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Zusammenarbeit von Untis und winprosa

 

  1. Übersicht
  2. Export von winprosa nach Untis
    Grundlagen
    Kurskürzel
    Kurseigenschaften
    Jahrgangsübergreifende Kurse
    Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2
    Vorverarbeitung spezieller Kurswahlen
    Erzeugen der Schnittstellendatei in winprosa
  3. Erstellen der Bänder in Untis
    Einlesen und Bearbeiten der Daten
        Vorarbeiten
        Einlesen der Daten
        Fachräume / Bandbedingungen
        Stammräume / Doppelstunden
        Koop-Kurse
        Erstellen der Bänder
    Verplanung der Kernfächer
    Verplanung der Nebenfächer
    Teilen von Kursen/Bändern
    Band- und Kurslisten
    Erstellung des Oberstufenplans
        Setzen der Bänder von Hand
        Vermeidung von Kollisionen beim Setzen von Hand
        Fixierung von Bändern
        Planungsdialog und Planungsstundenplan
        Automatische Optimierung / Raumverplanung
    Händische Kurswahlerfassung und Kurszuweisungen
    Bänder und Klassenverband in einem Plan
    Erzeugen der Schnittstellendateien in Untis
  1. Import von Untis in winprosa

      Stand 18.08.2016



Der vorliegende Text war ursprünglich nur für winprosa-Anwender gedacht und sollte zeigen, wie Daten zur Kursverplanung von winprosa nach Untis und anschließend zurück transferiert werden können, bezog sich also auf allgemeinbildende Gymnasien in BW, die winprosa einsetzen und deren Jahrgangsstufen jeweils mindestens ca. 50 Schüler umfassen (bei kleinerer Oberstufe reichen die winprosa-eigenen Kurskombinationsmöglichkeiten meist völlig aus).
Der Text wurde aber erweitert und gibt nun Tipps auch für Schulen ohne winprosa, z.B. berufliche Gymnasien in BW. Für sie ist vor allem Abschnitt 3 lesenswert.
Die Untis-Kapitel in diesem Text dienen lediglich als Ergänzung des Untis-Handbuchs zum Modul Kursplanung.

 

1. Übersicht

Thema überspringen

Untis, das universelle Stundenplanprogramm, kombiniert im Modul Kursplanung aus vorgegebenen Kurswahlen komplette Bändermodelle unter Berücksichtigung von Kurswahlwünschen und Parallelkurseinteilungen. Dazu stehen zwei Methoden zur Verfügung:

  • Mit der Totaloptimierung (bis Untis 2013 Standardoptimierung) werden für alle Kurse mit ausgefeilten heuristischen Methoden quasioptimale Lösungen hoher Qualität angestrebt (die Kombinationsmannigfaltigkeiten verhindern auch heutzutage exakte Optimierungen).
  • Mit der Optimierung von Teilbereichen werden Lösungen mit vollständiger Iteration gesucht, d.h. es werden alle Kombinationen durchgespielt, bis eine Lösung gefunden ist. Daher muss die Menge der zu verplanenden Kurse in sinnvolle Teilmengen zerlegt werden (z.B. in BW in vierstündige Kernfachkurse und zweistündige Nebenfachkurse), die dann in getrennten Schritten verplant werden.

Diese Optimierungsarten sind nicht zu verwechseln mit der Stundenplanoptimierung von Untis; aber die Stundenplanoptimierung kann die im Kursmodul erzeugten Bänder im Stundenplan verplanen.

Die Optimierung von Teilbereichen erlaubt auf einfache Weise die Beeinflussung des Ergebnisses (z.B. welche Kurse müssen in einem gemeinsamen Band sein, welche dürfen nicht gemeinsam unterrichtet werden). Allerdings fällt das sinnvolle Einteilen von Teilbereichen u.U. dann schwer, wenn es nicht so klar erfolgen kann, wie in BW.

Daher ist in Untis die Totaloptimierung vorhanden, die u.a. ggf. selbst Teilbereiche festlegt und dann intern die Optimierung von Teilbereichen startet.

In beiden Optimierungsarten werden Bänder erzeugt, die gleich in einen Stundenplan integriert werden können (von Hand oder automatisch per Stunden­plan­optimierung), wobei die weitreichenden Planwerkzeuge und Diagnosemöglichkeiten von Untis voll zum Tragen kommen. Für jeden Kursschüler ist dann dessen Individualstundenplan ausdruckbar.

Bänder sind eine Erweiterung des Untisbegriffs Kopplung:

  • Bei einem gekoppelten Unterricht (mehrere Lehrer, Räume, Fächer und Klassen) finden die beteiligten Unterrichte gleichzeitig statt, für sie sind in der Regel nur Klassen benannt, aber keine einzelnen Schüler.
    Gekoppelter Unterricht bezieht sich also auf eine einzelne oder wenige zusätzliche Klassen.
  • Bänder bestehen ebenfalls aus gleichzeitig stattfindenden Unterrichtsveranstaltungen, aber das sind nun Kurse, d.h. bei denen ist jeweils zusätzlich bekannt, welche einzelnen Schüler beteiligt sind.
    Bänder beziehen sich i.d.R. auf alle Parallelklassen eines Jahrgangs, der deshalb nicht in Parallelklassen gegliedert sein muss (aber kann).

Ein Band (früher in BW Schiene genannt) wird in Untis auch als Unterrichtsfolge: gleichzeitiger Unterricht bezeichnet. Neben gleichzeitigem Unterricht gibt es noch die Unterichtsfolgen Kalenderfolge und Wochenfolge.


winprosa-Schulen bietet Untis seit Version 2003 über eine bidirektionale Datenschnittstelle zu winprosa (s.r. ab Untis 2015; s.l.u. bis Untis 2014). Somit brauchen in Untis keine Studenten mehr samt Kurswahl erfasst zu werden.

Vielmehr erwartet nun Untis von winprosa eine Schnittstellendatei winprosagp.txt, bzw. übergibt nach getaner Arbeit eine andere Schnittstellendatei gpwinprosa.txt zurück an winprosa. Dazu dient der Programmdienst Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.- Würt. > Winprosa (s.r., alle Bezeichnungen beziehen sich auf Untis 2015 ff).

Möglich ist die Übertragung der "Studenten" samt Kurswahlwünschen und Kursangebot "in einem Rutsch" nach Untis. Dabei können feste Parallelkurszuweisungen mitübertragen werden, die von Untis nicht mehr geändert werden (mehrheitlich für Jahrgangsstufe 2 nötig), als auch offene Parallelkurseinteilungen (mehrheitlich für Jahrgangsstufe 1 nötig).

In Untis erfolgen dann im Rahmen der Bandoptimierung die Einteilung in die (restlichen) Parallelkurse, ggf. Änderungen einzelner Kurslehrer, die Verplanung im Wochenstundenplan und die Raumzuweisung. Alle hier errechneten/gesetzten Kursdaten können anschließend zurück nach winprosa übertragen werden.


Schulen ohne winprosa müssen nötigenfalls "Studenten", Kurswahlwünsche und Kursangebot von Hand in Untis erfassen. Sind diese Daten in anderen Partnerprogrammen (Schulverwaltungsprogramme, SVP) vorrätig und verfügen diese SVPen über eine Excel-Schnittstelle, besteht die Möglichkeit, diese Daten über den Untis-Dienst Datei > Import/Export > Import TXT Datei (CSV, DIF) einzulesen. Vorhanden sind die beiden Schnittstellen Studenten und Kurswahl der Studenten. Wenn Sie eine der Schnittstellen mit der Maus markieren und dann  F1  drücken, wird übers Internet der Schnittstellendateiaufbau angezeigt.


winprosa, das Oberstufenverwaltungsprogramm für allgemeinbildende Gymnasien in BW, verfügt dementsprechend ebenfalls über eine bidirektionale Datenschnittstelle zu Untis über den Menüweg Datei > Schnittstellen.

Nebenstehendes Bild zeigt die Registerkarte gp-Untis und dort die Unterregisterkarte Export Kurswahl.


Im folgenden Abschnitt 2 wird die Erstellung der Schnittstellendatei für die Übergabe der Daten von winprosa an Untis vorgestellt. Dabei werden Spezialitäten beschrieben, die der besseren Synchonisierung dienen.

Abschnitt 3 beinhaltet das Einlesen der Schnittstellendatei in Untis, das automatische Erstellen der Bänder samt Bearbeitung von Sonderfällen und die Verplanung der Bänder im Stundenplan. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst bei winprosa-Gymnasien, incl. Erstellung der Schnittstellendatei zur Übergabe von Untis an winprosa. Anschließend folgen Tipps, die auch für andere Gymnasien nützlich sein können.

Abschnitt 4 beschreibt das Einlesen der Schnittstellendatei in winprosa nebst abschließender Arbeiten.


Inhalt



 

2. Export von winprosa nach Untis

Thema überspringen 2.1 Grundlagen  2.2 Kurskürzel  2.3 Kurseigenschaften  2.4 Jahrgangsübergreifende Kurse
2.5 Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2  2.6 Vorverarbeitung spezieller Kurswahlen
2.7 Erzeugen der Schnittstellendatei

Im Abschnitt 2.1 werden allgemeine Grundlagen zum Verfahren gegeben. Abschnitt 2.2 und 2.3 behandeln, wie Kurskürzel und Kurseigenschaften in winprosa definiert werden sollten. Erst wenn dies erledigt ist, können Sie die Schnittstellendatei für den Export nach Untis erzeugen.

In Abschnitt 2.4 und 2.5 wird beschrieben, welches Feintuning ggf. in der erzeugten Schnittstellendatei zu erledigen ist, bevor diese in Untis eingelesen werden kann.


 

  2.1 Grundlagen

Früher wurden die Klassenstufen am Gymnasium von 5 bis 13 durchgezählt, wobei die Kursstufe die Klassenstufen 12 und 13 umfasste. Mit der Einführung von G8/G9 spricht man besser von Jahrgangsstufen; so umfasst die Kursstufe nun die beiden Jahrgangsstufen Jg1 und Jg2. Jg1 besteht aus Hj1 und Hj2, Jg2 besteht aus Hj3 und Hj4. Da der Klassenverband in der Kursstufe aufgelöst ist, gibt es dort keine Parallelklassen.

In winprosa sind immer drei Schüler-Jahrgänge aktuell zu bearbeiten, die zukünftige Jg1, die aktuelle Jg1 und die aktuelle Jg2. Diese Jahrgänge werden jeweils nach ihrem Abiturtermin benannt, also Abi-Jahrgang 2016 usw..

