutzerprofil ist die Konfiguration eines Benutzerkontos unter Windows.

Die Benutzerprofile waren früher unter Dokumente und Einstellungen (documents and settings) abgelegt und ab W7 unter Benutzer (users). Für jedes Profil gibt es einen eigenen Ordner mit Ordnername = Anmeldename des Users.

Windows unterscheidet lokale Benutzerprofile (local profiles), servergespeicherte Benutzerprofile (roaming profiles) und servergespeicherte verbindliche Benutzerprofile (mandatory profiles).

  • Lokale Profile sind der Standard an jedem PC. Wer sich am PC anmeldet, erhält ein persönliches Profil erstellt/zugewiesen, in dem in Zukunft alle persönlichen Einstellungen und Daten abgelegt werden.
    Dort wird ggf. auch das persönliche Startmenü abgelegt, in dem die winprosa-Aufrufe zu finden sind.
  • Servergespeicherte Profile werden, wie der Name sagt, nicht lokal, sondern auf dem Server gespeichert. Sie dienen also wandernden Mitarbeitern, damit diese an jedem PC nach Anmeldung ihne gewohnte Umgebung vorfinden. Hat man ein servergespeicherte Profil, dann wird kein lokales verwendet.
    Neue Eintragungen im Profil werden aber erst dann für zukünftige Verwendung auf dem Server gespeichert, wenn man sich am PC abgemeldet hat. Wenn also winprosa neu eingerichtet wurde, ist der Startmenülink erst nach Abmelden am "alten" PC und anschließendem Anmelden am "neuen" PC verfügbar.
  • Servergespeicherte verbindliche Profile sind im Sinne von winprosa am gefährlichten. Sie werden vor allem dann eingesetzt, wenn man verhindern will, dass ein Benutzer sein Profil selber ändert/ergänzt.
    Wird winprosa neu eingerichtet, wird wie üblich ein Startmenüeintrag erzeugt, der aber nie auf dem Server ankommt und daher beim nächsten Anmelden am PC auch wieder verschwunden ist!!!

Da servergespeicherte Profile bei jedem Anmelden vom Server geladen werden müssen und in diesen Profilen i.d.R. alle persönlichen Daten liegen (Dokumente, Downloads, Bilder, ...; manchmal mehrere GB!!), kann es u.U. recht lange dauern, bis ein Anmeldevorgang abgeschlossen ist.

Das umgehen Terminal-Server-Systeme, indem jeder User sich über seinen Terminal-PC direkt auf dem Server anmeldet und dort sein Profil vorfindet. Da winprosa auf einem PC mehrfach gestartet werden kann, entstehen beim derartigen Einsatz von winprosa auf dem Server eigentlich keine Probleme. Dafür handelt man sich andere Schwierigkeiten ein, zumal MS hier anscheinend semioptimale Lösungen vorhält.

Spätestens hier schlägt die Stunde der IT-Dienstleister, die wegen des eben gesagten oft externe Terminal-Server-Lösungen anbieten.


 

  9.2 Sichere Mehrfachinstallation / Bereinigung einer verworrenen Ordnerstruktur

Zum Lösen einer Datenbankanbindung reichen die winprosa-Bordmittel, genauso zum Umstieg auf ASV-BW. Auch der Umzug auf einen neuen Server wird mit winprosa-Bordmitteln duchgeführt, wie in 8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server dargestellt ist. Deshalb braucht es also keine Mehrfachinstallation von winprosa.


Es gibt aber zwei Situationen, in denen man sinnvollerweise ("kurzfristig") mit zwei winprosa-Versionen auf einem PC/Server arbeiten möchte, nämlich anlässlich des

  • Umstiegs von einer ("alten") Datenbankanbindug zu einer anderen ("alten") oder zur
  • Bereinigung einer verworrenen Ordnerstruktur (Verzeichnisstruktur).

Dafür ist aber ein gewisses Verständnis für die "Technik" und eine vertiefte Exaktheit bei der Bedienung nötig.


• Umstieg von einer Datenbankanbindug zu einer anderen

Mittlerweile wird man kaum noch zu einer alten Datenbankanbindung wechseln wollen und ein möglicher Wechsel zu ASV-BW ist in winprosa direkt vorbereitet. Der folgende Abschnitt ist also i.d.R. nur für Spezialfälle gedacht. Wir gehen dabei in der Beschreibung vom Stand 2018.xxxx aus.

Angenommen, Sie arbeiten mit dem Datenbanktyp CMH (= wpr) und wollen umsteigen auf den Datenbanktyp SVP-BW (= est). Die bereits in winprosa im Datenbanktyp CMH vorhandenen Schüler sollen weiter dort bleiben. Ein zweites winprosa mit Datenbanktyp SVP-BW soll die neuen Zehntklässler und deren Nachfolger aufnehmen.

Nehmen wir weiter an, Ihr altes winprosa mit CMH-Anbindung residiert in c:\cmh\winprosa\ und die Daten sind, wie früher üblich in c:\cmh\winprosa\daten\ abgelegt. Führen Sie dann folgende Schritte durch (eventuell kann der Schulinformatiker helfen):

  1. Legen Sie auf dem Desktop Kopien der Programm-Links winprosa und wprklausur aus dem Startmenü an, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben ist.
  2. Benennen Sie diese um in z.B. winprosa-cmh und wprklausur-cmh.
  3. Installieren Sie winprosa erneut mit der aktuellen setup-p.exe. Geben Sie dabei im Setup-Fenster als Programmpfad z.B. c:\cmhneu\ und als Datenpfad/Basisverzeichnis z.B. c:\cmhneu\wprdaten\ an, also ein anderes Startverzeichnis (s. Abschnitt 2.3).
  4. Wiederholen Sie Punkt 1 exakt, falls Sie vergessen hatten, bei der eben durchgeführten Installation Dektop-Links zu erzeugen.
  5. Benennen Sie die neuen Links um in z.B. winprosa-svp und wprklausur-svp.
  6. Starten Sie winprosa-svp erstmalig und vollenden die Installation, wie in Abschnitt 4 beschrieben ist.
  7. Tragen Sie in der Datei winprosa.ini in der Sektion [CMH] die Zeile DBN=winprosa.est ein (für Atlantis DBN=winprosa.atl, für ASS DBN=winprosa.ass).
  8. Starten Sie winprosa-svp neu und geben im Dienst Datei > Datenbank > Systemadministation | Datenbank und Verzeichnisse die Pfade zur Stammdatenverwaltung ein, wie in Datenanbindung u. -Übernahme und in 8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server beschrieben ist.
  9. Kopieren Sie ggf. die Ordner Daten\Archiv\ und winprosa\Archiv_bis2009\ von cmh nach cmhneu an die entsprechenden Stellen.

Mit der alten Programmversion müssen Sie mindestens noch drei Jahre arbeiten. Von allen Schülern mit Abitur sollten Sie die Zeugnisse archivieren, von NGO-Abbrechern sicherheitshalber den schulischen Teil des Fachhochschulzeugnisses erstellen.

Mindestens einmal pro Jahr müssen Sie beide Programmversionen updaten. Wie eingangs beschrieben wurde, erscheinen nach dem Start der Setup-Prozedur im Setup-Fenster die Daten derjenigen Version, die übers Startmenü gefunden wird. Z.B. steht dann in der Instal­lations­verzeichnis-Zeile der Programmpfad c:\cmhneu. Da in einem Programmpfad nur eine Programmversion residieren kann, reicht dieser Eintrag zur Identifizierung. Führen Sie also den Setupvorgang durch. Starten Sie die Prozedur erneut und geben dabei in der Installationsverzeichnis-Zeile den anderen Programmpfad c:\cmh an.


 

• Bereinigung einer verworrenen Ordnerstruktur

Wie zu Beginn von Kap. 9 gesagt wurde, kann die Ordnerstruktur von winprosa im Laufe der Zeit im Zusammenhang mit dem Umzug auf neue PCs oder durch die Einwirkung mehrerer Oberstufenbetreuer recht verworren geworden sein. Zu erkennen ist das am nicht mehr nachvollziehbaren Prinzip der zwei Basisverzeichnisse oder an mehrfach vorkommenden Ordnernamen innerhalb der Ordnerstuktur (siehe auch 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen und 2.4 Ordnerhierarchie) oder an mehreren (parallelen) Installationen.

Die folgenden Beispiele aus der Praxis stammen vermutlich aus einer Zeit, in der wir nicht so streng auf die Ordnerstruktur geachtet hatten. Diese verwirrenden Strukturen werden aber solange "weitervererbt", bis winprosa zu stottern anfängt.

- Bsp. für mehrfach vorkommende Ordnernamen in einer Basisverzeichnis-Struktur:

  VerzeichnisseSchule ASchule B
  Progr.-Verz.: p:\ngodaten\winprosa\ q:\winprosa\daten\arbeit\winprosa\
  Daten-Verz.: p:\ngoberater\sicherung\ q:\winprosa\daten\
  Datenbank-Verz.: p:\ngoberater\sicherung\datenbank q:\winprosa\daten\arbeit\winprosa\daten\datenbank
  Partner-Verz.: p:\ngoberater\sicherung\winprosa q:\winprosa\daten\arbeit\winprosa

  rot: widersprüchliche/sinnentstellende Bezeichnungen; blau/grün: Dubletten;   vermutlich liegen geschachtelte Mehrfachinstallationen vor.

- Bsp. für Mehrfachinstallationen, erkennbar an unterschiedlichen Programm-Basisverzeichnissen an ein und demselben PC:

  c:\cmh\winprosa\
  p:\winprosa\
  p:\cmh\winprosa\

  Hier ist die Frage, welche Version wird eigentlich gestartet beim Programmaufruf? Und welcher Programmaufruf steht im pers. Startmenü?

In solchen Fällen vereitelt die Setup-Prozedur ab 2018 u.U. die Updateversuche. Dann ist die vordringlichste Auftgabe, herauszufinden, welches die aktuelle/aktive Installation ist und wo deren lokale Datensicherungen sind.

Den "Wohnort" von winprosa finden Sie über den Eigenschaftendialog des von Ihnen benutzten Aufruf-Link heraus. Ohne Hintergrundwissen können Sie auch winprosa selbst befragen im Dienst Datei >Datenbank > Systemadministration | Datenbank und Verzeichnisse (s.r.). Im Bild sind Programm-Basisverzeichnis und Daten-Basis­verzeichnis erkennbar.


Dann gibt es zwei Vorgehensweisen:

A) Neuinstallation von winprosa

Das ist die Standard-Lösung, vorausgesetzt, es sind Datensicherungen vorhanden.

Der kassische Gang wäre dann: Sicherungen retten (z.B. auf einen Stick), winprosa deinstallieren, winprosa neu installieren, Sicherung vom Stick zurückholen, fertig.

Als praktischer hat sich aber die (vorübergehende) Mehrfachinstallation von winprosa erwiesen, wie sie ähnlich im vorigen Abschnitt beschrieben ist. Aber die Programmlinks müssen nun nicht gesondert bearbeitet werden. Das Vorgehen gilt im Wesentlichen gleichermaßen für Einzel- und für Server-Installationen.

