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Zusammenarbeit von Untis und winprosa

 

  1. Übersicht
  2. Export von winprosa nach Untis
    Grundlagen
    Kurskürzel
    Kurseigenschaften
    Jahrgangsübergreifende Kurse
    Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2


Stand 25.05.2016

  1. Erstellen der Bänder in Untis
    Einlesen und Bearbeiten der Daten
        Vorarbeiten
        Einlesen der Daten
        Fachräume
        Stammräume / Doppelstunden
        Koop-Kurse
        Teilen einzelner Kurse
    Verplanung der vierstündigen Kernfächer
    Verplanung der zweistündigen Nebenfächer
    Erstellung des Oberstufenplans
  2. Import von Untis in winprosa



 

1. Übersicht

Thema überspringen

Untis kombiniert im Modul Kursplanung aus vorgegebenen Kurswahlen komplette Bändermodelle unter Berücksichtigung von Kurswahlwünschen und Parallelkurseinteilungen. Dazu stehen zwei Methoden zur Verfügung:

  • Mit der Totaloptimierung (bis Untis 2013 Standardoptimierung) werden für alle Kurse mit ausgefeilten heuristischen Methoden quasioptimale Lösungen hoher Qualität angestrebt (die Kombinationsmannigfaltigkeiten verhindern auch heutzutage exakte Optimierungen).

  • Mit der Optimierung von Teilbereichen werden Lösungen mit vollständiger Iteration gesucht, d.h. es werden alle Kombinationen durchgespielt, bis eine Lösung gefunden ist. Daher muss die Menge der zu verplanenden Kurse in sinnvolle Teilmengen zerlegt werden (z.B. in BW in vierstündige Kernfachkurse und zweistündige Nebenfachkurse), die dann in getrennten Schritten verplant werden.

Diese Optimierungsarten sind nicht zu verwechseln mit der Stundenplanoptimierung von Untis; aber die Stundenplanoptimierung kann die im Kursmodul erzeugten Bänder im Stundenplan verplanen.

Die Optimierung von Teilbereichen erlaubt auf einfache Weise die Beeinflussung des Ergebnisses (z.B. welche Kurse müssen in einem gemeinsamen Band sein, welche dürfen nicht gemeinsam unterrichtet werden). Allerdings fällt das sinnvolle Einteilen von Teilbereichen u.U. dann schwer, wenn es nicht so klar erfolgen kann, wie in BW).

Daher ist in Untis die Totaloptimierung vorhanden, die u.a. ggf. automatisch Teilbereiche festlegt und dann intern die Optimierung von Teilbereichen startet.

In beiden Optimierungsarten werden Bänder (Schienen) erzeugt, die gleich in einen Stundenplan integriert werden können (von Hand oder automatisch per Stundenplanoptimierung), wobei die weitreichenden Planwerkzeuge und Diagnosemöglichkeiten von Untis voll zum Tragen kommen.

Seit Version 2003 verfügt Untis über eine bidirektionale Datenschnittstelle zu winprosa (s.o. ab Untis 2015; s.l. bis Untis 2014). Somit brauchen in Untis keine Studenten mehr samt Kurswahl erfasst zu werden.

Vielmehr erwartet nun Untis von winprosa eine Schnittstellendatei winprosagp.txt, bzw. übergibt nach getaner Arbeit eine andere Schnittstellendatei gpwinprosa.txt zurück an winprosa. Dazu dient der Programmdienst Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.- Würt. > Winprosa (s.r., alle Bezeichnungen beziehen sich auf Untis 2015 ff).

Möglich ist die Übertragung der "Studenten" samt Kurswahlwünschen und Kurs­angebot nach Untis. Dabei können feste Parallelkurszuweisungen mitübertragen werden, die von Untis nicht mehr geändert werden (mehrheitlich für Jahrgangsstufe 2 nötig), als auch offene Parallelkurseinteilungen (mehrheitlich für Jahrgangsstufe 1 nötig).

In Untis erfolgen dann im Rahmen der Bandoptimierung die Einteilung in die (restlichen) Parallelkurse, ggf. Änderungen einzelner Kurslehrer, die Verplanung im Wochenstundenplan und die Raumzuweisung.


Diese Abhandlung kann nicht das Untis-Handbuch zum Modul Kursplanung ersetzen.
Hier sind lediglich Tipps und Hinweise aus Sicht von winprosa aus zu finden.


winprosa verfügt dement­sprechend ebenfalls über eine bidirektionale Datenschnittstelle zu Untis über den Menüweg Datei > Schnittstellen.

Nebenstehendes Bild zeigt die Registerkarte gp-Untis und dort die Unter­registerkarte Export Kurswahl.

Es ist eigentlich selbstverständlich, dass jeder Schüler einer NGO-Klasse(nstufe) angehören muss. Weniger selbstverständlich ist, dass alle Parallelkurse eines Faches unterscheidbare Namen haben müssen (meist gleiches Kürzel mit angehängter Parallelkursnummer).

winprosa verwendet intern unterscheidbare Namen, lässt aber zu, dass Sie für alle Parallelkurse eines Faches dieselben Namen verwenden. Dies ist im Einklang mit der üblichen Nomenklatur, dass falls z.B. Klasse 7a in Englisch geteilt unterrichtet wird, trotzdem nur ein Fachkürzel E verwendet wird. In winprosa ist es aber üblich, Parallelkurse unterscheidbar zu benennen. Für die spätere Kursverarbeitung in Untis ist dies sogar zwingend vorgeschrieben.


Inhalt



 

2. Export von winprosa nach Untis

Thema überspringen 2.1 Grundlagen  2.2 Kurskürzel  2.3 Kurseigenschaften  2.4 Jahrgangsübergreifende Kurse
2.5 Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2
 

  2.1 Grundlagen

Im Regelfall erzeugen Sie die Daten entweder für die erste oder für die zweite Jahrgangsstufe, verwenden also die Kurswahlen des ersten oder des dritten Halbjahres. Da die Klassenbezeichnung in Untis frei wählbar ist, können Sie die dort zu verwendende Klassenbezeichnung hier definieren (z.B. Jg1 für die 1. Jahrgangsstufe; siehe obiges Bild; Sie müssen eine Bezeichnung angeben, sonst fehlt später in Untis den Studenten die Jahrgangszugehörigkeit).