Im Regelfall erzeugen Sie die Schnittstellendaten getrennt für zwei Abi-Jahrgänge, vom einen für dessen Jg1 und vom anderen für dessen Jg2, verwenden also die entsprechenden Kurswahlen von Hj1 und Hj3. Da die Klassenbezeichnung in Untis frei wählbar ist, können Sie die dort zu verwendende Klassenbezeichnung hier definieren (z.B. Jg1; siehe obiges Bild). Sie müssen eine Bezeichnung angeben, sonst fehlt später in Untis den Studenten die Jahrgangszugehörigkeit.

Erzeugen Sie die Schnittstellendaten jeweils nur für die eigenen Schüler, nicht auch für Koop-Schüler, denn letztere werden an deren Schulen verplant.

Sie müssen also in winprosa zwei unterschiedliche Schnittstellendateien erstellen, eine für Hj1/Jg1 z.B des Abi-Jahrgangs 2018 und eine andere für Hj3/Jg2 des Vorgänger-Jahrgangs 2017. Dabei können Sie nur das Zielverzeichnis auswählen, denn winprosa vergibt immer selber den gleichen Dateinamen winprosagp.txt. Da beide Dateien also den gleichen Namen haben, sollten diese in zwei verschiedenen Zielverzeichnissen (z.B. J1 und J2) abgelegt werden. Diese beiden Verzeichnisse sollen von Untis aus leicht erreichbar sein (z.B. in untis\wp\).

Verwenden Sie nicht die in obigem Bild bereits angezeigte Möglichkeit, beide Jahrgänge gleichzeitig zu übertragen. Sie handeln flexibler, wenn die Jahrgänge getrennt übertragen werden, wie weiter unten noch ausgeführt ist.

Zusätzlich zu winprosagp.txt erzeugt winprosa jeweils noch die Datei gpu002.txt, in der ggf. der Jahrgangsstundenplan eingetragen ist, soweit er in winprosa bereits erstellt worden war. So können vorbereitete Stundenplan(-teile) an Untis übergeben werden.

Welche Daten genau erzeugt werden, hängt von der Vorgeschichte ab: Es werden die benötigten Kurse mit den für den Export definierten Kurskürzeln ggf. samt Lehrerkürzeln (falls vorhanden; siehe auch Kurswahlverarbeitung I > 1. Fachkanon und Kursangebot) und die Kurswahlen der Schüler ggf. samt Parallelkurseinteilung ausgespielt. Zusätzlich werden die definierten Bänder, die Räume und die verplanten Zeiten übergeben (falls vorhanden).

Sie können somit einzelne Bänder in winprosa einteilen, dann die Daten an Untis übergeben und dort den Rest kombinieren lassen.

Wenn Untis (weitere) Bänder kombinieren soll, dürfen für die betreffenden Kurse keine Parallelkurseinteilungen im aktuellen Datenbestand von winprosa vorhanden sein, ausgenommen diejenigen für fest vorgeplante Bänder (z.B. von Jg2) und für Religion (s.u.). Ggf. sollten Sie also diesbezügliche Parallelkurszuweisungen zurücksetzen auf Null (siehe auch Kurswahlverarbeitung II > 2. Parallelkurseinteilung und Tutorzuweisung).

Da das Fach Religionslehre auf keinem Formular nach Konfessionen unterschieden wird, verwaltet winprosa auch im Fachkanon keine Konfessionen. Da andererseits die Kurse konfessionell unterrichtet werden, sollten Sie bekanntlich die Religionskurse z.B. benennen als re1, re2, rk1, rk2 usw. und dadurch leichter unterscheidbar machen.

Ferner sollte bei den Religionskursen die Parallelkurseinteilung vor Erstellung der Schnittstellendatei bereits erfolgt sein, sonst werden evangelische und katholische Schüler durcheinander kombiniert. Dies wird verhindert, wenn als Exportkürzel (oder als eigene Kürzel; s.u.) die Abkürzungen für die Teilnahme am Rel'Unterricht benutzt werden. Dann sorgt winprosa automatisch dafür, dass nur Parallelkurse derselben Konfession als Alternativkurse angeboten werden. Zusätzlich erkannt werden die Standardkürzel re und rk für die beiden großen Religionen.


Beim Übergang eines Jahrgangs von Jg1 zu Jg2 kommt es bei etlichen Schülern zu Kurswahländerungen, die aus juristischen Gründen zwingend in winprosa verarbeitet werden müssen und nicht (nur) in Untis ( 2.5 Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2). Aber auch, wenn es bei einzelnen Schülern zu keinen (nachträglichen) Änderungen kommt, wird sich deren Kurswahl/Kursbelegung in deren Jg1 und Jg2 unterscheiden.

Es ist daher nicht sinnvoll, in Untis beim Schuljahreswechsel eine "Versetzung" (Hochstufung) der Schüler vorzunehmen und den Stundenplan von Jg1 auf Jg2 zu übertragen. Vielmehr löschen Sie jedes Jahr in Untis alle Schüler und alle Kurse in Jg1 und Jg2 und importieren dann die neuen Daten aus winprosa, wie hier beschrieben.


 

  2.2 Kurskürzel

winprosa verwendet intern unterscheidbare Namen, lässt aber zu, dass Sie für alle Parallelkurse eines Faches dieselben Namen vergeben. Dies ist im Einklang mit der üblichen Nomenklatur, dass, falls z.B. Klasse 7a in Englisch geteilt unterrichtet wird, trotzdem nur ein Fachkürzel E verwendet wird. In winprosa ist es aber üblich, Parallelkurse unterscheidbar zu benennen. Für die spätere Kursverarbeitung in Untis ist dies sogar zwingend vorgeschrieben.

Welche Kurskürzel zum Einsatz kommen sollen, hängt davon ab, welche Kürzel bzw. Exportkürzel Sie in winprosa im Dienst Extras > Fächer und Kurse > Kursangebot definiert haben (siehe neben­stehendes Bild). Im zugehörigen Fenster können Sie die wei­teren Fenster Kurseigenschaften und Facheigenschaften öffnen.

Im Fenster Kurseigenschaften legen Sie ggf. Export­bezeichnungen für einzelne Kurse fest (Export-Kurskürzel), im Fenster Facheigenschaften solche für Fächer (also alle Kurse eines Faches; Export-Fachkürzel).

Generell gilt die Reihenfolge: Export-Kurskürzel – Export-Fachkürzel – eigenes Kurskürzel – eignes Fachkürzel – vorgegebenes Fachkürzel.

D.h.: Das in dieser Reihenfolge zuerst gefundene Kürzel wird verwendet, wobei jedes Fach für sich ausgewertet wird. Wenn Sie keine Kürzel definiert haben, wird der Standard verwendet (vorgegebenes Fachkürzel), also z.B. 4D  3 (dritter Kurs im vierstündigen Deutsch) oder 2Bio1 (erster Kurs in der zweistündigen Biologie).

Rechts sehen Sie das Fenster Facheigenschaften dieses Dienstes. Die 3. Spalte (SchKurzZ) sollte für alle Fächer mit höchstens dreistelligen Kürzeln linksbündig belegt sein. In der 4. Spalte (Exp'Bez) können Sie zusätzlich pro Fach eine generelle Exportbezeichnung (Export-Fachkürzel) angeben. Wir empfehlen aber Exportbezeichnungen nicht hier, sondern auf der Ebene der Kursbe­zeichnungen zu vergeben (s.u.).

 

  2.3 Kurseigenschaften

Nebenstehende Beispiel zeigt im Fenster Kurseigenschaften die  Kurskürzel . Zu erkennen ist, dass in winprosa einige Kurskürzel aus internen Verwaltungsgründen Sonderzeichen enthalten (s.r.):

So werden Koop-Kurse, die also an der Nachbarschule abgehalten werden, mittels # gekennzeichnet und jahrgangsstufenübergreifende Kurse mittels *. Aufsetzer-Kurse werden mittels $ gekennzeichnet. Diese Kennzeichnungen werden in winprosa zur genauen Berechnung des Lehrerwochenstundenbedarfs ausgewertet.

Im Beispiel wurden zusätzlich Kurskürzel von solchen Kursen, die auch von Schülern der Nachbarschule besucht werden, mittels ° gekennzeichnet; diese Kennzeichnung hat für winprosa keine weitere Bedeutung.

Diese Sonderzeichen sollen i.d.R. nicht nach Untis übergeben werden, also müssen für diese Kurse im Fenster  Exp'Bez  Exportbezeichnungen definiert werden (s.r.).

Wenn Sie dies vergessen, fügt Untis später die "neuen" Fächer dem eigenen Fachkanon am Ende hinzu.


Wenn Sie nirgends eigene Kurskürzel und Exportkürzel definieren, verwendet winprosa für den Export Standardkürzel der Form  xNamy ; also z.B.  4D  2  für den zweiten vierstd. Deutschkurs oder  2Bio1  für den ersten zweistündigen Bio-Kurs.

Wir empfehlen aber, dass Sie für jeden Kurs ein eigenes (max. dreistelliges) Kürzel vergeben. Wenn Sie dabei für Kernfächer Großbuchstaben verwenden und für Nebenfächer Kleinbuchstaben, dann erzielen Sie kompakte und übersichtliche Ausdrucke. Bei Parallelkursen hängen Sie an das Kürzel direkt die Kursnummer an; bei unteilbaren Kursen verwenden Sie Kürzel ohne Nummer, dann weiß jeder, dass hierfür gar keine Parallelkurse existieren.

An der Musterschule gibt es z.B. folgende Kurse: P, p1, p2, C, c1, c2, B1, B2, b; also ein vierstündiger und zwei zweistündige Physik-Kurse, desgleichen in Chemie, aber zwei vierstündige und nur einen zweistündigen Bio-Kurs.

In Untis sollten die Fächer gemäß des schulüblichen Fachkanons angeordnet sein (z.B. nach Tagebuch oder Statistikbogen oder NGO-Leitfaden) und die Kurse sollten in diesen Fachkanon eingeordnet sein (s.l.). Im Bsp. gilt, wird et als Kursname verwendet, dann gibt es aktuell keinen zugehörigen Parallelkurs, andernfalls wird et1 und et2 verwendet. D stellt das Fach Deutsch dar, D1 - D7 die bis zu 7 Parallelkurse von Deutsch; usw. (die vielen Deutschkurse waren für den Doppeljahrgang nötig).

Die Kürzel E1 - E4 (nicht im Bild) dienen einerseits für Englisch als 1. bzw. als 2. Fremdsprache in Kl. 5 - 10, andererseits als Kurskürzel in Jg1 und Jg2.