Gehen Sie folgendermaßen vor (auch hier kann der Schulinformatiker gut helfen):

  1. Erstellen Sie eine aktuelle Datensicherung (Details siehe 6.2 Sicherung der Daten von Hand).
  2. Benennen Sie die aktuelle Ordnerstruktur im "alten" Laufwerk um, z.B. cmh → cmh-alt .
  3. Installieren Sie winprosa neu mit der aktuellen setup-p.exe (aus ...\cmh-alt\winprosa\download\) und wählen Sie die Installa­tionsart Standard-Ordner z.B. im "alten" Laufwerk (Details siehe 2.3 Individualinstallation). Dort befindet sich nun das neue winprosa in den Ordnern cmh\winprosa und cmh\wprdaten.
  4. Wenn die Setup-Prozedur die Neuinstallation verweigert, gibt es andere verbotene Mehrfachinstallationen*). Diese müssen vor weiteren Installationsversuchen umbenannt werden (weiterführende Details siehe in 9.3 Hilfe bei Problemfällen).
  5. Starten Sie winprosa im Demo-Modus (Details siehe 4.3 Vorarbeiten und Systemadministration).
  6. Falls Sie Datenanbindung an alte Partnerprogramme haben, tragen Sie in der Datei winprosa\winprosa.ini in der Sektion [CMH] für SVP-BW die Zeile DBN=winprosa.est zusätzlich ein (für Atlantis DBN=winprosa.atl, für ASS DBN=winprosa.ass).
    Tragen Sie nach Neustart von winprosa im Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Datenbank und Verzeichnisse die Pfade fürs Partnerprogramm ein, wie in Datenanbindung u. -Übernahme und in 8.3 Umzug von winprosa auf einen neuen Server beschrieben ist.
  7. Holen Sie eine Datensicherung aus cmh-alt\...\sicherungen zurück (Details siehe 6.3 Zurückholen einer Datensicherung).
  8. Kopieren sie ggf. den Ordner cmh-alt\winprosa\Archiv_bis2009 nach cmh\winprosa.
  9. Kopieren Sie ggf. das Archiv cmh-alt\winprosa\daten\Archiv nach cmh\wprdaten\.

*) Typische verbotene Mehrfachinstallationen stammen meist von verkorksten Installationsversuchen. Dabei können mehrere Laufwerke beteiligt sein.


Ab sofort können Sie das neue winprosa normal starten; das alte (verworrene) winprosa ist nicht mehr aufrufbar und kann demnächst gelöscht werden (wenn Sie sicher sind, dass alle Daten übertragen sind). Beachten Sie bitte die Hinweise im folgenden Abschnitt.


B) Reaktivierung der "echten" Installation

Sind zwar mehrere parallele Installationen vorhanden, aber die "echte" zweifelsfrei erkannt und (relativ) klar und eindeutig strukturiert, dann genügt es u.U., die "falschen" umzubenennen und anhand eines neuerlichen Updateversuchs zu prüfen, ob die Setup-Prozedur damit klarkommt und die Programmaufrufe nun überall stimmen. Nötigenfalls müssen während des Setups dort die "richtigen" Pfade eingetragen werden.


 

  9.3 Hilfe bei Problemfällen

• Grundlagen: Normalstart und Fehlstart

- Programmaufrufe/Programmlinks:

Prinzipiell sind neben den Programmaufrufen/Programmlinks im persönlichen Windows-Startmenüs noch (mindestens) vier weitere Orte mit den Programmaufrufen möglich: in der Startseite/Schnellstartleiste, direkt in der Taskleiste, in einer neuen Symbolleiste in der Taskleiste, auf dem Desktop.

Die entsprechenden Programmaufrufe müssen natürlich identisch sein. Das ist immer dann der Fall, wenn diese Links über die System-Dienste erzeugt worden waren und keiner mehr nachträglich daran gefummelt hat!

Über den Eigenschaften-Dialog im jeweiligen Kontextmenü eines Programmlinks können Sie den Zielordner (= "Wohnort" von winprosa ) des Links überprüfen.

Wenn IT-Dienstleister eigene Programmlinks anlegen (z.B. für Novell ZENworks), kann damit winprosa zwar normal gestartet werden, aber nicht geupdatet werden!

Im Folgenden muss zwischen Programmstart und Updatestart unterschieden werden.


- Programmstart:

1.
Im Regelfall wird winprosa oder wprKlausur über einen der entsprechenden Links gestartet und läuft dann störungsfrei.

2.
Startet das Programm nicht, dann zielt der Link vermutlich ins Leere. Das kann z.B. passieren, wenn ein Netzausfall vorliegt (LAN oder WLAN gestört, Serverausfall usw.) oder ein Festplattenfehler aufgetreten ist.

Windows versucht dann zu helfen (s.l.), was im schlimmsten Fall in einer Katastrophe endet, wenn Windows "zufällig" eine "Karteileiche" entdeckt und die zum Gebrauch vorschlägt (s.r.) und der Anwender nicht durchblickt und dankbar die "Lösung" annimmt. Perfiderweise sucht Windows nach einer kurzen Schampause auch ohne Aufforderung und bietet dann ggf. die Karteileiche eigenmächtig an.

Korrigieren und Löschen sind daher i.d.R. als Problemlösung nicht geeignet.

3.
Dass winprosa auf einigen PCs im Netz normal läuft, auf anderen aber nicht, kann bei ordnungsgemäßer Installation nicht sein, denn dann greifen alle PCs auf die gleichen Programme und Daten auf dem Server zu und das über die überall gleichen Stantmenü-Einträge. Details siehe 3. Installation im Netz


- Updatestart:

1.
Im Regelfall ist winprosa ordentlich installiert, also findet die Setup-Prozedur die Startmenüeinträge und dadurch die Basisordner und führt das Update durch, wenn winprosa nirgends aktiv ist. Details zum Update siehe 5. .../Programm-Updates/...

2.
Andernfalls erhalten Sie eine Meldung (s.r.) und können auf Suche nach den aktiven winprosa-PCs gehen, um dort die Programme zu beenden.

Sie können auch von Ihrem PC aus erzwingen, dass andere Benutzer ihre Arbeit einstellen und die Programme beenden (Dienst Datei > Datenbank > Datenbank exklusiv reservieren).


3.
Sind keine Startmenü-Einträge und keine winprosa-Basisordner vorhanden, liegt logischerweise eine Neuinstallation vor, wie in 2. Installation auf einem Einzel-PC (lokal) oder in 3. Installation im Netz beschrieben ist.

Wenn die Setup-Prozedur keine Startmenü-Einträge findet, dann geht sie also von einer Neuinstallation aus und bietet daher leere Basisverzeichnispfade zum Definieren an (s.r.), obwohl eventuell Basisverzeichnisse einer aktuellen winprosa-Installation vorhanden sind und nur deren Startmenü-Einträge "verloren" gegangen sind.

Hier ist also Vorsicht geboten. Sie können aber versuchen, den Programm-Basispfad bis zum Pflichtverzeichnis winprosa auszuwählen. Den Daten-Basispfad entnimmt die Setup-Prozedur dann der gefundenen winprosa.ini.


4.
Wenn die Setup-Prozedur wohl Startmenü-Einträge, aber keine zugehörigen Basisverzeichnisse findet (z.B. Netz down), meldet sie dies (s.l.) und bietet dann den gefundenen Startmenü-Eintrag an (s.r.), obwohl das zugehörige Verzeichnis nicht gefunden worden war.

Aber Vorsicht: Der Programm-Basispfad (blau umrahmt) stammt aus dem Startmenü-Eintrag, aber der Daten-Basispfad (rot umrahmt) käme aus der nicht gefundenen winprosa.ini und ist daher nur geschätzt; er braucht also nicht zu stimmen.

5.
Im Regelfall spielt nur das persönliche Startmenü eine Rolle. Aber aus historischen Gründen oder weil ein Dienstleister entsprechend eingegriffen hatte, können sich Startmenüeintäge auch ins öffentliche Startmenü "verirrt" haben. Das kann zu Fehlinstallationen führen, vor allem, wenn die beiden Einträge nicht übereinstimmen. Daher erkennt die Setup-Prozedur seit November 2018 derartige "verbotenen" Einträge und weist darauf hin.

Dabei sind folgende Fälle zu unterscheiden:

  • nur persönlicher Eintrag vorhanden: Regelfall.
  • nur öffentlicher Eintrag vorhanden: Nach Fehlerwarnung (s.r.o.) wird der verwendet und ins persönliche Startmenü übernommen.
  • öffentlicher und persönlicher Eintrag vorhanden: Nach Fehlerwarnung (s.r.) wird der persönliche Eintrag verwendet, der andere ignoriert.

Die Fehlerwarnung benennt den Sachverhalt genau und fordert zum Entfernen des öffentlichen Eintrags auf. Der User muss sich natürlich vergewissern, dass die angebotenen Basisordner der tatsächlichen Installation entsprechen.


Wenn Sie trotz Hilfe dieser Grundlagen winprosa nicht zum Laufen bekommen oder winprosa hängen bleibt, helfen vielleich die folgenden Absätze.



• Vorsorge: Datenbank packen

Derzeit kann die Datenbank von winprosa 1500 Schülerdatensätze aufnehmen. Das entspricht 15 Jahrgängen zu je 100 Schülern (incl. der Koop-Schüler und der "gelöschmerkerten"!). Es ist nicht empfehlenswert zu testen, wie winprosa auf einen Überlauf in der zentralen Datenbank reagiert!

Wenn Sie den Füllgrad der Datenbank überprüfen wollen, klicken Sie im Dienst Bearbeiten > schülerweise | Stammdaten auf das Symbol , dann können Sie rechts im Schülerfilter alle Schüler durch blättern und sehen oben die Anzahlen (eigene + Koop + gelöschmerkerte). Durch nochmaligen Klick auf das Symbol laden Sie wieder den aktuellen Jahrgang.

1.
winprosa bediente die Jahrgänge von 2004 an. Da 2010 eine große NGO-Reform inkraft trat, kann winprosa keine Schüler der Jahrgänge 2004 bis 2009 mehr verarbeiten. Diese Jahrgänge sind spätestens mit dem Upgrade 2017 automatisch gelöscht worden.

2.
Wenn Sie sich von weiteren "Altlasten" trennen wollen, starten Sie den Dienst Datei > Datenbank > Datenbank packen. Im Auswahlfenster stellen Sie den Jahrgang ein, bis zu dem die Schüler-Datensätze entfernt werden sollen. Details hierzu finden Sie in Stammdatenverwaltung > 4.4 Endgültiges Löschen von Schülern.

3.
Weitere Altlasten entfernen Sie im Dienst Datei > Datenbank > Systemadministration | Diverse. Dort können Sie alte Programmdateien und alte Setupversionen löschen.


• Nachsorge: Troubleshooting

Für die folgenden Ausführungen kann es sinnvoll sein, den Schulinformatiker um Hilfe zu bitten.

Wie z.B. in 1.4 Mögliche Ordnerstrukturen beschrieben, benötigt winprosa prinzipiell zwei Basisverzeichnisse, eines für die Programme und eines für die Daten. Demzufolge sprechen wir im Folgenden vom Programmpfad und vom Datenpfad.

Die Programmaufrufe für die cmH-Programme sind immer im persönlichen Startmenü in der Programmgruppe CMH untergebracht. Dieses Startmenü finden Sie unter C:\Users\nnnn\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs. nnnn ist der aktuelle Anmeldename. Schneller öffnen Sie dieses Startmenü über die Eingabe von shell:start menu in der Adresszeile des Dateiexplorers.

Wenn Sie Programmaufrufe auf der Startseite, der Taskleiste oder dem Desktop ablegen wollen, müssen das immer Kopien der Programmaufrufe aus dem Startmenü sein! Nur so ist sichergestellt, dass die Programm-Links identisch sind (es darf nur ein winprosa geben!).