Achtung:  

Sie müssen also in zwei getrennten Schritten eine Übergabedatei für das erste Halbjahr z.B des Abi-Jahrgangs 2014 und eine für das dritte Halbjahr des Abi-Jahrgangs 2013 erzeugen. Da beide Dateien den gleichen Namen haben, sollten diese in zwei verschiedenen Unterverzeichnissen (z.B. J1 und J2) abgelegt werden. Diese beiden Verzeichnisse sollen von Untis aus leicht erreichbar sein (z.B. in untis\wp).

Verwenden Sie nicht die in obigem Bild bereits angezeigte Möglichkeit, beide Jahrgänge gleichzeitig zu übertragen. Sie handeln flexibler, wenn die Jahrgänge getrennt übertragen werden, wie weiter unten noch ausgeführt ist.

Welche Daten genau erzeugt werden, hängt von der Vorgeschichte ab: Es werden die benötigten Kurse mit den für den Export definierten Kurskürzeln (ggf. samt Lehrerkürzeln, falls vorhanden; siehe auch Kurswahlverarbeitung I > 1. Fachkanon und Kursangebot) und die Kurswahlen der Schüler ggf. samt Parallelkurseinteilung ausgespielt. Zusätzlich werden die definierten Bänder, die Räume und die verplanten Zeiten übergeben (falls vorhanden).

Sie können somit einzelne Bänder in winprosa einteilen, dann die Daten an Untis übergeben und dort den Rest kombinieren lassen.

Wenn Untis (weitere) Bänder kombinieren soll, dürfen für die betreffenden Kurse keine Parallelkurseinteilungen im aktuellen Datenbestand von winprosa vorhanden sein (ausgenommen diejenigen für fest vorgeplante Bänder und für Religion, s.u.). Ggf. sollten Sie also diesbezügliche Parallelkurszuweisungen zurücksetzen auf Null (siehe auch Kurswahlverarbeitung II > 2. Parallelkurseinteilung und Tutorzuweisung).

Da das Fach Religionslehre auf keinem Formular nach Konfessionen unterschieden wird, verwaltet winprosa auch im Fachkanon keine Konfessionen. Da andererseits die Kurse konfessionell unterrichtet werden, sollten Sie bekanntlich die Religionskurse z.B. benennen als re1, re2, rk1, rk2 usw. und dadurch leichter unterscheidbar machen.

Ferner sollte bei den Religionskursen die Parallelkurseinteilung vor Erstellung der Schnittstellendatei bereits erfolgt sein, sonst werden evangelische und katholische Schüler durcheinander kombiniert. Dies wird verhindert, wenn als Exportkürzel (oder als eigene Kürzel; s.u.) die Abkürzungen für die Teilnahme am Rel'Unterricht benutzt werden. Dann sorgt winprosa automatisch dafür, dass nur Parallelkurse derselben Konfession als Alternativkurse angeboten werden. Zusätzlich erkannt werden die Standardkürzel re und rk für die beiden großen Religionen.


 

  2.2 Kurskürzel

Welche Kurskürzel zum Einsatz kommen sollen, hängt davon ab, welche Kürzel bzw. Exportkürzel Sie in winprosa im Dienst Extras > Fächer und Kurse > Kursangebot definiert haben (siehe neben­stehendes Bild). Im zugehörigen Fenster können Sie die wei­teren Fenster Kurseigenschaften und Facheigenschaften öffnen.

Im Fenster Kurseigenschaften legen Sie ggf. Export­bezeichnungen für einzelne Kurse fest (Export-Kurskürzel), im Fenster Fach­eigenschaften solche für Fächer (also alle Kurse eines Faches; Export-Fachkürzel).

Generell gilt die Reihenfolge: Export-Kurskürzel – Export-Fachkürzel – eigenes Kurskürzel – eignes Fachkürzel – vorgegebenes Fachkürzel.

D.h.: Das in dieser Reihenfolge zuerst gefundene Kürzel wird verwendet, wobei jedes Fach für sich ausgewertet wird. Wenn Sie keine Kürzel definiert haben, wird der Standard verwendet (vorgegebenes Fachkürzel), also z.B. 4D  3 (dritter Kurs im vierstündigen Deutsch) oder 2Bio1 (erster Kurs in der zweistündigen Biologie).

Nebenstehend sehen Sie das Fenster Facheigenschaften dieses Dienstes. Die 3. Spalte (SchKurzZ) sollte für alle Fächer mit höchstens dreistelligen Kürzeln linksbündig belegt sein. In der 4. Spalte (Exp'Bez) können Sie zusätzlich pro Fach eine generelle Exportbezeichnung (Export-Fachkürzel) angeben. Wir empfehlen aber Exportbezeichnungen nicht hier, sondern auf der Ebene der Kursbe­zeichnungen zu vergeben (s.u.).

 

  2.3 Kurseigenschaften

Nebenstehende Beispiel zeigt im Fenster Kurseigenschaften die  Kurskürzel . Zu erkennen ist, dass in winprosa einige Kurskürzel aus internen Verwaltungsgründen Sonderzeichen enthalten (s.r.):

So werden Koop-Kurse, die also an der Nachbarschule abgehalten werden, mittels # gekennzeichnet und jahrgangsstufenübergreifende Kurse mittels *. Aufsetzer-Kurse werden mittels $ gekennzeichnet. Diese Kennzeichnungen werden in winprosa zur genauen Berechnung des Lehrerwochenstundenbedarfs ausgewertet.

Im Beispiel wurden zusätzlich Kurskürzel von solchen Kursen, die auch von Schülern der Nachbarschule besucht werden, mittels ° gekennzeichnet; diese Kennzeichnung hat für winprosa keine weitere Bedeutung.

Diese Sonderzeichen sollen i.d.R. nicht nach Untis übergeben werden, also müssen für diese Kurse im Fenster  Exp'Bez  Exportbezeichnungen definiert werden (s.l.).

Wenn Sie dies vergessen, fügt Untis später die "neuen" Fächer dem eigenen Fachkanon hinzu.


Wenn Sie nirgends eigene Kurskürzel und Exportkürzel definieren, verwendet winprosa für den Export Standardkürzel der Form  xNamy ; also z.B.  4D  2  für den zweiten vierstd. Deutschkurs oder  2Bio1  für den ersten zweistündigen Bio-Kurs.

Wir empfehlen aber, dass Sie für jeden Kurs ein eigenes (max. dreistelliges) Kürzel vergeben. Wenn Sie dabei für vierstündige Kurse Großbuchstaben verwenden und für zweistündige Kleinbuchstaben, dann erzielen Sie kompakte und übersichtliche Ausdrucke. Bei Parallelkursen hängen Sie an das Kürzel direkt die Kursnummer an; bei unteilbaren Kursen verwenden Sie Kürzel ohne Nummer, dann weiß jeder, dass hierfür gar keine Parallelkurse existieren.