In Untis werden später im Dienst Optimierung von Teilbereichen pro Kurs die minimale und maximale Schüleranzahl benötigt. Diese Anzahlen beeinflussen dort wesentlich das Ergebnis der Bänderkombination. Die Zahlen können bereits in winprosa im Dienst Exp'MinMax erfasst werden (s.r.); sie werden dann beim Export automatisch zu Untis übertragen.


Das Seminarfach wird an vielen Schulen zweistündig im Stundenplan verankert, die dritte Stunde bleibt unverplant und dient für Exkursionen, Recherchezeit usw. Dem trägt winprosa Rechnung, wenn im Fenster Kurseigenschaften die Wochenstundenanzahl ( W'Stden ) auf 3,3,0,0 , aber die Plantaktanzahl ( Plantakte ) auf 2,2,0,0 gesetzt wird.



Nun sind alle Arbeiten in winprosa erledigt; Sie können hier also die Schnittstellendatei winprosagp.txt erzeugen, wie in 2.7 Erzeugen der Schnittstellendatei in winprosa beschrieben ist. Beachten Sie aber unbedingt die folgenden Abschnitte 2.4 - 2.6, denn die erzeugte Schnittstellendatei muss u.U. nachbearbeitet werden.


 

  2.4 Jahrgangsübergreifende Kurse

Wie oben beschrieben, erzeugen Sie in winprosa zwei Schnittstellendateien winprosagp.txt für Untis, je eine für Jg1 und eine für Jg2 des nächsten Schuljahres. In diesen können auch jahrgangsstufenübergreifende Kurse vorkommen, was nicht besonders gekennzeichnet ist, da winprosa derartige Kurse nicht besonders verarbeiten muss (sondern nur beim Deputat berücksichtigt):
Sind z.B. dg, ps, gl und li jahrgangsstufenübergreifend, so sind sie in winprosa jeweils zweimal definiert, einmal für Jg1 und einmal für Jg2. Somit sind sie auch in den beiden Schnittstellendateien vorhanden.

Somit würden sie nach dem Export nach Untis dort als doppelt vorhandene Kurse definiert werden. Daher müssen Sie die Jg1-Kurse auch für Jahrgangsstufe 2 freigeben und die entsprechenden Jg2-Kurse löschen. Das lässt sich aber nachträglich in Untis derzeit nicht ändern, denn dort verschwinden beim Löschen der Jg2-Kurse auch die entsprechenden Jg2-Kursbelegungen bei den Schülern!!

Führen Sie daher die Änderungen vor dem Export nach Untis in den beiden Schnittstellendateien winprosagp.txt mit dem Texteditor (z.B. notepad.exe) folgendermaßen durch:

Jg1, vorher
Ku;sk2;2;Sj;Jg1;10;20;
Ku;dg1;2;Ti;Jg1;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg1;10;20;
Ku;gl;2;Fr;Jg1;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg1;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg1;10;20;
Ku;li;2;La;Jg1;10;20;
Ku;sf;2;lgw5;Jg1;10;20;
Jg1, nachher
Ku;sk2;2;Sj;Jg1;
Ku;dg1;2;Ti;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;gl;2;Fr;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;li;2;La;Jg1,Jg2;10;20;
Ku;sf;2;lgw5;Jg1;10;20;
Jg2, vorher
Ku;sk2;2;Sd;Jg2;
Ku;dg1;2;Ti;Jg2;10;20;
Ku;dg2;2;Ti;Jg2;10;20;
Ku;gl;2;Sl;Jg2;10;20;
Ku;if;2;lgw0;Jg2;10;20;
Ku;ps1;2;Mz;Jg2;10;20;
Ku;ps2;2;Mz;Jg2;10;20;
Ku;li;2;La;Jg2;10;20;
St;Aich9001;Aich......
Jg2, nachher
Ku;sk2;2;Sd;Jg2;10;20;
Ku;if;2;lgw0;Jg2;10;20;
St;Aich9001;Aich......

 

  2.5 Sonderfälle beim Übergang von Jg1 zu Jg2

Wie bereits weiter oben erwähnt, bleibt die Parallelkurseinteilung von Jg1 großenteils auch in Jg2 erhalten, was beim Export nach Untis automatisach berücksichtigt wird. Trotzdem wird der Jg2-Plan ander aussehen, u.U. sogar schlechter werden, als der entsprechende Jg1-Plan des Vorjahres:

Einige Schüler steigen aus in Jg2 ursprünglich weiter belegten Kursen aus, wollen also z.B. Biologie oder Bildende Kunst doch nicht alle vier Semester besuchen, weil sie Musik und z.B. Chemie schon viersemestrig belegt haben. Das hat auf das Bändermodell zunächst keine Auswirkung, es fallen deshalb i.d.R. keine Bänder weg, aber einige werden leerer. Und bei diesen Schülern entstehen ggf. Hohlstunden.

Alle zweisemestrigen "Orchideenkurse" aus Jg1 fallen weg, was die entsprechenden Bänder nch leerer macht. Dafür kommen andere zweisemestrige Orchideenkurse hinzu, die somit noch nicht ins Schema passen, weshalb es fraglich ist, ob sie auf vohandene Bänder kombinierbar sind. Daher kommen u.U. Bänder neu oder anders zusammengesetzt hinzu.

Ferner kann es Sonderfälle geben, bei denen trotz vorhandener Einteilung eine Neueinteilung in Jg2 nötig/wünschenswert wird. Das kann zugleich eine Chance bieten, das Bändermodell in Jg2 wieder zu komprimieren/verbessern.

Wenn z.B., weil nicht alle Schüler Biologie weiter belegen und Fachlehrermangel herrscht, aus drei Biologie-Kursen zwei werden müssen, ist es sinnvoll, vor der Erstellung der Schnittstellendatei in alle Biologen in den 0. Kurs zurück zu buchen, falls die verbleibenden Kurse vom gleichen Lehrer gegeben werden. Dann kann Untis später eine neue Einteilung vornehmen.

Fällt von drei Kursen einer weg und die verbleibenden zwei werden von verschiedenen Lehrern gegeben, dann werden nur die Schüler des wegfallenden Kurses in den 0. Kurs zurück gebucht, so kann Untis später diese Schüler auf die beiden bleibenden Kurse aufteilen.

Aber selbst, wenn die Kursanzahl beim Übergang von Jg1 zu Jg2 stabil bleibt, kann es sinnvoll sein, Parallelkurse neu zu kombinieren. Wenn nämlich Parallelkurse von den gleichen Lehrern gegeben werden, können deren Schüler schadlos ihren alten Lehrern in neuer Kurszusammensetzung zugewiesen werden. Wenn es mehrere derartige Fälle gibt, besteht die Chance, dass Untis später eine kompaktere Einteilung unter Einbeziehung der neuen Orchideenfächer finden kann. Das folgende Beispiel wurde für knapp 100 Schüler einer Jg2 durchgespielt. bk1 und bk4, sowie bk2 und bk3 werden jeweils vom gleichen Lehrer unterrichtet, ensprechendes gilt für g2 und g3 usw.:

;bk1;;
;bk4;;
;;bk1~bk4; ;bk2;;
;bk3;;
;;bk2~bk3; ;g2;;
;g3;;
;;g2~g3; ;g4;;
;g5;;
;;g4~g5; ;re2;;
;re3;;
;;re2~re3;

Also muss in der Schnittstellendatei für Jg2 bei allen Schülern der Eintrag ;bk1;; durch ;;bk1~bk4; ersetzt werden, dann der Eintrag ;bk4;; durch ;;bk1~bk4; , dann ;bk2;; durch ;;bk2~bk3; usw.. Dann erst kann diese Datei in Untis eingelesen werden.

Wie Texte in der Schnittstellendatei mit dem Editor notepad.exe auf einfachste Weise ersetzt werden, ist im nächsten Abschnitt beschrieben.


 

  2.6 Vorverarbeitung spezieller Kurswahlen

Wie weiter oben beschrieben ist, werden Kurszuweisungen der Art re1, re2, rk, usw. in Religionslehre am einfachsten mittels Religionseintrag in den Stammdaten gelöst. Für andere Fächer, z.B. dem Seminarfach steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.

Werden z.B. vier Seminarfachkurse angeboten, die von zwei Lehrerteams gegeben werden sollen, könnte die Einteilung z.B. folgendermaßen lauten: sf1 und sf2 handeln Themenkreis A ab, sf3 und sf4 den Themenkreis B. Da winprosa dafür keinen speziellen Mechanismus vorsieht, werden Sie z.B. alle Schüler mit Themenkreis A dem Kurs sf1 zuweisen und alle mit Themenkreis B dem Kurs sf3.

Ohne weitere Vorsorge würde nach Übergabe an Untis dort keine weitere Kurseinteilung erfolgen. Die z.B. 33 Schüler aus sf1 blieben dort, sf2 bliebe leer, die z.B. 37 Schüler aus sf3 blieben auch dort und sf4 wäre ebenfalls leer.

Sie müssen also die entsprechende Schnittstellendatei winprosagp.txt mit dem Texteditor (z.B. notepad.exe) so manipulieren, dass Untis alle Schüler aus sf1 auf die Kurse sf1 und sf2 kombinieren darf und alle aus sf3 auf die Kurse sf3 und sf4.

Das folgende Beispiel zeigt in einem Ausschnitt der Schnittstellendatei die Kurswahl eines Schülers. Die erste vier Zeilen zeigen, wie Untis mitgeteilt wird, dass dieser Schüler einen der Deutschkurse belegen soll und einen der Englischkurse und einen der bk-Kurse und einen der g-Kurse. Die fünfte Zeile zeigt, wie der Schüler dem Ek-Kurs ohne Alternative zugewiesen wird (offensichtlich wird nur ein Kurs angeboten, daher muss er diesen ohne Wahlmöglichkeit belegen). Beachten Sie die Semikola zwischen den Einträgen.

KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;D1~D2~D3~D4~D5~D6~D7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;E1~E2~E3~E4~E5~E6~E7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;bk1~bk2~bk3~bk4~bk5;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;g1~g2~g3~g4~g5~g6;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;Ek;;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;gk1~gk2~gk3~gk4~gk5~gk6;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;re1~re2~re3~re4;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;M1~M2~M3~M4~M5~M6~M7;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;P1~P2;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;c1~c2;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;;sm~sw~sk1~sk2~sk3;
KW;"Baue2002";2012029943;Jg1;sf1;;

Es dürfte leicht nachzuvollziehen sein, dass in der letzen Zeile der Eintrag   ;sf1;;   abzuändern ist in   ;;sf1~sf2; . Ensprechend muss bei anderen Schülern   ;sf3;;   umgewandelt werden in   ;;sf3~sf4; .