A) Bergen der Sicherungsdateien

Wenn winprosa nicht mehr läuft, ist das Erste die Suche nach der aktuellsten externen Datensicherung. Hat man keine oder hat man den Verdacht, dass es neuere interne Datensicherungen gibt, ist das Nächste die Bergung aller internen Datensicherungen aus dem winprosa-Sicherungsverzeichnis (siehe auch 6. Datensicherung / Archivierung).

Falls die Vermutung besteht, dass die aufgefundenen internen Datensicherungen veraltet sind, z.B. weil man weiß, dass laufend Datensicherungen erstellt werden, liegt der Verdacht nahe, dass ungewollte Mehrfachinstallationen vorliegen. Es ist nicht eindeutig klar, welche die aktuelle mit den jüngsten Datensicherungen ist/war. Also müssen ggf. alle Sicherungsverzeichnisse aufgespürt werden, siehe C) ff. .


B) Reduzierter Programmstart

Wenn winprosa immer normal gelaufen war und nun plötzlich nach dem Start abbricht, können Sie versuchen, den Fehler einzugrenzen, indem Sie das Programm reduziert neu starten, indem Sie einige der folgenden Optionen anhaken, bzw. die Haken entfernen (s.r.):

  • Starten, ohne die letzten Fenstereinstellungen zu laden,
  • ohne die Datenbank zu öffnen,
  • ohne die automatische Sicherung durchzuführen.

Wenn das Programm dann startet, können Sie im Dienst Datei > Datenbank > Sytemadministration | Datenbank und Verzeichnisse die Verzeichnisstruktur auslesen, die winprosa erwartet und diese sinngemäß mit nebenstehendem Bild vergleichen (s.r.). Sind keine Auffälligkeiten zu erkennen, können Sie versuchen, eine Datensicherung einzulesen (siehe 6.3 Zurückholen einer Datensicherung).

 

Wenn winprosa gar nicht startet oder keine Daten findet oder sich sonstwie merkwürdig verhält, kann das an einem Bedienungsfehler liegen (z.B. ungewollte Mehrfachinstallation) oder einem Dateisystemfehler/Speicherfehler. Für letzteres ist der IT-Dienstleister zuständig. Bedienungsfehler können Sie vielleicht korrigieren.



C) Aufspüren der winprosa-Installation(en)

Wenn winprosa nicht mehr gestartet werden kann, lässt sich das Programm notfalls (und nur dann!) starten durch direkten Aufruf von winprosa.exe an dessen Speicherort. Also muss man herausfinden, wo überall winprosa.exe abgelegt ist.

Dort ist auch die Datei winprosa.ini zu finden, in der die weiteren Informationen für winprosa abgelegt sind.


C1) Aufspüren des Programmpfads

Dazu können Sie den Eigenschaften-Dialog des Kontextmenüs der Programm-Links im Startmenü verwenden.

  • In Windows 7 rechtsklicken Sie auf den Programm-Link von winprosa und wählen direkt  Eigenschaften .
  • In Windows 8 rechtsklicken Sie auf den Programm-Link von winprosa und wählen  Speicherort öffnen ; dort öffnen Sie nochmals das Kontextmenü des winprosa-Links und wählen dann  Eigenschaften .
  • In Windows 10 öffnen Sie in der Startliste das Kontextmenü von winprosa, dann gehen Sie zu mehr > Dateispeicherort öffnen; dort öffnen Sie nochmals das zugehörige Kontextmenü und wählen dann  Eigenschaften 

Falls es weitere Programm-Links gibt, z.B. auf dem Desktop oder in der Taskleiste, sind über deren Kontextmenüs auch deren  Eigenschaften  zu prüfen.


C2) Eigenschaften-Dialog

In jedem Eigenschaften-Dialog steht in der Zeile Verknüpfung | Ziel der vollständige Programmpfad (also einschl. Programm). In der Zeile Verknüpfung | Ausführen in steht der Programmpfad (ohne Programm).

Damit kennt man die Speicherorte aller winprosa-Programmordner (Programmpfad) auf dem PC, die über Links erreichbar sein solten oder erreichbar waren.


C3) Aufspüren des Datenpfads

Um den jeweils zugehörigen Datenpfad zu finden, starten Sie die Setup-Prozedur setup-p.exe und wählen im Setup-Fenster (s.r.) in der oberen Zeile der Reihe nach einen der gefundenen Programmpfade mittels aus. In der unteren Zeile blendet die Prozedur jeweils den zugehörigen Datenpfad ein.


D) Suche "verlorengegangener" winprosa-Installation(en)

Wenn aber keine der so auffindbaren Versionen die Daten, bzw. Datensicherungen enthält, gibt es vielleicht eine Version, zu welcher der Programm-Link "verlorengegangen" ist. Dann müssen Sie diese Version im Datei-Explorer aufspüren; lassen Sie nach winprosa.exe (Art=Programm) suchen, finden Sie das Programmverzeichnis, lassen Sie nach datenbank (Art=Ordner) suchen, finden Sie das Datenverzeichnis, das die Datenbank enthält und in dessen "Nähe" das Sicherungsverzeichnis zu finden ist.

Links wurden zwei Programm-Installationen gefunden, eine erste in c:\cmh\ und eine zweite in d:\sv\.

Aber rechts wird nur ein Datenbankverzeichnis gefunden, nämlich in d:\sv\winprosa\. Somit handelt es sich bei der ersten Installation um eine hoffentlich noch vollständige, während der zweiten Installation die Daten fehlen (vielleich ist sie nie fertig gestellt worden).

Es wäre nun einen Versuch wert, die erste Installation direkt in deren Programmverzeichnis zu starten.

Falls die Zuordnung von Programversion und zugehörigen Daten unklar ist, können Sie wie zuvor mittels der Setup-Prozedur die Zuordnung klären.


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10. Verfahrensverzeichnis gem. Landesdatenschutzgesetz (LDSG)

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Bekanntlich müssen auch alle Schulen gemäß Landesdatenschutzgesetz (LDSG) Verfahrensverzeichnisse der Verarbeitung personen­bezogener Daten durch öffentliche Stellen in BW führen (§11 LDSG).

Für jedes an der Schule eingeführte Verfahren (z.B. winprosa, Untis, SVP-BW, ASV-BW) ist ein eigenes Verfahrensverzeichnis anzulegen. Dieses erstellt und verwahrt der von der Schule ggf. bestellte behördliche Datenschutzbeauftragte (§10 LDSG).

Hat die Schule keinen eigenen behördlichen Datenschutzbeauftragten bestellt, müssen die Verfahrensverzeichnisse von der Schulleitung erstellt und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz gemeldet werden (§32 LDSG).


Die Landesverwaltung unterstützt die Schulen mittlerweile mittels Verfahrensverzeichnis-Online-BW (VV-Online-BW) bei der Erstellung dieser Verfahrensverzeichnisse für mehrere der an den Schulen typischerweise eingesetzten Verfahren. VV-Online-BW ist unter der Internet­adresse https://vvbw.kultus-bw.de zu erreichen (s.r.o.).

Zur Anmeldung benötigen Sie als Benutzername den 8-stelligen Dienststellenschlüssel Ihrer Schule sowie das für Ihre Schule generierte Passwort, das Sie vom Service Center Schulverwaltung im Mai 2012 per eMail erhalten hatten.

Nach Anmeldung sehen Sie die Online-Hilfe zum Verfahren (s.r.). Klicken Sie auf den roten Knopf, um zu VV-Online-BW zu gelangen.


Sie finden die beiden neuesten Muster-Verfahrensverzeichnisse aufgelistet (winprosa und Untis, s.u. rechts). Sie sollten jeweils rechts auf den Knopf in der Spalte Langfassung klicken und so die Langfassung des zugehörigen Word-Dokumentes herunterladenen.

Wollen Sie die anderen Muster-Verfahrens­ver­zeich­nisse bearbeiten/einsehen, dann müssen Sie auf den Knopf "Neues Verfahren erfassen" klicken. In den nun erscheinenden Fenstern sind alle aktuell verfügbaren Muster zur direkten Bearbeitung aufrufbar, winprosa derzeit auf Seite 3 (Details siehe Online-Hilfe/Anleitung von VV-Online-BW).

 


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11. Tipps zu Windows

11.1 Bildschirmoptimierung  11.2 Fensterspiele  11.3 Screenshots  11.4 W10-Zwischenablage 
11.5 W10-Fensteroptimierung  11.6 Umstieg von W7 zu W10  11.7 Windows-Zeichensätze und winprosa 

An den Schulen findet man meist PCs mit den Betriebssystemen Windows XP, Vista, 7, 8 und 10. winprosa läuft unter W7 - W10. Während W7 noch verbreitet im Einsatz ist (aber von MS nicht mehr gepflegt wird), wurde W8 sehr bald von W10 abgelöst. Dass mit jeder neuen Windowsversion spürbare Verbesserungen einhergehen (auch direkt für winprosa) ist Auslöser für die folgenden Ausführungen, mit Schwerpunkt bei W10.

Da W10 äußerst dynamisch weiterentwickelt wird (jedes Halbjahr eine "neue" Version), ist es schwierig gute Handbücher zum System zu finden, sind die doch, zumindest in Teilen, jeweils nach einem halben Jahr überholt.

 

  11.1 Bildschirmoptimierung

• Vorbemerkung

Grundsätzlich benötigen Stundenplaner und Oberstufenberater für ihre Arbeit die schnellsten PCs mit den größten Monitoren, die in der Schule verfügbar sind. Denn ihre Arbeit in der Schule ist die rechenintensivste und die mit dem Einsatz aufwändigster Tabellen. Hardware-Recycling-Ketten sollten daher bei den Planungsteams beginnen und nicht dort enden.

Die Planungsteams mit den ausgemusterten Rest-PCs aus dem Informatikraum zu versorgen, bedeutet eine Missachtung ihrer verantwortungsvollen Arbeit.

Zur ordentlichen Versorgung dieser Mitarbeiter gehört auch das Aktualisieren und Warten der Betriebssysteme durch den Schulinformatiker. Im Schulalltag kann es dabei durchaus vorkommen, dass in den Rektoratsteams aufgrund der Recycling-Ketten unterschiedliche PCs im Einsatz sind; unterschiedlich im Betriebssystem, der PC-Leistung, der Monitorgröße und der Monitorauflösung. Dann ist u.a. die optimale Monitoreinstellung gefragt.

Wichtig für bequemes Arbeiten am PC ist dabei die effektive Auflösung Ihres Monitors. Ihre effektive beträgt gerade   Pixel  (zur Anzeige dieses Wertes muss Javascript im Browser zugelassen sein).

Mittels Rollrad an der Maus bei gedrückter Strg-Taste können Sie in praktisch allen Browsern die Anzeige vergrößern und verkleinern (Strg+Plus und Strg+Minus verändern die Anzeige ebenfalls und Strg+Null stellt auf Standard zurück). Wenn Sie eine so veränderte Anzeige "refreshen", können Sie die effektive Auflösung studieren (getestet mit Firefox).

Details siehe auch Bildschirmauflösung und Bildschärfe.

Die winprosa-Fenster sind mittlerweile bis zu ca. 1440×1040 groß; da lohnt es sich zu optimieren.