An der Musterschule gibt es z.B. folgende Kurse: P, p1, p2, C, c1, c2, B1, B2, b; also ein vierstündiger und zwei zweistündige Physik-Kurse, desgleichen in Chemie, aber zwei vierstündige und nur einen zweistündigen Bio-Kurs.

In Untis werden später im Dienst Optimierung von Teilbereichen pro Kurs die minimale und maximale Schüleranzahl benötigt. Diese Anzahlen beeinflussen dort wesentlich das Ergebnis der Bänderkombination. Die Zahlen können bereits in winprosa im Dienst Exp'MinMax erfasst werden(s.r.); sie werden dann beim Export automatisch zu Untis übertragen.


Das Seminarfach wird an vielen Schulen zweistündig im Stundenplan verankert, die dritte Stunde bleibt unverplant und dient für Exkursionen, Recherchezeit usw. Dem trägt winprosa Rechnung, wenn im Fenster Kurseigenschaften die Wochenstundenanzahl ( W'Stden ) auf 3,3,0,0 , aber die Plantaktanzahl ( Plantakte ) auf 2,2,0,0 gesetzt wird.

 

  2.4 Jahrgangsübergreifende Kurse

Achtung

Wie oben beschrieben, erzeugen Sie in winprosa zwei Schnittstellendateien winprosagp.txt für Untis, je eine für Jahrgangsstufe 1 und für Jahrgangstufe 2. In diesen können auch jahrgangs­stufen­über­greifende Kurse vorkommen, was nicht besonders gekennzeichnet ist, da winprosa derartige Kurse nicht besonders verarbeiten muss (sondern nur beim Deputat berücksichtigt):
Sind z.B. dg, ps, gl und li jahrgangsstufenübergreifend, so sind sie in winprosa jeweils zweimal definiert, einmal für Jahr­gangs­stufe 1 und einmal für Jahrgangsstufe 2. Somit sind sie auch in den beiden Übergabedateien winprosagp.txt vorhanden.

Somit würden sie nach dem Export nach Untis dort als doppelt vorhandene Kurse definiert werden. Daher müssen Sie die Jg1-Kurse auch für Jahrgangsstufe 2 freigeben und die entsprechenden Jg2-Kurse löschen. Das lässt sich aber nachträglich in Untis derzeit nicht ändern, denn dort verschwinden beim Löschen der Jg2-Kurse auch die entsprechenden Jg2-Kursbe­legungen!!

Führen Sie daher die Änderungen vor dem Export nach Untis in den beiden Übergabedateien winprosagp.txt mit dem Texteditor (z.B. notepad.exe) folgendermaßen durch:
 

Jg1, vorher
Ku;sk2;2;Sj;Jg1;10;20;
Ku;dg1;2;Ti;Jg1;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg1;10;20;
Ku;gl;2;Fr;Jg1;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg1;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg1;10;20;
Ku;li;2;La;Jg1;10;20;
Ku;sf;2;lgw5;Jg1;10;20;
Jg1, nachher
Ku;sk2;2;Sj;Jg1;
Ku;dg1;2;Ti;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;gl;2;Fr;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;li;2;La;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;sf;2;lgw5;Jg1;10;20;
Jg2, vorher
Ku;sk2;2;Sd;Jg2;
Ku;dg1;2;Ti;Jg2;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg2;10;20;
Ku;gl;2;Sl;Jg2;10;20;
Ku;if;2;lgw0;Jg2;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg2;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg2;10;20;
Ku;li;2;La;Jg2;10;20;
St;Aich9001;Aich......
Jg2, nachher
Ku;sk2;2;Sd;Jg2;10;20;
Ku;if;2;lgw0;Jg2;10;20;
St;Aich9001;Aich......

Achtung

Wie weiter oben beschrieben ist, werden Kurszuweisungen der Art re1, re2, rk, usw. in Religionslehre mittels Religionseintrag in den Stammdaten gelöst. Für andere Fächer, z.B. dem Seminarfach steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.

Werden z.B. vier Seminarfachkurse angeboten, die von zwei Lehrerteams gegeben werden sollen, könnte die Einteilung z.B. folgendermaßen lauten: sf1 und sf2 handeln Themenkreis A ab, sf3 und sf4 den Themenkreis B. Da winprosa dafür keinen speziellen Mechanismus vorsieht, werden Sie z.B. alle Schüler mit Themenkreis A dem Kurs sf1 zuweisen und alle mit Themenkreis B dem Kurs sf3.

Ohne weitere Vorsorge würde nach Übergabe an Untis dort keine weitere Kurseinteilung erfolgen. Die z.B. 33 Schüler aus sf1 blieben dort, sf2 bliebe leer, die z.B. 37 Schüler aus sf3 blieben auch dort und sf4 wäre ebenfalls leer.

Sie müssen also die entsprechende Übergabedatei winprosagp.txt mit dem Texteditor (z.B. notepad.exe) so manipulieren, dass Untis alle Schüler aus sf1 auf die Kurse sf1 und sf2 kombinieren darf und alle aus sf3 auf die Kurse sf3 und sf4.

Das folgende Beispiel zeigt in einem Ausschnitt der Übergabedatei die Kurswahl eines Schülers. Die erste vier Zeilen zeigen, wie Untis mitgeteilt wird, dass dieser Schüler einen der Deutschkurse belegen soll und einen der Englischkurse und einen der BK-Kurse und einen der G-Kurse. Die fünfte Zeile zeigt, wie der Schüler dem Ek-Kurs ohne Alternative zugewiesen wird (offensichtlich wird nur ein Kurs angeboten, daher muss er diesen ohne Wahlmöglichkeit belegen).

KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;D1~D2~D3~D4~D5~D6~D7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;E1~E2~E3~E4~E5~E6~E7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;bk1~bk2~bk3~bk4~bk5;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;g1~g2~g3~g4~g5~g6;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;Ek;;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;gk1~gk2~gk3~gk4~gk5~gk6;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;re1~re2~re3~re4;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;M1~M2~M3~M4~M5~M6~M7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;P1~P2;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;c1~c2;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;sm~sw~sk1~sk2~sk3;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;sf1;;

Es dürfte leicht nach zu vollziehen sein, dass in der letzen Zeile der Eintrag   ;sf1;;   abzuändern ist in   ;;sf1~sf2; . Ensprechend muss   ;sf3;;   umgewandelt werden in   ;;sf3~sf4; .
Diese Änderungen müssen bei allen Schülern durch­geführt werden, z.B. mit dem Texteditor notepad.exe . Nebenstehendes Bild zeigt dessen Menü-Punkt Be­arbeiten > Ersetzen. Sie müssen nur am Anfang der Datei den Dienst aufrufen und dann  Alle ersetzen  starten und anschließend das Gleiche mit den ent­sprechenden Einträgen für sf3 durchführen.