Diese Änderungen müssen bei allen Schülern durchgeführt werden, z.B. mit dem Texteditor notepad.exe . Nebenstehendes Bild zeigt dessen Menü-Punkt Bearbeiten > Ersetzen. Sie müssen nur am Anfang der Datei den Dienst aufrufen und dann  Alle ersetzen  starten und anschließend das Gleiche mit den entsprechenden Einträgen für sf3 durchführen.

Gibt es an Ihrer Schule z.B. neben den Kernfächern Biologie B1 und B2 noch das Kernfach B3 Biologie bilingual, das fünfstündig ist und nicht von den "normalen Biologen" besucht werden soll, dann weisen Sie die bilingualen Biologen dem Kurs B3 zu (Sie können B3 zur Verdeutlichung umbennen in z.B. Bb). Die übrigen Biologen bleiben unzugewiesen.

In der Übergabedatei müssen Sie dann gemäß dem zuvor beschriebenen alle Texte  ;;B1~B2~B3;  umsetzen zu   ;;B1~B2; . Wenn Sie für Bb die Plantakte auf 6 setzen, können Sie später in Untis vier Stunden mit den anderen Kernfächern und zwei mit den Nebenfächern kombinieren (letzerte werden dann entweder nur alle vierzehn Tage verplant, oder wöchentlich einstündig).


 

  2.7 Erzeugen der Schnittstellendatei in winprosa

Wenn alle Daten in winprosa den Anforderungen genügen, erzeugen Sie die Schnittstellendateien für die beiden gewünschten Abi-Jahrgänge im Dienst Datei > Schnittstellen | gp-Untis | Export Kurswahl (s.r.).

Stellen Sie also z. B. für das neue Schuljahr 2016/17 den Abi-Jahrgang 2017 ein. Dieser kommt in die Jg2.

Starten Sie den Schnittstellendienst und wählen oben das Verzeichnis der Untis-Daten aus (im Bild z.B. D:\SV\untis\wp\jg2). winprosa vergibt selber den Dateinamen winprosagp.txt.

Stellen Sie rechts den Zeitraum 2. Jahrg'St ein und tragen links den Untisnamen Ihrer Jg2 ein (im Bild: Jg2). Starten Sie den Export und schließen Sie dann den Schnittstellendienst.

Stellen Sie dann den Abi-Jahrgang 2018 ein. Dieser kommt in Jg1. Starten erneut den Schnittstellendienst. Stellen Sie sinngemäß Verzeichnis, Zeitraum und Untisnamen ein und starten Sie den Export.

Sollten Sie später einen Fehler in den Schnittstellen-Daten feststellen, dann können Sie die entsprechenden Daten in winprosa verbessern und neu ausspielen.

Bevor Sie die Schnittstellen-Dateien in Untis einlesen, müssen die Dateien ggf. noch etwas überarbeitet werden, wie in den Abschnitten 2.4 - 2.6 beschrieben ist.



Inhalt



 

3. Erstellen der Bänder in Untis

Thema überspringen 3.1 Einlesen und Bearbeiten der Daten  3.2 Verplanung der Kernfächer  3.3 Verplanung der Nebenfächer 
3.4 Teilen von Kursen/Bändern  3.5 Band- und Kurslisten  3.6 Erstellung des Oberstufenplans
3.7 Händische Kurswahlerfassung und Kurszuweisungen  3.8 Bänder und Klassenverband in einem Plan 
3.9 Erzeugen der Schnittstellendateien in Untis 
 

  3.1 Einlesen und Bearbeiten der Daten

Vorarbeiten


  1. In Untis haben Sie von früher her die Jahrgangsstufenklassen entweder in Jahrgängen zusammengefasst; dann gibt es also nur noch Jg1 und Jg2 (oder 11n und 12n oder ...).
  2. Oder Sie haben die Klassen fortgeschrieben; dann wurde aus 10a, 10b, 10c z.B. Jg1a, Jg1b, Jg1c usw. (oder 11an, 11bn, 11cn oder ...).

Das n im Namenskürzel erinnert lediglich daran, dass nun die NGVO gilt, also der Klassenverband eigentlich aufgelöst ist.

Wenn man bedenkt, dass der Klassenverband für die Schüler höchstens in Deutsch und/oder Mathemantik sinnvoll ist (wenn überhaupt!), dann ist (1) zweckmäßiger (und nur diese Methode wird von winprosa unterstützt und daher in diesem Text zugrunde gelegt).

Sonst müssten Sie für die meisten Kurse definieren, dass diese von allen Kl. gemeinsam besucht werden sollen, dort also jeweils 11an,11bn,11cn,... eintragen.

Damit Sie die Kursstufe im Kursplanungsmodul von Untis richtig bearbeiten können, müssen Sie jeder Untis-Jahrgangsstufen-Klasse eine (numerische) Untis-Jahrgangs-Stufe zuweisen (Dienst Start > Klassen▼ > Stammdaten | Stufe ; s.r.). Im Bild sind das aus historischen Gründen noch die Stufen 12 und 13 (was angesichts der G9-"Versuchsschulen" wieder sinnvoll sein kann).


Einlesen der Daten

In Untis lesen Sie die Schnittstellendaten ein im Programmdienst Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.-Würt. Winprosa.

Lesen Sie zuerst die Schnittstellendatei des Jahrgangs ein, in dem Sie die jahrgangsstufenübergreifenden Kurse definiert hatten, dann die andere. Dabei müssen Sie jeweils den Dateinamen samt Pfad eingeben/auswählen (also z.B. D:\SV\untis\wp\jg1\winprosagp.txt).

Für die beiden Jahrgangsstufen 1 und 2 werden jeweils das Kursangebot, die Studenten und deren Kurswahlen übergeben.

Falls in winprosa bereits einzelne Stundenplanteile festgelegt wurden, können diese mit der dort automatisch mit erzeugten Datei gpu002.txt an Untis übergeben werden (Dienst Datei > Import/Export > Import TXT Datei (CSV, DIF) > Stundenplan.

Es kann vorkommen, dass Sie die Schnittstellendaten wiederholt einlesen wollen. Dann müssen Sie vorher jedesmal in Untis die bestehenden Studenten und die bestehenden Kurse in Jg1 und Jg2 löschen! Nötig kann dies werden, z.B. nachdem ein Schüler doch noch erkärt hat, wiederholen zu wollen, oder nachdem einzelne Schüler kurzfristig Kurswahländerungen genehmigt bekommen haben. Da nur winprosa Kurswahlen juristisch bewerten kann, ist es grundsätzlich sinnvoll, alle Änderungen dort auszuführen und zu dokumentieren.

Die von winprosa angelieferten Kurse werden in Untis auch als Untiskurse verbucht, erkenntlich am (c) in Spalte Kl,Le des Unterrichtsfensters (s.r.); sie sind also keine Untisunterrichte.

Untiskurse dürfen bis Version 2016 nicht gekoppelt werden, denn sie unterliegen ja dem Kurssystem, dürfen also von Untis in gewissem Rahmen "kollidierend" verplant werden.

Allerdings könnte z.B. ein Deutschband alternativ als normale Kopplung definiert sein, dazu müssten die Deutsch-Untiskurse in normale Deutschunterrichte umgewandelt werden, was aber gegeüber der echten Kursverarbeitung keinerlei Vorteile hätte.

Ab Untis 2017 werden auch im Kurssystem Kopplungen zugelassen. Damit können z.B. gk- und gg-Kurse zusammengekoppelt und auf die beiden Halbjahre verteilt werden (unter einer Unterrichtsnummer als Kopplung mit mehreren Unterrichtsgruppen).



Fachräume / Bandbedingungen

In der Regel werden beim Unterrichtsangebot der NGO-Jahrgänge noch die Räume fehlen. Die Fachräume müssen nun nacherfasst werden, denn Untis muss für später wissen, welcher Kurs einen Fachraum braucht (s.r.o.).

Bei zwei Räumen und vier Kursen (1 x Kernfach + 3 x Nebenfach) ist klar, dass höchstens zwei parallel verplant werden dürfen (Bsp. BK).
Oder z.B. wegen der Geräteknappheit in einer Naturwissenschaft sollen deren beiden Kernfachkurse nicht parallel sein (Bsp. Bio).
Oder wenn z.B. ein Sportband geplant wird, bestehend aus vier Kursen, dann brauchen Sie auch einen Termin, an dem vier Sportstätten gleichzeitig verfügbar sind.

Die Optimierung von Teilbereichen verplant aber Bänder noch nicht im Zeitraster; das macht ggf. erst die anschließende Stundenplanoptimierung. Daher kann Untis während der Bänderoptimierung keine Raumengpässe erkennen ("nur" Lehrer- und Schülerkollisionen werden berücksichtigt).

Dererlei Bandbedingungen können Sie daher im Dienst Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Bandbedingungen angeben (s.r.). Manche Bedingungen können auch später direkt im Bändermodell festgehalten werden.



Stammräume / Doppelstunden

Es reicht in den Stammdaten pro Jahrgangsstufe einen Stammraum zu definieren, der in der Ausweichrauumkette vorkommen muss (s.g.o.). Untis überträgt diesen Raum auf alle Kurse (s.o.) und weist dann später bei der Verplanung/Optimierung allen Kursen eines Bandes automatisch unterschiedliche Räume aus der Raumkette zu.

Da Kurse in der NGO meist in Doppelstunden unterrichtet werden, sollte dies auch in Untis definiert werden (s.w.o.).


Koop-Kurse

Angenommen Ihre Koop-Schulen heißen A-Gymnasium und B-Gymnasium und jeweils 5 Kurse finden dort statt. Dann sollten Sie die folgenden Zusatzräume ag1, ..., ag5, bg1, ..., bg5 und die folgenden Zusatzlehrer lag1, ..., lag5, lbg1, ..., lbg5 definieren (die Lehrer auch in winprosa). Den auswärtigen Kursen weisen Sie im Fenster Unterricht diese Lehrer und Räume zu. In den später zu druckenden Plänen ist für die Schüler dann sofort ersichtlich, wann sie "wandern" müssen und in Untis gibt es bei der Raumoptimierung keine Probleme.


Erstellen der Bänder

Verarbeitet werden die Daten dann im Programmdienst Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Optimierung von Teilbereichen. Die Optimierung von Teilbereichen liefert Ergebnisse durch vollständige Iteration (rechnet also alle möglichen Kombinationen durch, was mehrere Millionen Kombinationen bedeuten kann), während die auch mögliche Totaloptimierung aus Zeitgründen "nur" heuristische Methoden verwenden kann (was sonst Milliarden von Kombinationen bedeuten würde). Die Totaloptimierung ist nicht Bestandteil dieser Abhandlung.