• Steuerung der Auflösung unter Windows

Jeder Monitorbildschirm ist in Pixel (picture elements, px) gegliedert. Diese (native, physikalische oder systemeigene) Monitorauflösung ergibt sich bei den heutigen TFT-Flachbildschirmen aus der Leuchtpunktmatrix/Rasterdisplay. Windows erkennt das Format des angeschlossenen Monitors automatisch und wählt dessen native Auflösung zur Ansteuerung, wenn die eingebaute Grafikkarte diese Auflösung beherrscht. Im Einstellungsdialog (s.u.) werden immer alle Auflösungen angeboten, welche die Grafikkarte in Verbindung mit dem Monitor handeln kann. Diejenige, die den nativen Modus des angeschlossenen Monitor darstellt, wird als empfohlene Auflösung apostrophiert. Die Grafikkarte selbst kann oft auch höhere Auflösungen verarbeiten.

Nur die empfohlene Auflösung liefert optimal scharfe Bilder, vor allem, wenn der Monitor digital und nicht analog angeschlossen ist. Andere Auflösungseinstellungen und der analoge Anschluss liefern unschärfere (matschige/verwaschene) Bilder. Also sollten Sie möglichst nicht den blauen VGA-Anschluss verwenden, sondern DVI, DP oder HDMI.

Standard war früher das XGA-Format (Seitenverhältnis 4:3; Pixelraster 1024×768 px). Heutzutage sind deutlich höhere Auflösungen üblich: z.B. SXGA (5:4; 1280×1024 px; oft für 19"-Monitore) oder HD1080 (16:9; 1920×1080 px; Full-HD; Full High Definition, moderne TV-Geräte). Weitere Details zur Auflösung siehe Bedienung von Windows 8.1.1 > Shortcuts, Präsentationen, Screenshots, Lupe.

Ursprünglich war winprosa für XGA-Monitore konzipiert. Damit ist es auch heute noch bedienbar, aber eher schlecht als recht. Besser ist die SXGA-Auflösung, damit z.B. die inzwischen doch beachtlich angewachsene Haupt-Symbolleiste (gerade noch) einzeilig auf den Monitor passt. Die Full-HD-Monitore sind wunderbar für die Prüfungsplanung geeignet und ersetzen Doppelmonitorsysteme.

Doppelmonitoranschlüsse werden bereits seit Windows 95 unterstützt; die Grafikkarte muss halt mindestens zwei Monitoranschlüsse aufweisen. Ein System aus zwei 19"-Monitoren liefert eine typische Auflösung von 2560×1024 px. Das ist eine gute Art des Recyclings alter Monitore.

Es gibt zwei Szenarien, in denen in Windows andere als die empfohlene Auflösung eingestellt werden sollten.

  • Wird Windows z.B. in HD1080-Auflösung betrieben, aber ein Beamer mit XGA-Auflösung angeschlossen, dann ist das von Windows gelieferte Bild zu groß für das LCD-Display des Beamers. Moderne Beamer können das Bild jedoch umrechnen auf ihre eigene Auflösung; dabei wird das Bild aber etwas unscharf aufgrund der Rundungseffekte. Besser ist es dann, in Windows die Beamerauflösung einzustellen. Moderne Windows-Beamer-Kombinationen erledigen das ggf. automatisch.
  • Wird ein kleiner Monitor mit großer Auflösung gewählt, dann werden alle Elemente zu klein dargestellt für angenehmes Arbeiten. So sind z.B. auf einem 13-Zoll-HD1080-Monitor (Notebook) alle Details nur halb so breit und hoch, wie auf einem 26-Zoll-Monitor gleicher Auflösung (Desktop-PC). Dann kann man in einem Windowsdienst "Die Größe aller Elemente ändern" (s.u.).

Wenn also der Monitor trotz hoher Auflösung zu klein gewählt wird, sind Texte schwer lesbar. Man sollte daher die Schriftdarstellung mit Windows-Bordmitteln zu vergrößern. Das hat leider Auswirkungen auf die Fenster-Darstellung der Programme, u.a. auch von winprosa.


Den entsprerchenden Einstellungsdialog erreichen Sie u.a. durch Rechtsklick in eine freie Stelle des Desktops. In Windows 7 rufen Sie dann Bildschirmauflösung auf (s.l.o.) und in Windows 10 Anzeigeeinstellungen; s.r.o.). In den Bildern sind die Dienste auf einem 26"-Full-HD-Monitor dargestellt. Daher ist die Skalierung auf (kleiner -) 100% eingestellt. (Windows 8.x spielt keine Rolle mehr, dort sind die Fenster aber ähnlich zu Windows 7 aufgebaut.)

Für ein 13"-Notebook wäre (Mittel -) 125% die richtige Einstellung.


• Auswirkungen auf winprosa

In den folgenden Bildern ist das winprosa-Anmeldefenster auf einem Full-HD-Monitor links mit 100%- und rechts mit 125%-Darstellung abgebildet.

Windows 7, links 100%-Darstellung: 410 x 165 Pixel, rechts 125%-Darstellung, aber nur 82% Fenstergröße: 333 x 143 Pixel


Windows 8.1, links 100%-Darstellung: 410 x 165 Pixel, rechts 125%-Darstellung, aber nur 82% Fenstergröße: 333 x 143 Pixel


Windows 10, links 100%-Darstellung: 396 x 153 Pixel, rechts 125%-Darstellung und 125% Fenstergröße: 494 x 192 Pixel


In W7 und W8 sind die Fensterränder relativ breit und die Titelzeilen sind in der Randfarbe gehalten (siehe weiter oben). Inaktive Fenster haben immer einen grauen Rand (oben nicht dargestellt).

In W10 sind die Fensterränder nur noch 1 Pixel breit und die Titelzeilen sind innerhalb der Ränder angeordnet, sie übernahmen in frühen W10-Versionen die Hinterrgrundfarbe des jeweiligen Fensters. Erst später konnten die Titelzeilen eingefärbt werden (siehe 11.5 Fensteroptimierung). Inaktive Fenster haben einen grauen Rand, was aber wegen der geringen Breite fast nicht auffällt. Dafür ist bei inaktiven Fenstern die Schriftfarbe der Titelzeile immer "ausgegraut" (s.r.).

Die 100%-Darstellung ist in W7 noch hinnehmbar und in W8 gut. Aber offensichtlich vergrößern W7 und W8 die Zeichen relativ zu den Fenstern und damit zu Lasten der Fensterabmessungen.

Die 125%-Darstellungen liefern in W7 und W8 Fenster, die nur 82% groß sind im Vergleich zur 100%-Darstellung. Also liefert die Einstellung Kleiner größere Bilder als die Einstellung Mittel. Das bedeutet, dass bei der größeren Darstellung der Inhalt vergrößert, aber der Rahmen soweit verkleinert wird, dass beide Darstellungen beim Betrachten auf dem Bildschirm gleich groß wirken! Dafür sind die Zeichen gestochen scharf, denn sie werden passgenau auf die Bildschirmpixel übertragen. Aber in großen Fenstern wird der Inhalt beschnitten. (Zur Kantenglättung/Antialiasing siehe weiter unten unter ClearType.)

Lediglich unter W10 ist die Fensterdarstellung für beide Zeichenauflösungen gleichartig ausgewogen, denn zur 125%-Darstellung gehören auch Fenster, die 125% groß sind im Vergleich zur 100%-Darstellung. Damit bleibt der Fensterinhalt beim Vergrößern erhalten, aber große Fenster passen u.U. nicht mehr auf den Bildschirm. Ausserdem werden die Zeichen nicht mehr passgenau auf die Bildschirmpixel übertragen, vergrößerte Fenster wirken also etwas unscharf.

Leider ist die Auflösungsproblematik noch komplizierter: unterschiedliche Elemente werden auflösungsabhängig unterschiedlich dargestellt, und das von jeder Windowsversion anders! Dies illustrieren die folgenden Bilder, in denen als Beispiel der Druck des Abiturschlusssitzungsprotokolls dargestellt wird; jeweils ist das Programmfenster samt Druckdialog abgebildet, darunter das Druckergebnis.


Windows 7, links 100%-Darstellung: 1345 x 736 Pixel, rechts 125%-Darstellung, beide Programmfenster gleich groß:


Hier haben beide Darstellungen individuelle Fehler und links ist der Druckdialog unpassend, rechts dagegen ordentlich (s.o.). Aber rechts ist das Druckbild überraschenderweise völlig unbrauchbar, während es links ordentlich ist (s.u.). Die Bildschirmeinstellung beeinflusst also auch das Druckbild.


Windows 8.1, links 100%-Darstellung: 1345 x 736 Pixel, rechts 125%-Darstellung, beide Programmfenster gleich groß:


Hier sind beide Darstellungen passabel; auch der Druckdialog ist beidesmal brauchbar (s.o.). Aber auch hier ist das rechte Druckbild gar nicht brauchbar (s.u.).


Windows 10, links 100%-Darstellung: 1344 x 801 Pixel, rechts 125%-Darstellung: 1663 x 912 Pixel:


Hier wirken alle Fensterdarstellungen ausgewogen und die Druckergebnisse stimmen überein. Aber überraschenderweise ist das rechte Programmfenster nicht genau 125% groß und die Seitenverhältnisse sind unterschiedlich.


Mindestens seit Windows 2000 "experimentiert" MS mit der Umsetzung von Bildschirmauflösungen und Druckauflösungen. Seither sind Windows XP, Vista, 7, 8 und 10 erschienen. Und nun erst scheint es eine ganzheitliche Lösung zu geben.
Ein starkes Argument für W10.

Auf den folgenden HP-Supportseiten haben wir zusätzliche/ergänzende Hinweise gefunden:
HP PCs und Monitore - Ändern der Anzeigeeinstellungen, des Hintergrundbilds, der Bildschirmsymbole und des Bildschirmschoners (Windows 10, 7)
HP PCs und Monitore - Ändern der Darstellung von Windows 8


• Schriftenglättung mit Windows-ClearType

Mittels Clear-Type-Schriftenglättung versucht Windows die Rasterungseffekte auf Rasterdisplays zu minimieren. Das Verfahren ist auch als Antialiasing/Kantenglättung bekannt.

Vergleichen Sie die beiden Buchstaben und miteinander. Der linke ist mit, der rechte ohne ClearType gezeichnet. Aber beide sind Vergrößerungen aus dem Anmeldefenster für winprosa (s.r.; oben mit, unten ohne aktiviertem ClearType).


Man kann sich trefflich streiten, welche Darstellung besser ist, die "glatte" oder die scharf gerasterte. Im Anmeldefenster ist der Unterschied fast nur mit der Lupe auszumachen. Erst in der Vergrößerung durch Klick auf eines der Anmeldefenster (s.r.) wird der Unterschied deutlich.

Dabei fällt auf, dass auch ohne ClearType nicht alle Zeichen scharf gerastert sind; deutlich zu erkennen am Antialiasing in der blauen Titelzeile. Es hängt von der aktuellen Zeichengröße relativ zum Raster ab, ob ein Zeichen genau ins Raster passt oder nur näherungsweise. Und die aktuelle Zeichengröße hängt vom weiter oben beschriebenen Skalierungsgsfaktor ab. Daraus folgt, dass Windows immer Antialiasing betreiben muss. Aber mittels zuschaltbarem ClearType wird dieser Effekt verstärkt, und das auch bei schon "bearbeiteten" Zeichen.