 

Gibt es an Ihrer Schule z.B. neben den Kernfächern Biologie B1 und B2 noch das Kernfach B3 Biologie bilingual, das fünfstündig ist und nicht von den "normalen Biologen" besucht werden soll, dann weisen Sie die bilingualen Biologen dem Kurs B3 zu (Sie können B3 zur Verdeutlichung umbennen in z.B. Bb). Die übrigen Biologen bleiben unzugewiesen. In der Übergabedatei müssen Sie dann gemäß dem zuvor beschriebenen alle Texte   ;;B1~B2~B3;  umsetzen zu   ;;B1~B2; . Wenn Sie für Bb die Plantakte auf 6 setzen, können Sie später in Untis vier Stunden mit den anderen Kernfächern und zwei mit den Nebenfächern kombinieren (letzerte werden dann entweder nur alle vierzehn Tage verplant, oder wöchentlich einstündig).
 

 

  2.5 Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2

Wie bereits weiter oben erwähnt, bleibt die Parallelkurseinteilung von Jg1 großenteils auch in Jg2 erhalten, was beim Export nach Untis automatisach berücksichtigt wird. Das hat zur Folge, dass der Jg2-Plan u.U. schlechter werden wird, als der entsprechende Jg1-Plan des Vorjahres:

Einige Schüler steigen aus in Jg2 ursprünglich weiter belegten Fächern aus, wollen als z.B. Biologie oder Bildende Kunst doch nicht alle vier Semester besuchen, weil sie Musik und z.B. Chemie viersemestrig belegt haben. Das hat auf das Bändermodell zunächst keine Auswirkung, es fallen deshalb i.d.R. keine Bänder weg.

Alle zweisemestrigen Orchideenfächer fallen weg und werden durch andere zweisemestrige Orchideenfächer ersetzt, die somit noch nicht ins Schema passen, weshalb es fraglich ist, ob sie auf vohandene Bänder kombinierbar sind. Daher kommen u.U. Bänder neu hinzu.

Ferner kann es Sonderfälle geben, bei denen trotz vorhandener Einteilung eine Neueinteilung in Jg2 nötig/wünschenswert wird. Das kann zugleich eine Chance bieten, das Bändermodell in Jg2 wieder zu komprimieren.

Wenn z.B., weil nicht alle Schüler Biologie weiter belegen und Fachlehrermangel herrscht, aus drei Biologie-Kursen zwei werden müssen, ist es sinnvoll, vor der Erstellung der Schnittstellendatei in winprosa alle Biologen in den 0. Kurs zurück zu buchen, falls die verbleibenden Kurse vom gleichen Lehrer gegeben werden. Dann kann Untis später eine neue Einteilung vornehmen.

Fällt von drei Kursen einer weg und die verbleibenden zwei werden von verschiedenen Lehrern gegeben, dann werden nur die Schüler des wegfallenden Kurses in den 0. Kurs zurück gebucht, so kann Untis später diese Schüler auf die beiden bleibenden Kurse aufteilen.

Aber selbst, wenn die Kursanzahl beim Übergang von Jg1 zu Jg2 stabil bleibt, kann es sinnvoll sein Parallelkurse neu zu kombinieren. Wenn nämlich Parallelkurse von den gleichen Lehrern gegeben werden, können deren Schüler schadlos ihren alten Lehrern in neuer Kurszusammensetzung zugewiesen werden. Wenn es mehrere derartige Fälle gibt, besteht die Chance, dass Untis später eine kompaktere Einteilung unter Einbeziehung der neuen Orchideenfächer finden kann. Das folgende Beispiel wurde für knapp 100 Schüler einer Jg2 durchgespielt. bk1 und bk4, sowie bk2 und bk3 werden jeweils vom gleichen Lehrer unterrichtet, ensprechendes gilt für g2 und g3 usw.:

;bk1;;
;bk4;;
;;bk1~bk4; ;bk2;;
;bk3;;
;;bk2~bk3; ;g2;;
;g3;;
;;g2~g3; ;g4;;
;g5;;
;;g4~g5; ;re2;;
;re3;;
;;re2~re3;

Also muss in der Schnittstellendatei für Jg2 bei allen Schülern der Eintrag ;bk1;; durch ;;bk1~bk4; ersetzt werden, dann der Eintrag ;bk4;; durch ;;bk1~bk4; , dann ;bk2;; durch ;;bk2~bk3; usw. . Dann erst kann diese Datei in Untis eingelesen werden.

Inhalt



 

3. Erstellen der Bänder in Untis

Thema überspringen 3.1 Einlesen und Bearbeiten der Daten  3.2 Verplanung der vierstündigen Kernfächer
3.3 Verplanung der zweistündigen Nebenfächer  3.4 Erstellung des Oberstufenplans
 

  3.1 Einlesen und Bearbeiten der Daten

Vorarbeiten

In Untis haben Sie von früher her die Jahrgangsstufenklassen entweder in Jahrgängen zusammengefasst; dann gibt es also nur noch Jg1 und Jg2 (oder 11n und 12n oder ...). Oder Sie haben die Klassen fortgeschrieben; dann wurde aus 10a, 10b, 10c z.B. Jg1a, Jg1b, Jg1c usw. (oder 11an, 11bn, 11cn oder ...). Das n im Namenskürzel erinnert lediglich daran, dass nun die NGVO gilt, also der Klassenverband aufgelöst ist.

Wenn man bedenkt, dass der Klassenverband für die Schüler höchstens in Deutsch und/oder Mathemantik sinnvoll ist (wenn überhaupt!), dass ist die erste Methode die zweckmäßigere (und nur die wird von winprosa unterstützt und daher in diesem Text zugrunde gelegt!!!). Sonst müssen Sie für jeden Kurs definieren, dass er von Kl. 11an, 11bn, 11cn ,... gemeinsam besucht werden soll.