Mit Einführung der Kursstufe vor rund 45 Jahren (!) wurde der Klassenverband abgeschafft; d.h. es gab im Bereich der NGO (Neue Gymnasiale Oberstufe) keine Klassenstufen mehr, sondern nur noch Jahrgangsstufen, was vollmundig mit pädagogischen Begründungen versehen war. Rund 25 Jahre später versuchte die Kultusverwaltung den Klassenverband wiederzubeleben, natürlich wieder mit entsprecher gegensätzlicher vollmundiger pädagogischen Begründung.

Fakt bleibt aber, dass der Klassenverband einer Jahrgangsstufe sowieso nur teilweise verwirklichbar ist, z.B. in den dedizierten "Massenfächern" wie D und M. Außerdem muss für die Kursstufe nach wie vor eine Formel angewendet werden, nach der sich aus der Zahl aller Schüler eines Jahrgangs die maximal zu verbrauchenden Lehrer-Wochenstunden errechnen lassen. Die Zahl der (ehemaligen) Parallelklassen spielt da keine Rolle mehr. Falls die Schülerzahlen der (ehemaligen) Parallelklassen eines Jahrgangs sich im Lufe der Zeit sehr ungleichmäßig entwickelt haben, bietet der Weggang vom Klassenverband die zusätzliche Chance angeglichener Parallelkursgrößen.

Im Folgenden wird also zunächst davon ausgegangen, dass die (ehemalige) Einteilung in Parallelklassen in der Kursstufe keine Rolle mehr spielt. Weiter unten wird dann der Klassenverband nochmals kritisch gewürdigt: 3.8 Bänder und Klassenverband in einem Plan.

An Gymnasien in BW werden vierstd. Kernfächer und zweistd. Nebenfächer unterrichtet (zuzüglich sechsstündiger Profilfächer an berufl. Gymn.), jeweils ggf. aufgeteilt in Parallelkurse. Man könnte alle Kurse ggf. jeweils in zwei (oder drei) doppelstündige Kurse aufsplitten und diese zusammen mit den sowieso zweistd. Kursen in lauter zweistündige Bänder kombinieren. Das hat aber den gravierenden Nachteil, dass beide Teile eines Kurses, der auf zwei Bänder aufgespittet ist, trotzdem von denselben Schülern besucht werden müssen. Das schränkt die Kombinationsmöglichkeiten gewaltig ein.

Daher werden erst reine Kernfachbänder erstellt (siehe Abschnitt 3.2) und dann die Nebenfachbänder (siehe Abschnitt 3.3). In Abschnitt 3.4 werden Sonderfälle bei dieser Verarbeitung erörtert.

Wie bereits erwähnt, bietet Untis zwar die Möglichkeit, jedes Band in eine Kopplung umzuwandeln, aber das bringt keinen echten Vorteil. Eine Kopplung kann verwendet werden, wie ein fixiertes Band. Aber aus einem Band können Sie jederzeit einzelne Kurse direkt herauslösen und anders verplanen; das geht bei einer Kopplung nur auf Umwegen.


 

  3.2 Verplanung der Kernfächer

Jeder Schüler hat (allgemeinbild. Gymn. in BW) fünf Kernfächer à vier Wochenstunden; also werden fünf vierstündige Bänder benötigt. Untis schafft es mit dem Dienst Optimierung von Teilbereichen in der Regel, alle Schüler auf diese fünf Bänder zu verteilen (wenn es mehrere teilbare Fächer gibt; das ist ab ca. 50 Schüler sicher gegeben). Somit werden 20 Wochenstunden benötigt, in denen kein Schüler hohl hat (100%-Bänder). Auf einem modernen PC benötigt Untis zur Kombination dieser Bänder nur wenige Sekunden.

Es ist dabei sogar möglich, einzelne Bänder vorzugeben: Deutsch-Band, Mathematik-Band oder Koop-Band. Ferner können Wünsche bezüglich der Kursgröße berücksichtigt werden und es kann festgelegt werden, dass ggf. bestimmte Kurse nicht oder gerade im gleichen Band liegen sollen. Aber je mehr Vorgaben, desto größer wird die Gefahr, dass fünf Bänder doch nicht ausreichen oder Parallelkurse nicht gleichmäßig gefüllt werden. Wenn also Untis die Lösung nicht innerhalb weniger Sekunden !! finden kann, dann hilft es u.U., wenn Sie die Toleranzschwelle (Min-Anz, Max-Anz im Dienst Kursplanung > Kurs-Studenten-Übersicht) bezüglich gleichgroßer Parallelkurse absenken. Die maßvolle Vorgabe von Min-Anz und Max-Anz (auch für Nebenfächer) ist dabei für den Erfolg entscheidend, wie einige der folgenden Beispiele zeigen.

Haben z.B. in einem Jahrgang von 100 Schülern nur 90 Englisch als Fremdsprache gewählt, können Sie kein Englisch-Band erzwingen, denn Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen weiteren vierstündigen Kurs mit 10 Schülern bieten können, der auch noch kollisionsfrei auf das Englischband passen würde. Sowie aber ein Band nicht zu 100% gefüllt ist, reichen 5 Kernfach-Bänder nicht, es werden also (mindestens) 6 Bänder benötigt, was später den Stundenplan aufbläht, Schülerhohlstunden bedeutet und somit zu Lasten der Schüler geht.

Angenommen, Sie haben ein Deutsch-Band, dann müssen die Engländer auf die vier weiteren Kernfachbänder verteilt werden. Richten Sie sogar ein Mathematik-Band ein, bleiben für die Englischkurse nur 3 Bänder übrig. Deutsch- und Mathematik-Band sind prinzipiell immer möglich, da beide Pflichtfächer zur jeweiligen 100%-Füllung führen. Hat ein Lehrer zwei Parallelkurse in dem Bereich, so sind immer noch zwei kombinierte Deutsch-Mathematik-Bänder möglich.

Für die 90 Engländer werden 4 Kurse zu je max. 23 Schülern nötig sein. Also werden Sie geneigt sein, als Toleranzschwelle 22 bis 23 Schüler pro Englischkurs vorgeben zu wollen (s.o. Min-Max-Schülerzahlen). Vertippen Sie sich an dieser Stelle und geben zu geringe Max-Zahlen ein, bieten also z.B. nur Kurse für 89 Schüler an, obwohl Sie 90 Engländer haben, wird nachher die Rechenzeit dramatisch ansteigen (Stunden statt Sekunden!!), weil Untis nicht mit diesem (lächerlichen) Engpass rechnet und die Bedingung trotzdem erfüllen will.

Aber selbst, wenn jeder Kurs bis zu 23 Schüler stark sein darf, kann es sein, dass Untis keine Lösung finden kann (vollständige Iteration: dann gibt es also keine Lösung!). Meist rechnet Untis dann Minuten statt Sekunden und bricht dann erst ab. Wenn Sie nun die Toleranzschwelle absenken, also z.B. 22 - 24 Schüler zulassen, kann diese kleine Änderung bedeuten, dass eine Lösung existiert, die also auch gefunden werden kann (in der Regel in wenigen Sekunden). Nun sind 24 Schüler in einem Kernfach nicht wünschenswert, hier wird man also abwägen müssen.

Sind z.B. im Kernfach Biologie 32 Aspiranten vorhanden, brauchen Sie sicher zwei Parallelkurse. Dann wären sinngemäß 15-17 Schüler pro Kurs wünschenswert. Falls Untis dann keine Lösung findet, könnten Sie es mit 14-18 Schülern versuchen; das sind erst ±15% Toleranz. Wenn das nicht reicht, versuchen Sie es mit 13-19 Schülern, das sind erst ±20%. Insbesondere, wenn der gleiche Lehrer zwei Parallekurse unterrichtet, dürfen die Schülerzahlen dort stärker differieren, es bleibt ja in der "Familie".

Geben Sie zu große Min-Zahlen an (z.B. für diese Biologiekurse 17-18), findet Untis trotzdem eine Lösung (unter Verletzung der Min-Bedingungen und falls überhaupt vorhanden), das aber u.U. wieder nur unter dramatischem Anstieg der Rechenzeit.

Wenn Sie also nach Ausschöpfung aller Toleranzmöglichkeiten kein Bandmodell mit 5 Kernfach-Bändern finden, dann sind eben nicht gleichzeitig Deutsch- und Mathematik-Band möglich (weil alle anderen Kernfächer nicht auf drei Bänder zusammenfassbar sind). Daher müssen Sie sich nun entscheiden, ob Sie das Mathematik- oder das Deutsch-Band opfern wollen.

Im Extremfall bricht Untis sogar sofort ab und meldet lapidar "keine Lösung gefunden". Dann haben Sie wahrscheinlich noch ungünstigere Toleranzschwellen gewählt; wo, ist nicht leicht zu diagnostizieren. Wählen Sie daher testhalber für alle zu verplanenden Kernfachkurse Min-Anz = 1 und Max-Anz = 25. Nun kann Untis wieder innerhalb von Sekundenbruchteilen ein Bändermodell kombinieren, in dem aber wahrscheinlich manche Parallelkurse zu ungleichmäßig gefüllt sind. Ziehen Sie nun für die fraglichen Kurse die Toleranzschwelle in mehreren Schritten langsam hoch, löschen jeweils die alten Bänder und lassen sie wieder kombinieren, solange bis Untis keine Lösung mehr findet. So loten Sie aus, was geht.

Versuche haben ergeben, dass ab ca. 50 Schülern pro JgStufe (also ab 3 Parallelkursen in den Massenfächern) ein vernünftiges Kernfachbandmodell möglich ist. Andernfalls muss in Untis die Totaloptimierung eingesetzt werden, die aber nicht Thema dieser Ausführungen ist.

Käme ein Schüler auf die Idee, z.B. statt der zweistündigen Chemie die vierstündige als zusätzliches Kernfach besuchen zu wollen, obwohl er bereits alle Kernfächer bestimmt hat, so wäre dies nur mit Zustimmung der Schulleitung möglich und diese Chemiebelegung zählte dann juristisch nicht als Kernfachbelegung. Dann erzeugte dieser Schüler eine Kollision im Kernfachmodell, denn er könnte wegen der 100%-Füllung der Kernfachbänder nicht in die Kernfachchemie, weshalb im Falle des positiven Bescheids der Schulleitung ein sechtes Band wegen dieses einen Schülers einzurichten wäre. Damit wäre das schöne Kernfachmodell zu Lasten der anderen Schüler gescheitert, was nicht Gegenstand dieser Ausführungen ist.