Die Sachlage ist noch komplexer, wie nebenstehende Bilderreihe zeigt. Der erste Buchstabe ist ohne ClearType scharf in eine 7×8-Matrix gezeichnet, der zweite ist durch ClearType bunt in eine 8×8-Matrix aufgeblasen. Beide sind Screenshots direkt vom Bildbearbeitungsprogramm aus erstellt, also Kopien aus dem Grafikspeicher. Der dritte ist vom Bildschirm mit einer Digitalkamera abfotografiert (also von der Kamera gerastert und dann als JPG komprimiert!) und dann in das Bildbearbeitungsprogramm übertragen, sodass man die tatsächliche LCD-Bildschirmrasterung erkennen kann. Dabei musste das Bild aber größenmäßig an die beiden anderen angepasst, also neu skaliert werden, wodurch die Qualität weiter gelitten hat. Jedes Bild ist durch Anklicken "zehnfach" vergrößerbar.

ClearType rufen Sie folgendermaßen auf:
Windows 7:  Systemsteuerung > Anzeige | ClearType-Text anpassen
W 10 1903:  Einstellungen > Personalisierung > Schriftarten | ClearType-Text anpassen
Details siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Subpixel-Rendering#ClearType.


 

  11.2 Fensterspiele in Windows: Snap, Shake &co.


Schon immer konnten unter Windows Fenster relativ frei angeordnet werden (nomen est omen).

Seit W7 können Fenster auf dem Desktop schneller positioniert werden. Schnappt man ein Fenster mit der Maus in dessen Titelzeile und zieht es dann so weit nach links oder rechts, dass der Mauszeiger den Fensterrand trifft, dann nimmt das Fenster die entsprechende Bildschirmhälfte formatfüllend ein. Gleichzeitig wird die andere Bildschirmhälfte den anderen Fenstern "angeboten"

Unter W10 ist dieser Dienst um die Ecken erweitert, so dass Fenster auch in die vier Ecken verschoben werden können und so jeweils ein Bildschirmviertel einnehmen (s.r.).

Jeder Doppelklick in die Titelzeile eines Fensters wechselt zwischen Vollbild und vorheriger Anordnung.

Das Ganze klappt auch mit der Tastatur; probieren Sie aus:  win  +  ←  oder  win  +  →  oder  win  +  ←  und anschließend  win  +  ↑  oder  win  +  →  und anschließend  win  +  ↓  usw. und jagen Sie so ein Fenster der Reihe nach von einem Eck zum nächsten.

Wenn (zu) viele Fenster geöffnet sind und die Übersicht verloren geht, können Sie die gerade nicht benötigten Fenster "wegschütteln". Fassen Sie das wichtige Fenster in der Titelzeile und schütteln Sie das Fenster etwas seitlich hin und her: schwupps, sind die anderen Fenster minimiert in der Taskleiste. Nach erneutem Schütteln sind alle Fenster wieder im Urzustand.

Schütteln meint links-rechts-links oder auf-ab-auf oder jeweils umgekehrt.

Für winprosa recht praktisch ist das Aufziehen des Programmfensters auf die maximale Bildschirmhöhe unter Beibehaltung der aktuellen Breite: Fassen Sie mit der Maus den oberen oder unteren Fensterrand (also nicht die Titelzeile!) und doppelklicken dort oder ziehen Sie den Rand vertikal zum nächstgelegenen Bildschirmrand.

Im MS-Slang handelt es sich um die Snap- und Shake-Funktionen, sowie Snap Assist, Corner Snap und Snap Fill. Details siehe auch Multitasking auf einem Desktop.


 

  11.3 Screenshots mit Bordmitteln


"Bilder zeigen mehr als Worte"; dieser Ansicht sind auch viele unserer Anwender. Daher erhält unsere Service-Line des öfteren Fotos, um einen Sachverhalt besser erklären zu können. Manchmal sind das echte Fotos, geknipst mit dem Handy oder der Digitalkamera. Und oft erhalten wir "Bilder" in Word-Dokumente abgelegt, mit mäßiger Auflösung. Dabei bringt Windows doch mehrere Bordmittel mit, um schnell hochwertige Screenshots zu erstellen und zu versenden. Erstellt werden können Vollbilder des ganzen Bildschirms, Fensterbilder einer Anwendung und frei wählbare Rechtecks-Ausschnitte.

Folgende über Tasten auslösbare "Knips-Methoden" gibt es derzeit:

  •  Druck  legt ein Vollbild in der Zwischenablage ab (W7, W8). In W10 wird dagegen die neue Schnittwerkzeug-App gestartet.

  •  Alt + Druck  legt das aktive Fensterbild in der Zwischenablage ab (W7 - W10).

  •  win + Druck  legt ein Vollbild im Systemordner Bilder > Bildschirmphotos im PNG-Format ab (W10 1909, Bildschirm verdunkelt sich kurz).
  •  win + Shift + s  startet das Schnittwerkzeug der neuen App Ausschneiden und Skizzieren in W10 (s.r.).
    Dort hat seit Version 1809 die Taste  Druck  die gleiche Funktionalität. Und seit W10 1803 können sie so sogar mehrere ScreenShots erstellen, siehe nächten Abschnitt.

Die Taste  Druck  oder  drucken  heißt auf englischsprachlichen Tastaturen  PrtScn  und die Taste  Strg  heiß dort  Ctrl .
 Shift  ist die Umschalt-Taste. Die Taste  Win  ist die Windows-Logo-Taste.


Aktuelle Windows-Apps zu "Knipsen" und Bearbeiten:

Eigentlich wollten wir die Bedienung genauer dokumentieren, aber genau jetzt stellt MS ziemlich viel in diesem Bereich um. Daher nur der Kurzhinweis: Seit W7 gibt es das Snipping Tool, das auch noch in W10 im Windows-Zubehör vorhanden ist. Damit kann man die erzeugten Bilder in mehrere Bildformate wandeln, beschriften und speichern; eigentlich das bisher beste Tool, das aber schrittweise durch Ausschneiden und Skizzieren ersetzt werden soll. Mit dem Snipping Tool können Sie auf einfache Weise Bilder von winprosa erzeugen, die u.a. temporär in der Zwischenablage gespeichert sind.

Möchten Sie Bilder in Emails als Anhang versenden, müssen es Dateien in einem Bildformat sein, wie z.B. .png, .gif oder .jpg. Bilder aus der Zwischenablage können so nicht gesendet werden.

Aber wenn Ihr EMail-Format auf HTML umstellbar ist, dann können Sie Bilder direkt per Copy and Paste in den Email-Text einbinden, also auch aus der Zwischenablage heraus. Sie brauchen dazu also nicht extra Word zu starten. Diesen schnellen "Trick" verwenden wir gerne in Antwort-Mails auf Anfragen. Daher ist es wünschenswert, dass Ihr Mail-Programm das auch anzeigen kann.

Schulen verwenden meist Outlook als Email-Programm. Dort stellt man das HTML-Format während des Schreibens einer Email ein, indem man das Fenster abdockt und dann im Fenster-Ribbon unter TEXTFORMATIEREN im Bereich Format die Formatierung HTML aktiviert (getestet mit Office Prof. Plus 13).


 

  11.4 W10-Zwischenablage (mehrfach)


Mittels  Strg+C  und  Strg+X  kann man bekanntlich Texte, Bilder und Dateien in die Zwischenablage kopieren, um sie anschließend mittels  Strg+V  an anderer Stelle einzufügen. Das klappt in allen Windows-Versionen, aber nur jeweils mit einem Objekt. Jedes neu gespeicherte überschreibt das vorhergehende.

Erst seit W10 1803 (Frühjahrs-Update 2018) speichert die Zwischenablage mehrere Objekte. Mittels  Windows+V  öffnen Sie die Zwischenablage und können so auch alle älteren Einträge anzeigen und daraus auswählen (s.r.).

Dazu muss der Corsor an der richtigen Stelle der (geeigneten) Zielanwendung stehen, dann erst dürfen Sie die Zwischenablage aufrufen und den gewünschten Eintrag anklicken und dadurch einfügen.

U.U. müssen Sie den Zwischenablagenverlauf erst freischalten über Einstellungen > System > Zwischenablage | Zwischenablagenverlauf. Die Zwischablage wird normalerweise bei jedem Herunterfahren gelöscht, es sei denn, Sie kennzeichen einzelne Einträge als erhaltenswert ("auf Startseite").


 

  11.5 Fensteroptimierung


Eigentlich sind Fenster in einem Betriebssystem namens Windows eine selbsterklärende Selbstverständlchkeit. Dachten wir. Dem ist aber spätestens seit dem verunglückten W8 nicht so. Und auch bei W10 hat sich MS nicht nur mit Ruhm bekleckert.

In Abschnitt 11.2 Fensterspiele in Windows: Snap, Shake &co. wird das zeitsparende Fenstermanagement unter W10 ausführlich beschrieben. Im folgenden Text wird die Fensterfarbgebung und die Akzentuierung des ganzen Desktops angesprochen.

Im folgenden Beispiel sind in beiden Bildern die gleichen sieben Fenster auf einem Full-HD-Desktop angeordnet. Und im linken Bild ist links unten in dem ganzen Weiß und Grau (vielleicht) ein schlafendes winprosa-Icon zu erkennen. Welches Fenster hat hier eigentlich den Fokus? So sieht u.U. ein neues W10 aus, wenn es noch nicht "angepasst" worden ist.


Ob Ihr "Desktop" manchmal so voll aussieht wie dieser "Schreibtisch", sei dahingestellt, aber im linken Bild ist ein Fenster genau in der Mitte des Desktops angeordnet, das einen beim genauen Hinsehen zum Warten verdammt: "Daten werden an den Kundenserver übertagen ...". Das kann dauern.

Dumm nur, dass dieses Fenster gar nicht mehr aktiv ist, wie sich erst aus dem rechten, etwas "bunteren" Bild erschließt: das direkt dahinter liegende Fenster ist aktiv, hat also den Fokus (und somit das Sagen); das andere Fenster ist nur noch "aus Versehen" im Vordergrund.


Den Dienst zur Colorierung des Desktops (s.r.) finden Sie unter Einstellungen > Personalisierung | Farben oder kürzer nach Rechtsklick in eine leere Stelle des Desktops und anschließende Wahl von Anpassen | Farben.

Es fällt (störend) auf, wie sehr sich MS ziert, akzentuierte Fenster darzustellen! Daher haben wir den Dienst Farben rot gekennzeichnet; der blaue Merker daneben fällt fast nicht auf (W10 1909). Das hat MS früher schon besser gemacht.

Besonders lästig ist ferner, dass nur schwer zu erkennen ist, ob am rechten Fensterrand eine Bildlaufleiste vorhanden ist.

Im ersten Bild ist schon dunkles Design eingestellt, im zweiten wurde gerade auf helles Design umgestellt.

Feinheiten ergeben sich aber erst in den nächten drei Bildern: Wenn Sie Benutzerdefiniert wählen (s.l.u.), dann können Sie für den Windows-Modus und den App-Modus getrennt dunkel/hell auswählen.

Dabei erschließt sich zunächst nicht, was mit Windows-Modus und App-Modus eigentlich gemeint ist; wir vermuten einen Übersetzungsfehler und denken, dass hier gemeint ist Desktop und Programmfenster/Apps. Aber das wird sowieso erst interessant, wenn Sie eine Akzentfarbe auswählen (s.m.u.) und dann festlegen, ob diese (auch) für Taskleiste & co. und/oder für Titelleisten/Fensterrahmen gelten soll (s.r.u.). Doch testen Sie selber.

     

Übrigens: MS hält sich selbst nicht immer an die eingestellte Akzentuierung der Titelleisten/Fensterrahmen. So wird z.B. der Explorer/Dateimanager sehr wohl eingefärbt, nicht aber der Browser Edge und auch nicht die Einstellungen.