Damit Sie die Kursstufe im Kursplanungsmodul von Untis richtig bearbeiten können, müssen Sie jeder Jahrgangsstufenklasse eine (numerische) Untis-Jahrgangs-Stufe zuweisen (Dienst Start > Klassen▼ > Stammdaten | Stufe ; s.r.). Im Bild sind das aus historischen Gründen noch die Stufen 12 und 13 (was angesichts der G9-"Versuchsschulen" wieder sinnvoll sein kann).


Einlesen der Daten

In Untis lesen Sie die Schnittstellendaten ein über den Programmdienst Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.-Würt. Winprosa. Für die beiden Jahrgangsstufen 1 und 2 werden jeweils das Kursangebot, die Studenten und deren Kurswahlen (aus getrennten Dateien) übergeben. Lesen Sie zuerst die Schnittstellendatei des Jahrgangs ein, in dem Sie die jahrgangsstufenübergreifenden Kurse definiert hatten, dann die andere.

Es kann vorkommen, dass Sie die Schnittstellendaten wiederholt einlesen wollen. Dann müssen Sie vorher jedesmal in Untis die bestehenden Studenten und die bestehenden Kurse in Jg1 und Jg2 löschen! Nötig kann dies werden, z.B. nachdem ein Schüler doch noch erkärt hat, wiederholen zu wollen, oder nachdem einzelne Schüler kurzfristig Kurswahländerungen genehmigt bekommen haben. Da nur winprosa Kurswahlen juristisch bewerten kann, ist es grundsätzlich sinnvoll, alle Änderungen dort auszuführen und zu dokumentieren.

Die von winprosa angelieferten Kurse werden in Untis auch als Untis-Kurse verbucht erkenntlich am (c) in Spalte Kl,Le des Unterrichtsfensters (s.r.).

Untiskurse dürfen nicht gekoppelt werden, denn sie unterliegen ja dem Kurssystem. Allerdings könnte z.B. ein Deutschband als normale Kopplung definiert sein, dazu müssten die Deutsch-Untiskurse in normale Deutschunterrichte umgewandelt werden, was aber gegeüber der echten Kursverarbeitung keinerlei Vorteile hätte.


Fachräume

In der Regel werden beim Unterrichtsangebot der NGO-Jahrgänge noch die Räume fehlen. Die Fachräume müssen nun nacherfasst werden, denn Untis muss wissen, welcher Kurs einen Fachraum braucht (s.r.).

Bei zwei Räumen und vier Kursen (1 x Kernfach + 3 x Nebenfach) ist klar, dass höchstens zwei parallel verplant werden dürfen (Bsp. BK). Oder z.B. wegen der Geräteknappheit in einer Naturwissenschaft sollen deren beiden Kernfachkurse nicht parallel sein (Bsp. Bio).

Dererlei Randbedingungen können im Dienst Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Bandbedingungen angegeben werden (s.r.). Oft genügt es aber, dies später direkt im Bändermodell festzuhalten.


Stammräume / Doppelstunden

Es reicht in den Stammdaten pro Jahrgangsstufe einen Stammraum zu definieren, der in der Ausweichrauumkette vorkommen muss (s.g.o.). Untis überträgt diesen Raum auf alle Kurse (s.o.) und weist dann später bei der Verplanung/Optimierung allen Kursen eines Bandes automatisch unterschiedliche Räume aus der Raumkette zu.

Da Kurse in der NGO meist in Doppelstunden unterrichtet werden, sollte die auch in Untis definiert werden (s.w.o.).


Koop-Kurse

Angenommen Ihre Koop-Schulen heissen A-Gymnasium und B-Gymnasium und jeweils 5 Kurse finden dort statt. Dann sollten Sie die folgenden Zusatzräume ag1, ..., ag5, bg1, ..., bg5 und die folgenden Zusatzlehrer lag1, ..., lag5, lbg1, ..., lbg5 definieren (die Lehrer auch in winprosa). Den auswärtigen Kursen weisen Sie im Fenster Unterricht diese Lehrer und Räume zu. In den später zu druckenden Plänen ist für die Schüler dann sofort ersichtlich, wann sie "wandern" müssen und in Untis gibt es bei der Raumoptimierung keine Probleme.


Teilen einzelner Kurse

In den folgenden beiden Abschnitten wird die getrennte Verplanung von Kern- und Nebenfächern vorgestellt. Unabhängig davon kann es Sonderfälle geben, in denen Kern- und Nebenfachkurse in Bändern vermischt werden. Dabei müssen Kurse wochenstundenmäßig geteilt werden.

So wird z.B. das Fach Sport von winprosa als vierstd. Kernfach und zweistd. Nebenfach geliefert. Wenn man ein Sportband aus allen diesbezüglichen Kern- und Nebenfachkursen bilden will, erhält man ein zweistd. 100%-Band (abzüglich der "Fußkranken" und nur, wenn genügend viele Sportstätten parallel zur Verfügung stehen). Für dieses 100%-Sportband braucht man aber vom Kernfach nur zwei Wochenstunden.

Angenommen, es gibt nur einen Sport-Kernfachkurs, den 12 Schüler gewählt haben. Dann weist Untis automatisch alle Schüler diesem Kurs zu. Daher ist es verboten, diesen Kurs im Unterrichtsfenster zu "teilen". Teilen hieße dort, die Wochenstunden des Kurses auf zwei zurück zu setzen und dann den gleichen "Kurs" mit den fehlenden zwei Wochenstunden nochmals anzulegen. Im ersten wären die 12 Schüler verbucht und der zweite wäre leer, weil alle Schüler den ersten gewählt hatten.

Teilen, also in unterschiedliche Wochenstundenanteile aufsplitten, geht bis Untis 2016 kräftefrei nur über Bänder im Untis-Dienst Kursplanung > Kurs-Band-Matrix. Dort können einzelne Bänder auf Knopfdruck geteilt werden und damit Kurse auf mehrere (Kurs-)Unterrichte unterschiedlicher WoStd-Zahlen verteilt werden. Ab Untis 2017 geht dies auch direkt für Kurse im Dienst Kurs-Studenten-Übersicht.

Will man z.B. ein fünfstd. Band teilen, wird man gefragt, wieviele Wochenstunden das neue Band haben soll (z.B. 2) und ob man Kopien der Kurse ins neue Band übernehmen will (ja!!). Das alte Band erhält dann automatisch die Restwochenstundenzahl, im Bsp. also 3 und alle Kurse des Bandes werden dupliziert und mit den anteiligen WoStd. versehen.