Wenn Sie bei den Kernfachbändern z.B. ein Deutsch-Band planen, kann es passieren, dass die Rechenzeit stark ansteigt. Die Rechenzeit wird wieder extrem verkürzt (wenn es überhaupt eine Lösung gibt), wenn Sie die Deutsch-Kurse aussen vor lassen, also nur vier Bänder mit allen anderen Kernfachkursen bilden lassen.

Wenn Sie ein Deutsch-Band und ein Mathematik-Band bilden wollen, dann lassen Sie zunächst Deutsch und Mathematik aussen vor und lassen aus den restlichen Vierstündern drei Bänder bilden. Das Deutsch-Band und das Mathematik-Band füllen Sie anschließend (einzeln) wiederum mit der Optimierung von Teilbereichen.

Analog gehen Sie später im zweistündigen Bereich vor mit dem Sport-Band und dem Religions-Band (incl. Eth.).


Der Beispieljahrgang umfasst 23 Kernfachkurse und 35 Nebefachkurse für 78 Schüler. Das macht 162 WoStd; wenn diese in einer 50-Std-Woche untergebracht werden sollen, müssen pro Std. ca. 4 Kurse gleichzeitig verplant werden.

Nebenstehend ist das zugehörige Fenster Teilbereiche festlegen des Untis-Dienstes Kursplanung > Totaloptimierung▼ > Optimierung von Teilbereichen abgebildet. Die Tabelle ist nach Wochenstunden sortiert und in Spalte Ausw. sind die Kernfächer ausgewählt (s.r.). Es wird weder Deutsch- noch Mathematik-Band geplant.

In der Spalte Studt ist zu erkennen, dass den teilbaren Kursen noch keine Studenten zugewiesen sind, während für die unteilbaren Kurse bereits alle Studenten vermerkt sind.

Nach Klick auf  Weiter  erscheint das Fenster Opt. von Teilbereichen. Dort starten Sie den Rechenlauf durch Klick auf  Erw.Optimierung .

Nebenstehende Bilder zeigen den Fortgang der Optimierung.

Links ist der Stand kurz nach dem Start dargestellt: es gibt Kurse mit zu wenigen und solche mit zu vielen Schülern.

Rechts ist das nach vier Sekunden Rechenzeit mit knapp 2000 Kombinationen erreichte Ergebnis zu sehen.

Nach Klick auf  OK  werden Sie aufgefordert, die Bänder zu speichern. Das Ergebnis ist im Dienst Kurs-Band-Matrix zu sehen (s.u.).

Nebenstehend ist das Fenster Kursplanung > Kurs-Band-Matrix dargestellt. Die Kurse sind nach der Wochenstundenzahl angeordnet, erst die Kernfächer, dann die Nebenfächer. Im Bild sind auch die Nebenfächer bereits in Bändern verplant.

Im Tabellenkopf ist zu erkennen, dass individuelle Bandnamen eingegeben sind. Der Cursor steht im Band kBK1 beim Kurs E3.

Nach Klick auf das kleine Dreieck links oben im Fenster klappt ein Teilfenster mit Zusatzinformationen auf (s.u.). Dort stellen Sie die anzuzeigende Jahrgangsstufe ein.

 

  3.3 Verplanung der Nebenfächer

Gehen wir also davon aus, dass alle vierstündigen Kurse im Kernfachbändermodell verplant sind. Hat der "fleißigste" Schüler nun zusätzlich z.B. 10 zweistündige Nebenfächer pro Jahrgangsstufe gewählt, so werden alleine für ihn weitere 10 zweistündige Bänder nötig.

Sie müssen also nochmals die Optimierung von Teilbereichen starten und alle Nebenfächer auswählen.

Untis schafft es in der Regel wieder in nur wenigen Sekunden tatsächlich, alle Schüler auf neue zweistündige Bänder zu verteilen, wobei wieder Sonderwünsche möglich sind: Sport-Band, Religions-Band, usw. Auch hier gilt wieder, weniger ist mehr.

Bei geschicktem Taktieren erhalten Sie so Bänder, die höchstens 40 Wochenstunden verbrauchen.

Bei einer fünftägigen 10-Std.-Woche sind somit für jeden Schüler zwei Nachmittage sicher frei, für die meisten sogar ein dritter. Oder an jedem Tag sind nur acht Stunden Unterricht. Der "fleißige" Schüler hat 5 Kernfachkurse x 4 Halbjahre und 10 Nebenfachkurse x 4 Halbjahre, also 60 Kurse zur notentechnischen Abrechnung zur Verfüfung. Abrechnen muß er mindestens 40 Kurse; also besteht die Hoffnung, dass vor allem in der 2. Jahrgangsstufe ev. weniger als 10 zweistündige Bänder benötigt werden.

Eigentlich ist es wünschenswert, dass alle Schüler ihre zweistündigen Orchideenfächer ausschließlich in Jg1 belegen. Dann gibt es idealerweise nur marginale Änderungen von Jg1 zu Jg2.


Nebenstehend ist der untere Teil der Kurs-Band-Matrix mit den Nebenfächern dargestellt. Abzulesen ist, dass hier statt der theoretischen 40 WoStd leider 46 WoStd "verbraten" wurden. Das liegt u.a. an der Kooperation, an ungünstigen Sportraumbedingungen und an einer noch nicht bereinigten gk/gg-Verplanung (Band 10 und 11 werden in unterschiedlichen Halbjahren gegeben!).

Für die acht Schüler kann kein Kernfach Sport eingerichtet werden. Also ist Sport als Aufsetzer zu verplanen (s. grüne Markierungen). Wenn zwei WoStd zusammen mit dem Nebenfach Sport (also beim selben Lehrer) gegeben werden, dann müssen noch 2 Kernfach-WoStd verplant werden (in diesem Fall im Band 18/S1). Möglich wäre auch das Band 8/GW1, das aber vormittags eingeplant ist, wenn keine Sporthalle zur Verfügung steht. Dass die 2 Kernfach-WoStd noch nicht ins Sportband 9/Ss1 eingetragen sind, liegt am Lehrer, der dort bereits einen Nebenfachkurs gibt, was aber Untis nicht versteht und daher eine Lehrerkollision vermeldet. Abhilfe wird sein, im zugehörigen Kernfachkurs den Lehrernamen zu löschen.

Wer genau nachprüft, wird erkennen, dass das Sportband kein 100%-Band ist. Das liegt daran, dass zu keinem Zeitpunkt vier Sporthallen gleichzeitig verfügbar sind, was hier nicht zu erkennen ist, auch von Untis nicht, da beim Bandkombinieren ja noch nicht bekannt ist, wo im Zeitraster die Bänder später verplant werden sollen/können.

Spätestens hier muss klar werden, dass dies auch für alle anderen Fachräume gilt. Das Problem gibt man Untis mittels Bandbedingungen bekannt (s. 3.1 Fachräume).


 

  3.4 Teilen von Kursen/Bändern

In den Abschnitten 3.2 und 3.3 wurde die getrennte Verplanung von Kern- und Nebenfächern vorgestellt. Zusätzlich kann es Sonderfälle geben, in denen einzelne Kern- und Nebenfachkurse in Bändern vermischt werden. Dabei müssen Kurse wochenstundenmäßig geteilt werden.

So wird z.B. das Fach Sport von winprosa als vierstd. Kernfach und zweistd. Nebenfach geliefert. Wenn man ein Sportband aus allen diesbezüglichen Kern- und Nebenfachkursen bilden will, erhält man ein zweistd. 100%-Band (abzüglich der "Fußkranken" und nur, wenn genügend viele Sportstätten parallel zur Verfügung stehen). Für dieses 100%-Sportband braucht man aber vom Kernfach nur zwei Wochenstunden.

Angenommen, es gibt nur einen Sport-Kernfachkurs, den 12 Schüler gewählt haben. Dann weist Untis automatisch alle Schüler diesem Kurs zu. Daher ist es verboten, diesen Kurs im Unterrichtsfenster zu "teilen". Teilen hieße dort, die Wochenstunden des Kurses auf zwei zurück zu setzen und dann den gleichen "Kurs" mit den fehlenden zwei Wochenstunden nochmals anzulegen. Im ersten wären die 12 Schüler verbucht und der zweite wäre leer, weil alle Schüler den ersten gewählt hatten.

Teilen, also in unterschiedliche Wochenstundenanteile aufsplitten, geht bis Untis 2016 kräftefrei nur über Bänder im Untis-Dienst Kursplanung > Kurs-Band-Matrix. Dort können einzelne Bänder auf Knopfdruck geteilt werden und damit Kurse auf mehrere (Kurs-)Unterrichte unterschiedlicher WoStd-Zahlen verteilt werden. Ab Untis 2017 geht dies auch direkt für Kurse im Dienst Kurs-Studenten-Übersicht.

Will man z.B. ein fünfstd. Band teilen, wird man gefragt, wieviele Wochenstunden das neue Band haben soll (z.B. 2) und ob man Kopien der Kurse ins neue Band übernehmen will (ja!!). Das alte Band erhält dann automatisch die Restwochenstundenzahl, im Bsp. also 3 und alle Kurse des Bandes werden dupliziert und mit den anteiligen WoStd. versehen.

Für das praktische Vorgehen gibt es mehrere Varianten, abhängig vom Gesamtkonzept:

  • Direkt:
    Legen Sie ein neues Band an und tragen dort nur den Sport-Kernfachkurs ein. Dann teilen Sie das Band und legen dabei das neue mit 2 WoStd. an. Untis legt einen neuen Sport-Kernfachkurs an mit den betreffenden Schülern und reduziert die WoStd. im alten entsprechend. Dann löschen Sie diese beiden Sportbänder wieder. Die beiden Teil-Kurse bleiben erhalten und können mit den anderen zweistündigen Kursen verplant werden.
  • Vollständig:
    Verplanen Sie alle Kernfächer in den fünf Kernfachbändern (wie in Abschnitt 3.2 beschrieben). Dann kommt Sport in genau einem dieser vierstündigen Bänder vor. Teilen Sie dieses Band, wie zuvor beschrieben. Löschen Sie nur im neuen Band den Sportkurs. Dann gibt es ein Teilband mit Sport (100%-Belegung) und ein Teilband ohne Sport (nur die Sportschüler fehlen) und eine Sport-Kernfach-Doppelstunde, die später mit den anderen Nebenfächern verplant werden kann, z.B. im Sportband.
  • Schrittweise:
    Verplanen Sie wie zuvor beschrieben alle Kernfachkurse. Entfernen Sie dann den Sportkurs aus seinem Band. Erzeugen Sie ein neues Band und tragen dort die Sportnebenfachkurse ein, womit das Band zweistündig wird. Tragen Sie den Sportkernfachkurs in dieses Band ein. Es werden nur zwei WoStd verplant und das 100%-Sportband entsteht. Verbuchen Sie die restlichen zwei WoStd. des Sportkerfachkurses wieder in seinem ursprünglichen Kernfachband. Dieses wird daraufhin automatisch geteilt mit der zuvor beschriebenen Folge.
  • Ab Untis 2017 können Sie einen Kurs direkt im Unterrichtsfenster in zwei Teilkurse splitten (Details folgen noch).