 

  11.6 Umstieg von W7 zu W10


Der Support für Windows 7 hat laut MS im Januar 2020 geendet. Da anschließend keine Wartung des Betriebssystems mehr erfolgt, sind die Anwender aus Sicherheitsgründen gezwungen, auf Nachfolgebetriebssysteme umzusteigen. Und da MS aus dem Debakel mit W8 gelernt hat und mit W10 eine Symbiose aus W7 und W8 hervorgebracht hat, ist klar, dass ein Umstieg nur zu Windows 10 sinnvoll ist.

Es ist nicht Aufgabe der Kursstufenberater, die Schul-PCs auf W10 umzustellen; das ist eher Sache des Schulinformatikers/Dienstleisters. Aber die Kursstufenberater sollten ein paar Grundlagen zur Bedienung von W10 kennen. Das Startmenü von W10 (s.l.u.) sieht auf den ersten Blick deutlich anders aus als das von W7 (s.r.u.), aber im Kern ist es doch recht ähnlich zu bedienen. Daher ist es nicht empfehlenswert, W10 mit Hilfstools auf die alte W7-Optik zu trimmen. Vorbei ist schließlich vorbei.


Beiden Startmenüs ist gemein, dass nach wie vor die Programmaufrufe/Programmicons u.a. direkt auf dem Desktop und/oder in der Taskleiste untergebracht sein können. Somit sind die Unterschiede zwischen den Startmenüs bei der täglichen Arbeit praktisch bedeutungslos. Die Startmenüs werden eigentlich nur zum initialen Verteilen häufig gebrauchter Programmicons auf Taskleiste/Desktop und zum gelegentlichen Direktaufruf selten gebrauchter Programme benötigt. Logischerweise ist das jeweilige Starmenü daher im Normalzustand unsichtbar/geschlossen.

Aber es gibt ein paar Grundeinstellungen in Windows 10, die man kennen sollte. Wir haben daher in einem ausführlichen Vergleich zwischen W7 und W10 die Bedienungsähnlichkeiten hervorgehoben und erste Tipps zur Bedienung von Windows 10 zusammengestellt. Dieser Text ist aus Platzgründen ausgelagert, nachzulesen in Bedienung von Windows 10: Umstieg von Windows 7 zu Windows 10

Weitere Tipps zu Windows:
Bedienung von Windows 10, dort insbes. Bedienung von Windows 10 > Schnelleinstieg und nur für Neugierige und Nostalgiker Bedienung von Windows 8.1.1.


 

  11.7 Windows-Zeichensätze und winprosa


• Problemstellung und Lösungsansatz

winprosa arbeitet normalerweise ausschließlich mit dem in Windows standardmäßig vorhandenen 8-Bit-ANSI-Zeichensatz (genauer: Windows 1252 / CP 1252). Der findet Anwendung in allen Formularen, also auch in den amtlichen Zeugnissen.

Angesichts des "Euro-Zahlungsverkehrsraumes" reicht ein 8-Bit-Zeichensatz aber selbst in (West-)Europa für amtliche Dokumente eigentlich nicht mehr aus, zumal dort neben einigen nichtdruckbaren Steuerzeichen auch viele Nichtbuchstaben, wie Satzzeichen, Währungszeichen usw. vorkommen. So bietet der ANSI-Zeichensatz trotz seiner 256 Zeichen "nur" ca. 120 Buchstaben.

Und davon sind auf einer deutschen QWERTZ-Tastatur nur 29 + 29 Buchstaben direkt über Tasten erreichbar und über Tot-Tasten einige wenige weitere mit Diakritika (s.w.u.). Aber schon das französische ç und das spanische ñ sind so nicht erreichbar. Und z.B. Łódź, Tomáš oder Varaždinska Županija sind auch nicht richtig erfassbar/darstellbar.

Im englischen Alphabet sind nur die 26 Grundbuchstaben (genauer 26 Groß- + 26 Kleinbuchstaben) vorhanden. Dort gibt es somit keinerlei Sonderbuchstaben, es entspricht also dem Lateinischen Alphabet der Renaissance. Dieses bildet die Grundlage des Lateinischen Schriftsystems (s.w.u.).

Andere Alphabete des Lateinischen Schriftsystems kennen neben den Grundbuchstaben solche mit diakritischen Zeichen, ferner Ligaturen, Digraphe und echte Sonderformen. So gibt es im Deutschen die Umlaute Ää Öö Üü und das Eszett ẞß, sowie in Eigennamen/Fremdwörtern das ë (= e mit Trema als Kennzeichen einer Diärese); vgl.z.B. Pch (Eigenname) mit Pietät (Fremdwort), jeweils i-e gesprochen mit piesacken, i-i gesprochen. Somit gibt es im Deutschen 26+4 Großbuchstaben (ë nicht mitgezählt); z.B. im Französischen sind es sogar 26+16.

Um der Vielfalt gerecht zu werden, kommt im deutschen Personenstandsrecht seit 2012 der spezielle Zeichensatz string.latin zum Einsatz. Der umfasst aber derzeit über 400 Glyphen (Buchstaben); er soll sogar auf 600 Glyphen ausgebaut werden.

Die Restriktionen bezüglich der Namensschreibung auf deutschen Personalausweisen geben für winprosa einen Weg vor, dem Dilemma bez. Namensschreibweise zu entkommen. Im Personalausweis werden im "Klartextfeld" auf der Vorderseite Name und Vornamen so geschrieben, wie es aus der (nationalen) Geburtsurkunde ersichtlich ist (allerdings längenbeschränkt!), in der maschinenlesbaren Zone auf der Rückseite aber im Schriftsatz OCR B, der nur das englische Alphabet umfasst (noch mehr längenbeschränkt!). So werden also ggf. zweierlei Namen verwaltet!

Aufgrund der Längenbegrenzung dürfte die für Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg zuständige Passbehörde Personalausweisprobleme haben; für ihn müsste wohl das Feld Ordens- und Künstlernamen herhalten müssen mit Karl-Theodor von und zu Guttenberg.

Einen ähnlichen Weg wird winprosa gehen: dort wird es pro Schüler auch zweierlei Namen geben, nämlich den "normalen" im Stammdatensatz, wie er u.a. direkt über die Tastatur erfassbar ist und zukünftig zusätzlich zwei RTF-Felder samt Eingabehilfe für den Zeugnisnamen und den Zeugnisgeburtsort, also Namen und Geburtsort für amtliche Zeugnisse. Das Vorgehen hat den Vorteil, dass die Schüler "normal" sortiert werden können, völlig unabhängig von nationalen Gepflogenheiten. Details zur Handhabung siehe Stammdatenverwaltung > … >1.4 Unterregisterkarte Persönliche Daten.


Die folgenden Informationen dienen zur Vertiefung; dort liegt der Schwerpunkt auf Namen-Schreibweisen, nicht aber auf Satzzeichen usw.


• Lateinisches Schriftsystem

Man unterscheidet phonographische, piktographische und logographische Schriften  oder  Buchstabenschriften, Silbenschriften und Wortschriften  oder  …

Das lateinische Schriftsystem ist das am weitesten verbreitete Schriftsystem der Welt: Alphabete von über 60 Ländern leiten sich mit Anpassungen davon ab (auch z.B. Vietnamesisch; s.u.) und werden als lateinische Alphabete oder Lateinschriften bezeichnet.

Neben den 26 lateinischen Grundformen/Grundbuchstaben umfasst das lateinische Schriftsystem über 90 weitere Sonderbuchstaben, jeweils mit Groß- und Kleinschreibung. Die einzelnen Buchstaben dieses Buchstabensystems stellen die Phoneme der jeweiligen Sprache dar, wobei derselbe Buchstabe in verschiedenen Sprachen auch verschiedene Phoneme repräsentieren kann und in einer Sprache ein Buchstabe mit unterschiedlichen Diakritika auch unterschiedlich ausgesprochen wird. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinisches_Schriftsystem.

Die Sonderbuchstaben gliedern sich in Grundbuchstaben mit diakritischen Zeichen (ä ç č é è ê ö ü ữ …), Ligaturen (æ œ …), Digraphe (ij nj dz …) und Sonderformen (ð þ ß …), wobei das deutsche ß eigentlich auch eine Ligatur ist, was auch der Name Eszett widerspiegelt. Die diakritischen Zeichen sind kombinierende Zeichen, das Ergebnis derartiger Kombinationen sind kombinierte Zeichen.

Ein schönes Beispiel für den Gebrauch von Diakritika ist:
Cộng hòa Xã hội chủ nghĩa Việt Nam  (Sozialistische Republik Vietnam) mit  Đà Nẵng  (Großstadt in Zentralvietnam).
Vietnamesisch gehört nun gewiss nicht zum paneuropäischen Schriftraum, das Türkische im weiteren Sinn aber schon.

Bernd Kappenberg hat 2006 in "Der Gebrauch europäischer lateinischer Sonderzeichen in der deutschen Öffentlichkeit" in Kapitel 2 eine komplette Zusammenstellung des paneuropäischen lateinischen Zeichensatzes (also ohne Griechisch und Kyrillisch) geliefert; Details siehe http://www.mediensprache.net/networx/networx-49.pdf. Er kommt auf 361 Buchstabenglyphen zuzüglich der Ziffern, Satzzeichen und einiger math. Zeichen usw. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Alphabete.

Die Buchstaben sind immer in einer Reihenfolge angeordnet (durchnummeriert), was als Regel zum Sortieren benutzt wird. Aber leider werden die Sonderformen in jedem Alphabet unterschiedlich eingeordnet. So ist z.B. das Ö im Schwedischen immer als letzter Buchstabe im Alphabet einsortiert, aber im Deutschen hinter O (also hinter Oz)  oder  in Lexika gleichwertig zu O  oder  in Telefonbüchern gleichwertig zu OE.

Im professionellen Buchdruck wird jeder vorkommende Buchstabe, jedes Satzzeichen und jeder Leerraum als einzelne Letter "geschnitten" oder im Bleisatz gegossen. Dabei gibt es aus ästhetischen und technischen Gründen Ligaturen, z.B. neben den Lettern f und l auch die Ligatur als eine Letter. fl ist aber im Deutschen kein Buchstabe des Alphabets (hat also keine eigene Platznummer), wird daher als f l sortiert, im Gegensatz zu z.B. œ im französischen Alphabet, das dort ein Buchstabe mit Platznummer ist.


• Zeichensatz-Grundlagen

"Das Zeichen (engl. character) ist die abstrakte Idee eines Schriftzeichens, die Glyphe ist dessen konkrete grafische Darstellung. Elektronische Texte wie dieser hier werden als abstrakte Zeichen gespeichert, und ihre Erscheinungsform hängt von der jeweils gewählten Schriftart ab. Im einfachsten Fall existiert zu jedem sichtbaren Schriftzeichen […] in einer bestimmten Schriftart (Schriftbild und Größe) eine einzelne Glyphe."
Zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphe.

"Unter einem Zeichensatz versteht man einen Vorrat an Elementen, Zeichen genannt, aus denen sich Zeichenketten zusammenstellen lassen. Solche Elemente können unter anderem die Buchstaben eines Alphabetes, Ziffern, aber auch andere Symbole sein, etwa die Sonderzeichen, […] oder Steuerzeichen. Ein Zeichensatz ist weniger als ein Zeichencode, der zusätzlich noch eine definierte Nummerierung der Zeichen des Zeichensatzes enthalten muss. […]."
Zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Zeichensatz.