Für das praktische Vorgehen gibt es mehrere Varianten, abhängig vom Gesamtkonzept:

  • Direkt:
    Legen Sie ein neues Band an und tragen dort nur den Sport-Kernfachkurs ein. Dann teilen Sie das Band und legen das neue mit 2 WoStd. an. Untis legt einen neuen Sport-Kernfachkurs an mit den betreffenden Schülern und reduziert die WoStd. im alten entsprechend. Dann löschen Sie diese beiden Sportbänder wieder. Die beiden Teil-Kurse bleiben erhalten und können mit den anderen zweistündigen Kursen verplant werden.
  • Vollständig:
    Verplanen Sie alle Kernfächer in den fünf Kernfachbändern (wie im nächsten Abschnitt beschrieben). Dann kommt Sport in genau einem dieser vierstündigen Bänder vor. Teilen Sie dieses Band, wie zuvor beschrieben. Löschen Sie nur im neuen Band den Sportkurs. Dann gibt es ein Teilband mit Sport (100%-Belegung) und ein Teilband ohne Sport (nur die Sportschüler fehlen) und eine Sport-Kernfach-Doppelstunde, die später mit den anderen Nebenfächern verplant werden kann, z.B. im Sportband.
  • Schrittweise:
    Verplanen Sie wie zuvor beschrieben alle Kernfachkurse. Entfernen Sie dann den Sportkurs aus seinem Band. Erzeugen Sie ein neues Band und tragen dort die Sportnebenfachkurse ein, womit das Band zweistündig wird. Tragen Sie den Sportkernfachkurs in dieses Band ein. Es werden nur zwei WoStd verplant und das 100%-Sportband entsteht. Verbuchen Sie die restlichen zwei WoStd. des Sportkerfachkurses wieder in seinem ursprünglichen Kernfachband. Dieses wird daraufhin automatisch geteilt mit der zuvor beschriebenen Folge.
  • Ab Untis 2017:
    wird fortgesetzt!



Verarbeitet werden die Daten dann im Programmdienst Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Optimierung von Teilbereichen, wobei also die Methode Optimierung von Teilbereichen zur Anwendung kommen soll (siehe nächsten Unterabschnitt und auch den diesbezüglichen Link am Ende dieses Textes).

Die Optimierung von Teilbereichen liefert Ergebnisse durch vollständige Iteration (rechnet also alle möglichen Kombinationen durch, was mehrere Millionen Kombinationen bedeuten kann), während die auch mögliche Totaloptimierung aus Zeitgründen "nur" heuristische Methoden verwenden kann (was sonst Milliarden von Kombinationen bedeuten würde). Die Totaloptimierung ist nicht Bestandteil diese Abhandlung.


 

  3.2 Verplanung der vierstündigen Kernfächer

Jeder Schüler hat (in BW) fünf Kernfächer à vier Wochenstunden; also werden (mindestens) fünf vierstündige Bänder benötigt. Untis schafft es mit dem Dienst Optimierung von Teilbereichen in der Regel, alle Schüler auf diese fünf Bänder zu verteilen (wenn es mehrere teilbare Fächer gibt; das ist ab ca. 50 Schüler sicher gegeben). Somit werden 20 Wochenstunden benötigt, in denen kein Schüler hohl hat. Auf einem modernen PC benötigt Untis zur Kombination dieser Bänder nur wenige Sekunden.

Es ist dabei sogar möglich, einzelne Bänder vorzugeben: Deutsch-Band, Mathematik-Band, Koop-Band usw. Ferner können Wünsche bezüglich der Kursgröße berücksichtigt werden und es kann festgelegt werden, dass ggf. bestimmte Kurse nicht oder gerade im gleichen Band liegen sollen. Aber je mehr Vorgaben, desto größer wird die Gefahr, dass fünf Bänder doch nicht ausreichen oder die Kurse nicht gleichmäßig gefüllt werden. Wenn also Untis die Lösung nicht innerhalb weniger Sekunden !! finden kann, dann hilft es u.U., wenn Sie die Toleranzschwelle (Min-Anz, Max-Anz im Dienst Kursplanung > Kurs-Studenten-Übersicht) bezüglich gleichgroßer Parallelkurse absenken. Die maßvolle Vorgabe von Min-Anz und Max-Anz ist dabei für den Erfolg entscheidend, wie einige der folgenden Beispiele zeigen.

Haben z.B. in einem Jahrgang von 100 Schülern nur 90 Englisch als Fremdsprache gewählt, können Sie kein Englisch-Band erzwingen, denn Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen weiteren vierstündigen Kurs mit 10 Schülern bieten können, der auch noch kollisionsfrei auf das Englischband passen würde. Sowie aber ein Band nicht zu 100% gefüllt ist, reichen 5 Kernfach-Bänder nicht, es werden also (mindestens) 6 Bänder benötigt, was später Schülerhohlstunden bedeuten und somit zu Lasten der Schüler gehen kann.

Angenommen, Sie haben ein Deutsch-Band, dann müssen die Engländer auf die vier weiteren Kernfachbänder verteilt werden. Richten Sie sogar ein Mathematik-Band ein, bleiben für die Englischkurse nur 3 Bänder übrig. Deutsch- und Mathematik-Band sind prinzipiell immer möglich, da beide Pflichtfächer zur jeweiligen 100%-Füllung führen. Hat ein Lehrer zwei Parallelkurse in dem Bereich, so sind immer noch zwei kombinierte Deutsch-Mathematik-Bänder möglich.

Für die 90 Engländer werden 4 Kurse zu je max. 23 Schülern nötig sein. Also werden Sie geneigt sein, als Toleranzschwelle 22 bis 23 Schüler pro Englischkurs vorgeben zu wollen (s.o. Min-Max-Schülerzahlen). Vertippen Sie sich an dieser Stelle und geben zu geringe Max-Zahlen ein, bieten also z.B. nur Kurse für 89 Schüler an, obwohl Sie 90 Engländer haben, wird nachher die Rechenzeit dramatisch ansteigen (Stunden statt Sekunden!!), weil Untis nicht mit diesem (lächerlichen) Engpass rechnet und die Bedingung trotzdem erfüllen will.

Aber selbst, wenn jeder Kurs bis zu 23 Schüler stark sein darf, kann es sein, dass Untis keine Lösung finden kann (vollständige Iteration: dann gibt es also keine Lösung!). Meist rechnet Untis dann Minuten statt Sekunden und bricht dann erst ab. Wenn Sie nun die Toleranzschwelle absenken, also z.B. 22 - 24 Schüler zulassen, kann diese kleine Änderung bedeuten, dass eine Lösung existiert, die also auch gefunden werden kann (in der Regel in wenigen Sekunden). Nun sind 24 Schüler in einem Kernfach nicht wünschenswert, hier wird man also abwägen müssen.