 

  3.5 Band- und Kurslisten

In Untis wird der Druck bekanntlich (auch) über die Symbolleiste für den Schnellzugriff aufgerufen (s.l.).

Die im Dienst Kursplanung > Kurs-Studenten-Übersicht aufrufbaren Listen (s.r.) liefern vor allem Schüler- und Kurslisten. Diese Listen sind vor allem für Schulen ohne winprosa wichtig, da sie in ähnlicher Form auch in winprosa druckbar sind.

Im Dienst Kursplanung > Kurs-Band-Matrix ist vor allem die Bandkursliste (s.l.u.) für die spätere Verplanung der Bänder im Stundenplan gut zu gebrauchen.

Im Beispiel (s.u.l.) ist die Bandkursliste für Jg1 ausgedruckt. In der ersten Spalte sind jeweils Bandname, WoStd und Schülerzahl angegeben. Die ersten drei Bänder sind offensichtlich zum Teil jahrgangsstufenübergreifend. Das Band kBK1 wird im Abschnitt 3.6 beispielsweise verplant.



wird fortgesetzt!
 

  3.6 Erstellung des Oberstufenplans

Setzen der Bänder von Hand

Jedes Band erhält von Untis einen standardisierten Namen (T1, T2, T3, ...), der aber den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann.

So könnten z.B. D1 D2, M1 und M2 die Namen der Deutsch- und Mathematikbänder der beiden Jahrgangsstufen sein und NF1, NF2 die Nebenfachbänder benennen. kEBC2 wäre dann das Koop-Englisch-Chemie-Bio-Band in Jg2, gpc1 das zweistündige Geschichte-Physik-Chemie-Band in Jg1 und upspi das jahrgansstufenübergreifende Psychologie-Philosophie-Band, usw. Über diese Namen können die Bänder später verplant werden (s.r.).

Sind alle Bänder kombiniert, können Sie diese per automatischer Stundenplan-Optimierung im Zeitraster verplanen und Räume zuweisen lassen.

Meist gibt es aber gute Gründe zur direkten Einflußnahme auf die Verplanung. Dann können Sie die Bänder von Hand über deren Namen unter Kontrolle von Untis

  • im Planungsdialog (Dienst Planung > Planungsdialog) oder
  • im Planungsstundenplan (Dienst Planung > Planungsdialog▼ > Planungsstundenplan) oder auch
  • direkt per Drag and Drop im Stundenplan setzen (s.r.).

In den nebenstehenden Fenstern sind einige Bänder bereits im Stundenplan der Jg1 per Drag and Drop verplant. Das Band kBK1 soll eben im Plan gesetzt werden; günstig sind dafür die grün unterlegten Positionen.

Wenn man sich jeden Kurs als "dicke Platte" vorstellt, dann sind im oberen Bild (s.r.o.) die Platten eine Bandes liegend übereinander gestapelt (und obenauf klebt ein Etikett mit den Namen aller Platten). Und im unteren Bild (s.r.) sind sie hochkant nebeneinander gestellt.

Das bewirkt die obere gekennzeichnete Option Stunden bei Kollision trennen im Einstellungsdialog dieses Stundenplanformats (s.l.o.).

Die Optionen DragDrop mehrere Unterrichte ermöglicht die gleichzeitige Verschiebung aller Kurse eines (nichtfixierten) Bandes und die Option Bandmodus ermöglicht die Eingabe von Bandnamen zur Verplanung ganzer Bänder.

Die in diesem Abschnitt gezeigten Stundenplanformate sind an die NGO-Bedürfnisse angepasste Eigendefinitionen. Wenn Sie nichts vergleichbares haben, können Sie ein normales Format verwenden und dort Stpl-Stunde: Standaddformat einstellen.


Vermeidung von Kollisionen beim Setzen von Hand

Nebenstehend sehen Sie den fertig gesetzten Stundenplan der Jg1 (s.r.). In gleicher Weise wird der Plan für Jg2 gesetzt (möglichst vor dem Setzen von Jg1). Natürlich muss das händische Setzen der Bänder sehr früh in der Planungsphase erfolgen, meist im Zusammenspiel mit dem Setzen von Sport- und/oder Religionskopplungen für Klassenstufe 5 - 10.

Dabei kann es zu manigfaltigen Kollisionen kommen:

  • Wenn z.B. das Jg2-Band mit G dort liegt, wo das Jg1-D-Band hin soll, in dem der G-Lehrer auch D gibt, dann muss eines der Bänder eben weichen.
    Fazit: Jg2 hat nicht (immer) das Recht, genau dort verplant zu werden, wo es im Vorjahr verplant war!!
  • Wenn in der Schule mehrere Lehrer mit großer Fakultas für D und M in der Kursstufe unterrichten, wird es leicht eng mit der Verplanung der D- und M-Bänder.
    Fazit: Es kann gut Gründe geben, bei der Lehrerzuweisung nicht nur pädagigische Gründe zu beachten.
  • Wenn in das Jg1-Band mit g1 mit einem Jg2-Band kollidiert, weil dort auch der g1-Lehrer von Jg1 steckt, kann man versuchen in Jg1 die g-Lehrer auszutauschen, um die Kollision zu vermeiden.
    Fazit: Weil in Jg2 keine Lehrertäusche mehr möglich sind, sollte erst Jg2 und dann Jg1 verplant werden.


Fixierung von Bändern

Erst anschließend verplant man den "restlichen" Unterricht für Kl. 5 - 10 per Optimierungsautomatik. Dabei darf Untis einzelne Kurse aus einem Band wieder herauslösen und in ein anderes Band verschieben und dabei ggf. die Kurszuweisungen ändern (natürlich unter voller Kollisionskontrolle). Wer Bänder händisch verplant, will das i.d.R. verhindern und muss daher die Kurszusammensetzung der Bänder fixieren (unabhängig von einer späteren Fixierung im Plan).

Wenn Ihr Bändermodell (in Teilen) mit Ihren Koop-Schulen abgesprochen ist, müssen Sie wenigstens die entsprechenden Koop-Bänder im Plan fixieren. Die anderen Bänder können Sie automatisch verplanen lassen.

Sie können auch gleich die ganze Jahrgangsstufe fixieren (in den Klassenstammdaten), vor allem dann, wenn Sie die Bänder von Hand im Stundenplan gesetzt hatten und nicht wollen, dass anschließende Optimierungsläufe das ändern.

Manchmal gibt es den Zwang, einige Kurse gemeinsam in einem Band zu fixieren, andere aber frei verplanen zu lassen.

Somit gibt es vier Stufen der Fixierung im Zusammenhang mit Bändern:

  • Fixierung einzelner Kurse in einem Band im Fenster Kursplanung > Totalpotimierung > Optimierung von Teilbereichen
  • Fixierung der ganzen Kursbelegung eines Bandes im Fenster Kursplanung > Kurs-Band-Matrix
  • Fixierung eines Bandes im Stundenplan in einem Stundenplanfenster
  • Fixierung einer ganzen Jahrgangsstufe im Stundenplan im Fenster Start > Klasse > Stammdaten


Planungsdialog und Planungsstundenplan

Der Planungsdialog (s.u.) ist das älteste Instrument in der langen Entwicklungsgeschichte von Untis. Er war lange Zeit der einzige Dienst, in dem man Unterricht von Hand verplanen konnte und er kann "alles" in einem Fenster darstellen. Er wird aufgerufen über Start > Planen > Planungsdialog oder Planung > Planungsdialog.

In nebenstehendem Bild ist eine Montage des Einstellungsdialogs und des Unterrichtsauswahlfesters zu sehen (s.r.). Wenn im Einstellungsdialog der Band-Modus eingestellt ist, dann können im Unterrichtauswahlfenster (coole Combobox) auch Bänder aufgerufen werden.

Im Bild ist schön zu sehen, wie man von der "coolen Combobox" unterstützt wird. Man braucht die genaue Bezeichnung der Bänder gar nicht zu kennen, ein Zeichen genügt. So wird im Bsp. nach dem Eintippen von k jeder Bandname mit k zur Auswahl angeboten.

Nach Auswahl von z.B. kBK1 (wie auch am Anfang von Abschnitt 3.5) wird das ganze Band im Hauptfenster des Planungsdialogs "entfaltet" und es ist zu erkennen, ob oder wo das Band verplant werden kann und wenn nicht, warum nicht.

Die Bedienung des Planungsdialogs ist recht anspruchsvoll, daher wird hier auf das Untis-Handbuch von GP verwiesen.

Der Planungsstundenplan (s.r.) wird aufgerufen über Planung > Planungsdialog > Planungsstundenplan. Er ist als leichter zu bedienender Ersatz des Planungsdialogs gedacht.

Im zugehörigen Einstellungsdialog muss die Option Planungsdialog: Bandmodus aktiviert sein.

Im Bild ist wieder das Band kBK1 dargestellt. Zusätzlich ist nach rechts das zugehörige Ausklappfenster geöffnet. Eingeblendet wird hier immer das Standard-Stundenplanformat, das eigentlich nicht für die Banddarstellung optimiert ist.

Wenn man in beiden Fenstern die grünen Bereiche vergleicht, in denen kBK1 verplant werden kann, erkennt man deutlich, dass die Information im linken Fenster ausführlicher ist, als die im rechten Fenster (Mo., 6. Std. und Di., 6. Std.).

I.d.R. genügt aber die eingangs geschilderte direkte Verplanung in einem Stundenplanfenster. Daher wird für weitere Details zum Planungsstundenplan auf das Untis-Handbuch verwiesen.



Automatische Optimierung / Raumverplanung

wird fortgesetzt



 

  3.7 Händische Kurswahlerfassung und Kurszuweisungen

Natürlich können in Untis alle Schüler (Kursplanung > Studenten) und ihre Kurswahlen (Kursplanung > Studenten-Kurs-Wahl) direkt eingegeben werden. Das ist aber eher lästig, denn diese Daten stehen meist in anderen Programmen bereits zur Verfügung. Oft haben diese Programme neutrale ASCII-CSV-DIF-Export-Schnittstellen oder eine spezielle Untis-Schnittstelle, wie z.B. winprosa.