Grundlage für Zeichensätze sind logischerweise Alphabete, die in Code-Tabellen (Zeichecodes) angeordnet sind. Z.B. bei Unicode bestehen die Tabellen aus den Buchstaben samt einer Anordnung/Nummerierung und einer Beschreibung über die Buchstaben-Ausformung und -Rubrizierung. Das nebenstehende Beispiel ist LATEINISCHE ZEICHEN IN UNICODE entnommen.

Derartige Tabellen sind immer "durchnummeriert", bedingt durch den Zeilenaufbau, den jeweiligen "Platz" in der Tabelle. Da diese Tabellen aber meist Auszüge umfangreicherer Tabellen sind, muss neben der "Platznummer" die eigentliche Zeichennummer, der Codepoint, benannt sein (meist hexadezimal).

Da das in diesen Tabellen jeweils ausgedruckte Zeichen (die Glyphe) aber wiederum einen Zeichensatz für diese Darstellung benötigt, muss die grundsätzliche Ausformung in normierter Weise beschrieben/umschrieben werden. Typographisch benötigt man zusätzlich zur Code-Tabelle noch Angaben über die Schriftart, wie Arial (ohne Serifen) oder Times New Roman (mit Serifen) und den Schriftschnitt, wie aufrecht/normal oder kursiv oder fett und die Schriftgröße, wie 12 pp oder 15 pt.

Im obigen Tabellenausschnitt ist zu erkennen, dass die Buchstaben anhand ihrer Codepoints lückelos aufgeführt sind, aber es gibt viel mehr aus dem lateinischen Alphabet abgeleitete Buchtaben, als hier aufgeführt sind. Am Beispiel der 12 Sonderbuchstaben im Tabellenausschnitt, die zu den 5 Grundbuchstaben a - e gehören, sei das gezeigt:  à á â ä å ã ă æ ą ć č ç ď đ è é ê ë ĕ ę . Hier kommen schon 20 Sonderbuchstaben zusammen; insgesamt sind es wohl mindestens 36.


• Ein- und Ausgabe von Sonderbuchstaben

- Schreibmaschine

Wenn man auf einer normalen Schreibmaschine der Reihe nach ´ ` e getippt hat, dann ist der Wagen bei ´ und ` stehengeblieben und hat sich erst nach e weiter bewegt, womit ein ê geschrieben war. Die Akzenttasten sind sogenannte Tot-Tasten und das ê ist dann ein kombinierter Buchstabe. Auf alten Schreibmaschinen gab es nur ´ und ` und dadurch indirekt auch ^ .


- Buchdruck

Im Buchdruck (mit Bleisatz) kann es keine kombinierten Buchstaben geben (also soche aus Grundbuchstaben und ggf. mehreren zusätzlichen kombinierenden Zeichen), sondern nur "ganz viele" vollständige Lettern, die aus Setzkästen herausgesucht werden und zu Zeichenketten zusammen gesetzt werden müssen.


- Hardware-PC-Tastaturen

Das Arbeiten mit Tot-Tasten wurde (teilweise) auf Computertastaturen übertragen, dort teilweise sogar erweitert. Die Einsatzbreite hängt aber stark vom jeweiligen Tastaturtreiber und noch stärker von der verwendeten Schreibsoftware ab.

Auf deutschen QWERTZ-Tastaturen wirken meist nur ´ ` ^ als Tot-Tasten, obwohl noch ° ' " ~ , ; . : / - zur Verfügung stünden. Leider funktionieren die Tot-Tasten nicht mit allen benötigten Grundbuchstaben und leider können die anderen eben aufgeführten Tasten nur von speziell dafür programmierte Editoren genutzt werden (z.B. Word), dann aber auf z.T. abenteuerliche Weise, so soll z.B. "ALT+STRG+UMSCHALT+?" das führende spanische Fragezeichen ¿ ergeben, also sind vier Tasten gleichzeitig zu drücken (und das klappt tatsächlich!).

Auf einigen ausländischen Tastaturen gibt es eine spezielle Combine-Taste, mit der kombinierte Zeichen eingebbar sind.

In MS-Office gibt es für Vielschreiber raffinierte Tastenkombinationen für Tot-Tasten; dort liefert z.B.  Strg  +  &  ,  A  den Buchstaben Æ oder  Strg  +  ,  ,  C  den Buchstaben Ç oder  Strg  +  :  ,  e  den Buchstaben ë.
In diesem Sinn hat die Tastenkombination  Alt  +  Strg  +  Shift  +  ?  keinerlei Tot-Tasten, weil alle beteiligten Tasten gleichzeitig zu drücken sind, um ¿ zu erhalten.

Die einzelnen Tot-Tasten und Tastenkombinationen sind in MS: Tastenkombinationen für internationale Zeichen aufgelistet; aber leider wirken die nicht auf allen PCs so, wie MS das beschreibt.


- Zeichentabellen in Windows und Office

Einen Ausweg bietet in Windows der Dienst Windowszubehör > Zeichentabelle (charmap.exe) und in MS-Office der Dienst ... > Einfügen > Symbol. Diese beiden Dienste simulieren im engern Sinn den Buchdruck: Die Lettern/Glyphen werden jeweils aus einem großen Setzkasten zusammen gesucht und zu Zeichenketten zusammen gesetzt.

In charmap.exe (s.r.) stellen Sie zunächst die Schriftart ein und dann in der Erweiterten Ansicht den Zeichensatz/Codetabelle (grün markiert). Neben dem Zeichensatz Windows: westlich stehen u.a. noch Windows: Baltisch, Windows: Mitteleuropa und Windows: Türkisch zur Auswahl. Damit wird der paneuropäische Schriftraum (fast) abgedeckt.

Wenn Sie in der Tabelle einen Buchstaben anklicken, wird der vergrößert angezeigt und unten wird sein Unicode-Codepoint in hexadezimaler vierstelliger Unicode-Notierung angezeigt, dann in Klammern sein Windowszeichensatz-Codepoint in normaler hexadezimaler zweistelliger Darstellung, dann die Buchstabenbeschreibung und ggf. ganz rechts der für Office gültige Tastaturcode (blau markiert). Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hexadezimalsystem.

Sie können als Zeichensatz natürlich auch Unicode einstellen, dann wird die Tabelle aber unübersichtlich, weil dann z.B. ca 3200 Glyphen der Schriftart Arial in der durch deren Codepoints vorgegebenen Reihenfolge eingeblendet werden.

Unabhängig davon, ob ein Zeichen in der Tabelle bereits aktiviert ist, können sie mit der Maus über die Tabelle fahren und erhalten zum aktuellen Zeichgen die Codeinformationen und die Zeichenbeschreibung (rot markiert). Im Beispiel ist sehr schön der Unterschied zwischen dem 8-Bit-Windows-Codepoint und dem 16-Bit-Unicode-Codepoint zu sehen: Unicode-Codepoint U+0160 (= 352 dez.), Windows-Codepoint 0x8A (= 130 dez.).

Im Feld Zeichenauswahl (orange markiert) können Sie normalen Text über die Tastatur erfassen oder per Copy and paste eintragen. Wenn Sie dann den Cursor im Text positionieren und mit der Maus ein Zeichen in der Tabelle aktivieren, wird das mittels  Auswählen  an der Cursorposition eingefügt. Ist der Text komplettiert, wird er mittels  Kopieren  zur Weiterverwendung in die Zwischenablage übertragen.

Das Charmap-Fenster ist in der Größe nicht variierbar, es zeigt immer 10 Zeilen à 20 Glyphen. Wenn man die Tabellen insgesamt untersucht, ist zu erkennen, wie einerseits im 8-Bit-Schema teils logische Abfolgen verwendet worden waren, teils reine Lückenfüllerei betrieben worden war. Z.B. das rot markierte Zeichen Š hat, wie seine Nachbarzeichen Œ und Ž, keinen Bezug zum ansonsten geordneten Alphabet.


Und wer mit Office arbeitet, sich aber die dortigen Tot-Tasten nicht merken will, muss die Office-Zeichentabelle Symbol verwenden. Die ist viel mächtiger als charmap.exe, arbeitet dafür nur mit einzelnen Zeichen und nur in Office. Wenn Sie Text in anderen Anwendungen brauchen, müssen Sie diesen also erst in Office komplettieren und dann per Copy and Paste in die Zielanwendung übertragen.

Das Symbol-Fenster in Office ist skalierbar. Wenn man die Zeichentabelle auf 32 Zeichen pro Zeile einstellt, korrspondieren die Einträge am besten mit der zugrundeliegenden Hexadezimalanordnung. So ist dann leicht zu erkennen, dass die Tabelle zu unterschiedlichen Zeitpunkten zusammengestellt worden ist. Der Anfang der Tabelle ist aus Kompatibilitätsgründen den 8-Bit-ANSI-Tabellen entsprechend codiert, was eine Anordnung der Groß-/Kleinbuchstaben mit einem 25-Versatz ergibt (links violett markiert). Später aufgenommene Zeichen sind in direktier Abfolge Groß-Klein-Buchstabe angeordnet (rechts violett markiert).

Oben stellen Sie links die gewünschte Schriftart ein und rechts den gewünschten Subset/Ausschnitt aus der Schriftarttabelle (grün markiert).

Unten sehen Sie eine History-Liste der zuletzt verwendeten Zeichen. Wenn Sie dann in der Tabelle oder dieser Liste einen Buchstaben aktivieren, sehen Sie ganz unten dessen Unicodenamen/Buchstabenbeschreibung samt Zeichencode (blau markiert).

Mittels  Autokorrektur…  können Sie dort in der Autokorrektur eine Zeichenkombination vereinbaren, die diese jedesmal bei deren Auftreten durch den entsprechenden Sonderbuchstaben ersetzt. Und mittels  Tastenkombination…  können Sie eine Tastenkombination definieren, die Sie anstelle des Sonderbuchstabens eintippen können und die dann durch eben diesen Sonderbuchstaben ersetzt wird.

Jeder Doppelklick auf ein Zeichen in der Tabelle überträgt das Zeichen in die History-Liste und in den Zieltext. Ein Doppelklick auf ein Zeichen in der History-Liste trägt das Zeichen ebenfalls in den Zieltext. Das Gleiche erledigt ganz unten der Knopf Einfügen ().


 

- Virtuelle PC-Tastaturen

Die (normalerweise gut versteckte) Bildschirmtastatur bietet einen wenig bekannten, aber hoch wirksamen Ersatz für die Unzulänglichkeiten der Hardware-Tastatur und der eben beschriebenen Zeichentabellen. Die Bildschirmtastatur läuft problemlos parallel zur Hardware-Tastatur. Bildschirmtastaturen gibt es vermutlich erst seit Windows 8 in Zusammenhang mit dem Tabletmodus. Und die gibt es sogar in mehrfachen Ausführungen; eine aktivieren Sie über Einstellungen > Erleichterte Bedienung > Tastatur | Bildschirmtastatur verwenden, eine andere über das Kontextmenü der Task­leiste: Bildschirmtastatur anzeigen (Schaltfläche).

Wenn Sie beide aktivieren, werden auch beide in der Taskleiste angezeigt (s.r.), aber die rechte ist blockiert. Die ist aber die wichtigere! Verwenden Sie also ggf. nur die rechte, über die Taskleite aktivierte, die lässt sich jederzeit ein- und ausblenden und die ist eine richtige "eierlegende Wollmilchsau" mit unterschiedliche Layouts (inc. Freihandtexteingabe).