Sind z.B. im Kernfach Biologie 32 Aspiranten vorhanden, brauchen Sie sicher zwei Parallelkurse. Dann wären sinngemäß 15-17 Schüler pro Kurs wünschenswert. Falls Untis dann keine Lösung findet, könnten Sie es mit 14-18 Schülern versuchen; das sind erst ±15% Toleranz. Wenn das nicht reicht, versuchen Sie es mit 13-19 Schülern, das sind erst ±20%. Insbesondere, wenn der gleiche Lehrer zwei Parallekurse unterrichtet, dürfen die Schülerzahlen dort stärker differieren, es bleibt ja in der "Familie".

Geben Sie zu große Min-Zahlen an (z.B. für diese Biologiekurse 17-18), findet Untis trotzdem eine Lösung (unter Verletzung der Min-Bedingungen und falls überhaupt vorhanden), das aber u.U. wieder nur unter dramatischem Anstieg der Rechenzeit.

Wenn Sie also nach Ausschöpfung aller Toleranzmöglichkeiten kein Bandmodell mit 5 Kernfach-Bändern finden, dann sind eben nicht gleichzeitig Deutsch- und Mathematik-Band möglich. Daher müssen Sie sich nun entscheiden, ob Sie das Mathematik- oder das Deutsch-Band opfern wollen.

Im Extremfall bricht Untis sogar sofort ab und meldet lapidar "keine Lösung gefunden". Dann haben Sie wahrscheinlich noch ungünstigere Toleranzschwellen gewählt; wo, ist nicht leicht zu diagnostizieren. Wählen Sie daher testhalber für alle zu verplanenden Kernfachkurse Min-Anz = 1 und Max-Anz = 25. Nun kann Untis wieder innerhalb von Sekundenbruchteilen ein Bändermodell kombinieren, in dem aber wahrscheinlich manche Parallelkurse zu ungleichmäßig gefüllt sind. Ziehen Sie nun für die fraglichen Kurse die Toleranzschwelle in mehreren Schritten langsam hoch, löschen jeweils die alten Bänder und lassen sie wieder kombinieren, solange bis Untis keine Lösung mehr findet. So loten Sie aus, was geht.

Versuche haben ergeben, dass ab ca. 50 Schülern pro JgStufe (also ab 3 Parallelkursen in den Massenfächern) ein vernünftiges Kernfachbandmodell möglich ist. Andernfalls muss in Untis die Totaloptimierung eingesetzt werden, die aber nicht Thema dieser Ausführungen ist.

Käme ein Schüler auf die Idee, z.B. statt der zweistündigen Chemie die vierstündige als zusätzliches Kernfach besuchen zu wollen, obwohl er bereits alle Kernfächer bestimmt hat, so wäre dies nur mit Zustimmung der Schulleitung möglich und diese Chemiebelegung zählte dann juristisch nicht als Kernfachbelegung. Dann erzeugte dieser Schüler eine Kollision im Kernfachmodell, denn er könnte wegen der 100%-Füllung der Kernfachbänder nicht in die Kernfachchemie, weshalb im Falle des positiven Bescheids der Schulleitung ein sechtes Band wegen dieses einen Schülers einzurichten wäre. Damit wäre das schöne Kernfachmodell zu Lasten der anderen Schüler gescheitert, was nicht Gegenstand dieser Ausführungen ist.

Wenn Sie bei den Kernfachbändern z.B. ein Deutsch-Band planen, wird die Rechenzeit extrem verkürzt (wenn es überhaupt eine Lösung gibt), wenn Sie die Deutsch-Kurse aussen vor lassen, also nur vier Bänder mit allen anderen Kernfachkursen bilden lassen. Wenn Sie ein Deutsch-Band und ein Mathematik-Band bilden wollen, dann lassen Sie zunächst Deutsch und Mathematik aussen vor und lassen aus den restlichen Vierstündern drei Bänder bilden. Das Deutsch-Band und das Mathematik-Band füllen Sie anschließend (einzeln) wiederum mit der Optimierung von Teilbereichen. Analog gehen Sie später im zweistündigen Bereich vor mit dem Sport-Band und dem Religions-Band (incl. Eth.).


Der Beispieljahrgang umfasst 23 Kernfachkurse und 35 Nebefachkurse für 78 Schüler.

Nebenstehend ist das zugehörige Fenster Teilbereiche festlegen des Untis-Dienstes Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Optimierung von Teilbereichen abgebildet, in dem die Kernfächer ausgewählt sind (s.r.).

In der Spalte Studt ist zu erkennen, dass den teilbaren Kursen noch keine Studenten zugewiesen sind, während für die unteilbaren Kurse bereits Studenten vermerkt sind.

Nach Klick auf  Weiter  erscheint das Fenster Opt. von Teilbereichen.

Nebenstehende Bilder zeigen den Fortgang der Optimierung. Links ist der Stand kurz nach dem Start dargestellt: es gibt Kurse mit zu wenigen und solche mit zu vielen Schülern.

Rechts ist das nach vier Sekunden Rechenzeit mit knapp 2000 Kombinationen erreichte Ergebnis zu sehen.

 

  3.3 Verplanung der zweistündigen Nebenfächer

Gehen wir also davon aus, dass alle vierstündigen Kurse im Kernfachbändermodell verplant sind. Hat der "fleißigste" Schüler nun zusätzlich z.B. 10 zweistündige Nebenfächer pro Jahrgangsstufe gewählt, so werden alleine für ihn weitere 10 zweistündige Bänder nötig. Untis schafft es in der Regel wieder in nur wenigen Sekunden tatsächlich, alle Schüler auf diese Bänder zu verteilen, wobei wieder Sonderwünsche möglich sind: Sport-Band, Religions-Band, usw. Auch hier gilt wieder, weniger ist mehr.

Bei geschicktem Taktieren erhalten Sie so Bänder, die höchstens 40 Wochenstunden verbrauchen. Bei einer fünftägigen 10-Std.-Woche sind somit für jeden Schüler zwei Nachmittage sicher frei, für die meisten sogar ein dritter. Oder an jedem Tag sind nur acht Stunden Unterricht. Der "fleißige" Schüler hat 5 Kernfachkurse x 4 Halbjahre und 10 Nebenfachkurse x 4 Halbjahre, also 60 Kurse zur notentechnischen Abrechnung zur Verfüfung. Abrechnen muß er mindestens 40 Kurse; also besteht die Hoffnung, dass vor allem in der 2. Jahrgangsstufe ev. weniger als 10 zweistündige Bänder benötigt werden.