Sie öffnen einfach ein Dokument oder ein Texteingabefeld in irgend einer Anwendung, aktivieren dann die Bildschirmtastatur und verschieben sie so, dass der Textbereich sichtbar ist. Und dann tippen Sie einfach drauf los, wie die folgenden Bilder zeigen.

Im ersten Bild ist die Tastatur erstmals geöffnet (s.l.). Im zweiten Bild ist dann die Funktionstaste aktiviert, so dass daneben anstelle des Smileys das Omega erscheint (s.r.). Das ist das aus Office bekannte Icon für Symbol einfügen.

Das dritte Bild zeigt diesen Einfügemodus (s.r.). Gewählt ist der hellblau unterlegte Teilbereich  Ç . Das ist aber einer aus acht Bereichen und dieser enthält bereits 340 diakritisch kombinierte Buchstaben, wie Sie anhand des Laufbalkens erahnen können.

Nach Klick auf  abc  schalten Sie zurück auf normale Eingabe. Schneller können Sie mit keiner anderen Methode Mischtext mit Sonderbuchstaben erfassen.

Im vierten Bild ist zu erkennen, wie das Tastaturlayout geändert werden kann (s.l.); aktuell gewählt ist die hellblau unterlegte Kombination.Wählt man dort das gelb umrahmte Layout, so erhält man das fünfte Bild (s.r.). Das zeigt die Tablet-Bildschirmtastatur. Die kann man aber auch mit der Maus bedienen, wie im Bild anhand des Mauszeigers zu sehen ist. Im Bild wurde der Taste o so lange mit der linken Maustaste gedrück, bis alle hier verfügbaren Optionen dieser Taste eingeblendet werden. Aber dieser Modus ist viel weniger leistungsfähig, als der in den Bildern 1 bis 3 beschriebene.


- Grenzen der Sonderbuchstabenerfassung

Eine 8-BIT-Anwendung kann trotz raffinierter Zeicheneingabe nur 8-Bit-Zeichen speichern, also alle Zeichen einer einzigen 8-Bit-Codepage. Das ist unabhängig davon, was auf dem Bildschirm angezeigt wird oder direkt auf dem Drucker ausgegeben wird! Spätestens nach dem Abspeichern und anschließendem erneuten Laden des fraglichen Textes zeigt sich der Erfolg/Misserfolg.

Am Beispiel des Windows-Editors Notepad sei dies erklärt (s.r.). Der kennt nicht die Tastenkombinationen von MS-Office, sondern nur die üblichen Tastatureingaben, ggf. mit den Tot-Tasten ´ ` und ^ . Aber der kann alle Unicodezeichen z.B. über die Bildschirmtastatur aufnehmen. Und beim Speichern kann man die Codierung wählen.

Wählt man hier versehentlich ANSI, dann wird aus dem Satz
"Adélaïde Françoise Dufrénoy hielt sich mit Havlíčkův Brod in Łódź auf."   der Satz
"Adélaïde Françoise Dufrénoy hielt sich mit Havlíckuv Brod in Lódz auf."
D.h., im ANSI-Code (CP 1252 = Windows westlich) kommen die französischen Sonderbuchstaben vor, nicht aber u.a. die polnischen oder tschechischen.

Wo es geht, hilft da die Eingabe in RTF-Felder (rich-text-format), so z.B. in winprosa.

"Das Rich Text Format (RTF) ist ein proprietäres Dateiformat für Texte, das von Microsoft 1987 eingeführt wurde. Es kann als Austauschformat zwischen Textverarbeitungsprogrammen verschiedener Hersteller auf verschiedenen Betriebssystemen dienen. Ebenso wird es zum Beispiel für die Darstellung formatierten Textes in Datenbankfeldern eingesetzt.
Im Gegensatz zu Plain text, der nur die reinen Textzeichen transportiert, aber keinerlei Formatierungen wie zum Beispiel Schriftgrößen, -arten oder -auszeichnungen, enthält ein RTF-Dokument auch zahlreiche Textformatierungsmerkmale bis hin zu eingebetteten Grafiken, ohne andererseits an eine bestimmte Software gebunden zu sein. Praktisch alle Textverarbeitungssysteme können RTF-Dateien schreiben und lesen. Layouttreue ist dabei allerdings nicht gewährleistet, es kann beispielsweise zu veränderten Seitenumbrüchen auf dem Zielsystem kommen.
Technisch gesehen sind RTF-Dateien reine Textdateien, enthalten jedoch innerhalb des eigentlichen Textinhalts eingebettete Anweisungen zur Formatierung. Diese Vorgehensweise nennt man Textauszeichnung (Markup), sie arbeitet ähnlich wie HTML und LaTeX. Darüber hinaus können in RTF-Dateien auch Binärdaten, z. B. ein Bild, eingebettet sein."

Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Text_Format.


- Fotosatz

Im modernen Fotosatz gibt es eigentlich auch keine kombinierten Buchstaben, schließlich landen auf dem Druckmedium auch nur Letterabdrücke. Da aber die ggf. "vielen" Sonderbuchstaben über normale Tastaturen eingegeben werden müssen, geht das rationell nur über mehrfache Tastenbelegung mit Tot-Tasten und Spezial­software. Außerdem ist es letztendlich egal, ob auf Folie, Papier oder Monitore "gedruckt" wird; immer setzt die Software die "Lettern" (irgendwie) zusammen.


- Unicode

Daher sind im Unicode Tot-Tasten in dem Sinne simuliert, als es da kombinierte Zeichen gibt, die jeweils aus einem Grundbuchstaben und zum Teil mehreren Diakritika bestehen, z.B. (codepoint 1EB5) kann aus den drei Codepoints für a und  ̆ und  ̃ zusammengesetzt werden. Das können sogar moderne Browser: ẵ (codepoints 0061 0306 0303). Hier kommt es auf die Reihenfolge an: ã̆ gibt es wahrscheinlich gar nicht!
Aus Kompatibilitätsgründen sind die "häufigsten" kombinierten Zeichen aber mit Einzelcodepoints erfasst.


• 8-Bit-Zeichensätze

Ab 1963 gab es den 7-bit-ASCII-Zeichensatz mit 128 Zeichenpositionen/Codepoints. Der beinhaltete in seiner 1968 standardisierten Form u.a. nur die englischen Großbuchstaben, wurde aber bald um die englischen Kleinbuchstaben ergänzt. Da ein Byte aus 8 Bit besteht, wurden später mehrere 8-bit-Zeichensätze entworfen, die in den unteren 128 Bytes ASCII-kompatibel waren und in den oberen 128 Bytes auch Sonderbuchstaben und Sonderzeichen beinhalteten, leider aber zueinander inkompatibel waren. Bekannteste Beispiele aus DOS-Zeiten waren Codepage 437 und Codepage 850. Letztere wird heute noch in Windows in der DOS-Box verwendet.

Letztendlich müssen alle 8-Bit-Zeichensätze zueinander inkompatibel sein, weil sie nur 256 Codepoints aufweisen können, aber die europäischen Sprachen 512 Codepoints benötigen, also nur in 9 Bits unterzubringen wären. Typische aktuelle Zeichensätze sind die ANSI-Codepage (genauer: Windows 1252 / CP 1252 "Westeuropäisch") und u.a. die Codepages 1250 "Mitteleuropäisch", 1254 "Türkisch" und 1257 "Baltisch". Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Windows-Codepage

Nebenstehend ist in der Windows-Zeichentabelle charmap.exe die Codepage 1252 dargestellt (s.r.). Da charmap.exe immer 20 × 10 Zeichen darstellt, ist nie die komplette Codepage sichtbar.

In den Tabellen sind nur die Codepoints ab 33 (0x21) aufgeführt, zu denen es Glyphen gibt. Daher hat jede Tabelle andere Lücken und eine andere Länge, wie am jeweiligen Tabellenende zu erkennen ist.

Unten sind alle eben erwähnten Codepages dargestellt, jeweils mit dem unteren Teil, in dem die Unterschiede zwischen den einzelnen Codepages auftreten. Alle Buchstaben sind gelb unterlegt.


 

 

Bezüglich der Namenverwaltung in Stammdatenprogrammen gibt es also die 80%-Lösung mittels der immer voreingestellten Codepage 1252 und als Ausweg die 100%-Lösung Unicode, die aber in reinen 8-Bit-Programmen nicht funktioniert. MS-Office kann Unicodes verwenden, aber nicht alle Glyphen in allen wählbaren Schriftarten sind vorhanden.

String.Latin der deutschen Meldebehörden ist eine kleine Untermenge von Unicode, die den paneuropäischen Schriftraum abdecken soll. Daher müssen alle Behörden, die Personaldaten führen, auf Unicode umstellen.


• Unicode und UTF

Unicode bedeutet Universal Coded Character Set (UCS),
UTF bedeutet Unicode Transformation Format (= Abbildungformat in eine Text-Datei).

Unicode ist gegliedert in 17 Codeplanes zu je 65.536 codepoints, also zusammen 1.114.112 und kann damit praktisch alle aktuellen und vergangenen Alphabete/Sprachen der Welt aufnehmen, genauer, alle bekannten Schriftsysteme und Zeichen zu kodieren. Die Codepoints werden üblicherweise hexadezimal nummeriert.

Die erste Unicode-Codeplane heißt Basic Multilingual Plane, diese BMP umfasst 216 = 65.536 Codepoints, die also als Doppelbytes hexadezimal angesprochen werden können, also von 00 00 bis FF FF. Zum Vergleich: Joseph D. Becker, der Schöpfer des ersten Unicode-Entwurfs, hat 1988 vermutet, dass damals der in allen Zeitungen und Zeitschriften der Welt benötigte Zeichenvorrat "zweifelsfrei weit unter 214 = 16.384 liegt" (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Unicode) und https://de.wikipedia.org/wiki/Hexadezimalsystem.

"Unicode ist lediglich ein abstrakter Standard, der jedem vorhandenen Zeichen eine Nummer (den codepoint) zuweist. Diese Codepoints werden hexadezimal angegeben (U+1F46 usw.). Die Codierung (encoding) legt fest, in welcher Form die codepoints in einer Datei gespeichert werden. UTF-8, UTF-16, UTF-32 sind nicht gleichbedeutend mit Unicode, sondern Standards, wie Unicode-Zeichen gespeichert werden.
UTF-8:
Häufige Zeichen (lateinisches Alphabet) werden in 1 Byte gespeichert, seltenere in 2 oder 3 Byte. D.h. bei einem Text, der nur aus lateinischen Buchstaben ohne Umlaute besteht, ist eine UTF-8-codierte Datei nur halb so groß, wie eine UTF-16-Datei.Wie viele Bytes zu einem Zeichen gehören, ist jeweils in der Bitfolge codiert.
UTF-16:
Jedes Zeichen der BMP wird mit 2 Bytes gespeichert, alle weiteren mit 4 Bytes. Aber zwei Darstellungen sind möglich: Big-Endian (höherwertigeres Byte zuerst), Little-Endian (niedrigwertigeres Byte zuerst), wie auch sonst in der Informatik üblich.
UTF-32:
Benötigt immer vier Bytes und könnte do direkt über 4 Mrd. Zeichen kodieren, wird aber zum Speichern unt Tranprtieren von text nicht eingesetzt.
BOM:
= Byte Order Mark, das ist die Markierung (2-4 Byte) zu Beginn einer Datei, die das encoding angibt, z.B. bei UTF-8: EF BB BF   UTF-16 (BE): FE FF   UTF-16 (LE): FF FE"

Sinngemäß entnommen aus Sonderzeichen, TEI und Unicode. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Unicode_Transformation_Format.


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