Eigentlich ist es wünschenswert, dass alle Schüler ihre zweistündigen Orchideenfächer ausschließlich in Jg1 belegen. Dann gibt es idealerweise nur marginale Änderungen von Jg1 zu Jg2.
 

 

  3.4 Erstellung des Oberstufenplans

Jedes Band erhält von Untis einen standardisierten Namen, der aber den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann. So könnten z.B. D1 D2, M1 und M2 die Namen der Deutsch- und Mathematikbänder der beiden Jahrgangsstufen sein und NF1, NF2 die Nebenfachbänder benennen. EBC2 wäre dann das Englisch-Chemie-Bio-Band in Jg2 und gpc1 das zweistündige Geschichte-Physik-Chemie-Band in Jg1, usw. Über diese Namen können die Bänder später verplant werden.

Sind alle Bänder kombiniert, können Sie diese entweder von Hand über deren Namen unter Kontrolle von Untis im Planungsdialog (Dienst Planung > Planungsdialog) oder im Planungsstundenplan (Dienst Planung > Planungsdialog▼ > Planungsstundenplan) oder auch direkt per Drag and Drop im Stundenplan setzen (dazu jeweils dort den Bandmodus einstellen!). Oder Sie lassen per automatischer Stundenplan-Optimierung die Bänder im Zeitraster verplanen und Räume zuweisen.

Bei der automatischen Verplanung der Bänder darf Untis einzelne Kurse aus einem Band herauslösen und in ein anderes Band verschieben und dabei ggf. die Kurszuweisungen ändern (natürlich unter voller Kollisionskontrolle). Wenn Sie das verhindern wollen, müssen Sie die Bänder als solche fixieren (unabhängig von einer späteren Fixierung im Plan).

Wenn Ihr Bändermodell (in Teilen) mit Ihren Koop-Schulen abgesprochen ist, müssen Sie die entsprechenden Bänder im Plan fixieren. Oder Sie fixieren jeweils gleich die ganze Jahrgangsstufe.

Abschließend erzeugen Sie im Dienst Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.-Würt. Winprosa die Schnittstellendatei gpwinprosa.txt und ggf. im Dienst Datei > Import/Export > Export DIF-Datei > Stundenplan die Datei gpu001.txt (Details weiter unten).

Inhalt



 

4. Import von Untis in winprosa

Aus Untis können Sie die Parallelkurseinteilung und die Bänder importieren. Die Parallelkurseinteilung benötigen Sie zum Ausdrucken der Kurslisten und für die kursweise Notenerfassung.

Die Bänder benötigen Sie nur für den Stundenplanaufbau für späteren Stundenplandruck von winprosa aus, wenn Sie nicht die Druckbildgestaltungsmöglichkeiten von Untis verwenden wollen oder weil Sie in winprosa noch weitere Optimierungen an der Kurszuweisung durchführen wollen.

Dabei rekonstruiert winprosa aus dem Untis-Stundenplan die in Untis tatsächlich verwendeten Bänder. Diese müssen nicht mit den von winprosa übergebenen Bändern übereinstimmen! Untis baut nämlich (nicht fixierte) Bänder bei der Stundenplanoptimierung ggf. um, unabhängig davon, ob die Bänder in Untis errechnet oder von winprosa vorgegeben worden waren.

Achtung

Sie müssen in winprosa jeweils den entsprechenden Jahrgang und das Halbjahr auswählen und dann den Importdienst (Menü Datei > Schnittstellen) vom Menü Bearbeiten > Planungsarbeiten aus aufrufen (also bei aktivem Planungsfenster!).

Im Dienst Datei > Schnitt­stellen gibt es dazu im Register Untis die Karteikarte Import Kurswahl (siehe neben­stehen­des Bild). Dieser Dienst benö­tigt von Untis die Datei gpwin­prosa.txt.

Achtung:
Haken Sie nur den Punkt Par­allelkurs­ein­teilung überneh­men an, nicht aber den Punkt Bänder aus Untisstundenplan erzeugen. Im Zusammenhang mit jahr­gangs­übergrei­fenden Kursen und jahr­gangs­über­grei­fenden Bändern in Untis erzeu­gen Sie sonst Misch­bänder aus zeitgleichen Kursen beider Jahr­gangs­stufen, was in winprosa zu massen­haften Bandkollisionen fühen würde.

Die Bänder lassen Sie vielmehr aus dem Untis-Stundenplan re­konstruieren.

 

Im Dienst Datei > Schnitt­stellen gibt es dazu im Register Untis die Karteikarte Import Plan ... (siehe neben­stehendes Bild). Dieser Dienst benötigt von Untis die Datei gpu001.txt.

Zunächst müssen Sie daher (wie oben bereits angegeben) in Untis die Schnitt­stellen­datei gpu001.txt erzeugen: Rufen Sie in Untis den Dienst Import/ Export > Export DIF-Datei > Stundenplan auf. Wählen Sie dort im nächsten Fenster als Datenfeldtrenner das Semiko­lon (siehe Bilder rechts unten). Im nächsten Fenster geben Sie den auf der winprosa-Schnitt­stellen-Karteikarte (neben­stehen­des Bild, oben) ange­geben­en Speicher­ort an.

Sie können in winprosa ein­stellen, ob die Lehrer mit übernommen werden sollen. Unten geben Sie an, wie die Klassenstufe in Untis heißt. Sie müssen den Import also mit der einmal erzeugten Datei gpu001.txt zweimal ausführen, getrennt für beide Klassen­stufen. Duch Klick auf  Starten  lösen Sie (später) den Import aus.

        winprosa:

      Untis:
 

Zu Beginn des Imports wird ggf. eine Fehlerliste im Windows-Notepad an­ge­zeigt, z.B. falls Untis-Kürzel nicht mehr mit winprosa-Kürzeln überein­stimmen. Sie können dann den Import ab­brechen, um die Kürzel anzupassen, oder trotz­den den Import fortsetzen. Im letzteren Fall fehlen dann eben die beanstandeten Kurse im Stundenplan (ein Beispiel dafür wäre z.B. der Chor, der kein NGO-Fach ist, aber in Untis durchaus auch für die NGO-Klassen verplant sein kann).

Das nebenstehende Bild zeigt einen derartig importierten Stundenplan in winprosa.


Siehe auch: Parallelkurseinteilung mit Untis;
Ausarbeitung von Wolfgang Gerlach, 2009

 

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