Für Programme ohne direkte Untis-Schnittstelle bietet Untis im Dienst Datei > Import/Export > Import TXT Datei (CSV, DIF) die Möglichkeit, u.a. die Studenten und deren Kurswahlen einzulesen. Wenn der Cursor auf einer dieser auszuwählenden CSV/DIF-Dateien steht, wird deren Datensatzstruktur nach Klick auf  F1  angezeigt.


wird fortgesetzt


 

  3.8 Bänder und Klassenverband in einem Plan

Zwischen allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien (AG und BG) gibt es im Zusammenhang mit Bändern drei Unterschiede:

Zum einen unterscheidet sich das Kursangebot samt Kautelen (NGVO vs. BGVO). Am AG ist daher der Unterschied zwischen Jg1 und Jg2 eines Abiturjahrgangs größer als am BG, weil am BG die meisten Kurse über alle vier Hj. belegt werden müssen. Außerdem gibt es am AG viele zusätzliche "Orchideenfächer", die entweder in Jg1 oder in Jg2 belegt werden können.

Zum anderen unterscheidet sich die Verweildauer vor Eintritt in die Kursstufe, denn das BG beginnt erst mit der "Orientierungsstufe", also ein Jahr vor Eintritt in die Kursstufe, während im AG sechs Jahre bis zum Eintritt in die Kursstufe vergehen.

Zum dritten unterscheidet sich das Einzugsgebiet. Am BG kommen die Gymnasiasten aus einem großen Einzugsgebiet, also aus vielen unterschiedlichen Schulen des ganzen Keises, während das Einzugsbebiet am AG auf den Wohnort oder sogar nur den Stadtteil begrenzt ist.

Die AG-Schüler kennen sich teils schon von Grundschultagen her und verbringen sechs Jahre gemeinsam bis zum Eintritt in die Kursstufe. Die BG-Schüler kennen sich nicht, wenn sie erstmalig in der Orientierungsstufe zusammenkommen, sie müssen sich innerhalb eines Jahres "zusammenraufen", bevor sie im Kurssystem aufgehen.

Das verführt dazu, am BG den Klassenverband auch in der Kursstufe wenigstens teilweise zu erhalten. Da dieser "teilweise Klassenverband" auch an manchen AG auf Interesse treffen könnte, soll er im Folgenden kritisch beleuchtet werden.

Bei den folgenden Überlegungen gehen wir von vier Parallelklassen in einer Jg1 aus, zusammen 91 Schüler (28, 24, 20 und 19). Im Jahrgangsstufenplan wird jede WoStd im Schnitt mit vier Unterrichten belegt sein, getrennt im jeweiligen Klassenverband und/oder gemeinsam als gleichzeitiger Unterricht (Kopplung oder Band).

Je mehr gleichzeitiger Unterricht zu definieren ist, desto (zeit-)aufwändiger wird dessen Organisation. Dabei sind 100%-Belegungen anzustreben, denn nur die garantieren hohlstundenfreie Schülerpläne.

"Massenfächer" müssen von (fast) allen Schülern belegt werden und erlauben daher 100%-Belegungen. Sichere Massenfächer sind somit die Pflichtkernfächer D und M. Am BG ist oft auch die Kernfachfremdsprache E ein Massenfach. Wird kein Kernfach G angeboten, ist auch das Pflichtnebenfach g ein Massenfach. Fehlen die Kernfächer Gk und Gg, kommen die Pflichtnebenfächer gk und gg (mit Hj-Wechsel) hinzu. Zusammen sind das pro Klasse immerhin bis zu 16 WoStd, also mehr als die halbe Vormittagswoche. Diese Unterrichte könnte man im Klassenverband einrichten.

Das geht aber nur, wenn man in Kauf nimmt, dass die Gruppen teils unterschiedlich groß sind. Speziell in M ist das aber recht unfair.

Der weitere Unterricht muss klassenübergreifend angebotern werden. Typische Beispiele sind Rel/Eth und Sport, vor der Kursstufe jeweils als Klassenstufenkopplung verarbeitet. Wenn nun die Schüler z.B. zusätzlich aus Ph, Ch und Bio auswählen müssen und dabei ggf. auch noch zwischen Kern- und Nebenfachbelegung wählen müssen, ist der (Klein-)Gruppenbildung Tür und Tor geöffnet, wie hinreichend bekannt ist. Da für Kleingruppen nicht genügend viele Deputate zur Verfügung stehen werden, müssen Kopplungen her, aber es gibt zu viele Möglichkeiten, die Schüler aufzuteilen und 100%-Belegungen anzustreben. Daher wird man diesen Unterricht in Bändern verplanen und Untis die Einteilung und Kombination überlassen.

Nimmt man den Schüler mit den meisten Fächern, weiß man, wieviele Bänder nötig sind und welchen Wochenstundenbedarf das insgesamt ergibt.

Bänder sind i.d.R. jahrgangsstufenumfassend. Wenn also die Bänder z.B. 24 WoStd umfassen, werden im Plan zusammen 40 WoStd belegt, 24 für den ganzen Jahrgang und 16 für den Unterrichtsanteil im individuellen Klassenverband. Bei einem 10-Std-Tag belegen 40 WoStd z.B.täglich 1. bis 8. Stunde.

Am AG wird ein Jahrgangsstufenplan wohl mehr Wochenstunden belegen als am BG.

Nach dem zuvor gesagten können dort, wo Bänder liegen, keine individuellen Klassenverbandsunterrichte sein. Somit ergeben sich zwei Optimierungsaufgaben: Erstellen der Bänder für die 24 WoStd (Kursplanungs-Modul) und Erstellen der Kombinationen des Klassenverbandsunterichts für die 16 WoStd. (Stundenplan-Modul).

In Abschnitt 3.2 wurden D- und M-Band diskutiert und es wurde problematisiert, dass nicht immer beide möglich sind. Wenn sie trotzdem erzwungen werden, wird der Rest manchmal deutlich schlechter, was die 100%-Bilanz anbelangt. Derartige Fachbänder lassen sich aber wie im Klassenverband mit Schülern beschicken, sind also ein Ersatz für diesen (mit dem Zusatz der Gleichzeitigkeit).

Fazit:
Daraus folgt, dass es verlockend ist, auf den Unterricht im Klassenverband zu verzichten und zu Kursen überzugehen, die in Bändern verplant werden. Schöner Nebeneffekt: Jeder Schüler erhält so seinen Schüler-Individualstundenplan.


 

  3.9 Erzeugen der Schnittstellendateien in Untis

Nachdem der Stundenplan komplett erstellt ist, können Sie in Untis zwei Dateien für winprosa erzeugen: die obligatorische spezielle Schnittstellendatei, aus der winprosa die Parallelkurseinteilung usw. übernimmt und den optionalen allgemeinen Stundenplan, aus dem winprosa den Kursstufenstundenplan übernehmen kann.

Über Datei > Import/Export > Deutschland > Bad.-Württ. Winprosa rufen Sie den Schnittstellendienst auf (s.r.). Da winprosa den Dateinamen gpwinprosa.txt erwartet, müssen Sie diesen hier (samt Pfadangabe) eingeben.

Untis erzeugt immer eine gemeinsame Datei für die gesamte Kursstufe (also für beide Jahrgangsstufen).





Wenn Sie in winprosa auch die von Untis errechneten Schülerstundenpläne verwenden wollen, dann rufen Sie in Untis den Dienst Import/ Export > Export Txt Datei (CSV,DIF) > Stundenplan auf (s.l.u.).

Wählen Sie dort im nächsten Fenster als Datenfeldtrenner das Semikolon (s.r.u.). Im nächsten Fenster geben Sie den auf der winprosa-Schnittstellen-Karteikarte (s.r.o.) angegebenen Speicherort (Verzeichnis) an. Untis erzeugt dann dort die Datei GPU001.TXT.



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4. Import von Untis in winprosa

Aus Untis können Sie die Schnittstellendatei gpwinprosa.txt und den CSV-Stundenplan GPU001.TXT erhalten.

Der Schnittstellendatei entnimmt winprosa die Parallelkurseinteilung. Die Parallelkurseinteilung benötigen Sie zum Ausdrucken der Kurslisten und für die kursweise Notenerfassung. Diese Schnittstellendatei enthält die ganze Kursstufe, also Jg1 und Jg2.

Dem CSV-Stundenplan entnimmt winprosa die Bänder und den Kursstufenstundenplan für späteren Schülerstundenplandruck von winprosa aus, wenn Sie nicht die Druckbildgestaltungsmöglichkeiten von Untis verwenden wollen oder weil Sie in winprosa noch weitere Optimierungen an der Kurszuweisung durchführen wollen.

Dabei rekonstruiert winprosa aus dem CSV-Stundenplan die in Untis tatsächlich verwendeten Bänder. Diese müssen nicht mit den von winprosa übergebenen Bändern übereinstimmen! Untis baut nämlich (nicht fixierte) Bänder bei der Stundenplanoptimierung ggf. um, unabhängig davon, ob die Bänder in Untis errechnet oder von winprosa vorgegeben worden waren.

Sie müssen in winprosa jeweils den entsprechenden Jahrgang und das Halbjahr auswählen und dann den Importdienst Datei > Schnittstellen | gp-Untis aus dem Dienst Bearbeiten > Planungsarbeiten heraus aufrufen (also bei aktivem Planungsfenster!).

Im Dienst Datei > Schnittstellen | gp-Untis können Sie nur das Verzeichnis angeben, in dem winprosa die von Untis erzeugten Dateien gpwin­prosa.txt bzw. GPU001.TXT erwartet. Nach Einstellen aller Parameter lösen Sie durch Klick auf  Starten  jeweils den Import aus.

Die Schnittstellendatei lesen Sie auf der Karteikarte Import Kurswahl ein (s.r.).

Haken Sie dort nur den Punkt Parallelkurseinteilung übernehmen an, nicht aber den Punkt Bänder aus Untisstundenplan erzeugen. Im Zusammenhang mit jahrgangsübergreifenden Kursen und jahrgangsübergreifenden Bändern in Untis erzeugen Sie sonst Mischbänder aus zeitgleichen Kursen beider Jahrgangsstufen, was in winprosa zu massenhaften Bandkollisionen fühen würde.

Die Bänder lassen Sie vielmehr später aus dem Untis-CSV-Stundenplan rekonstruieren.


Dazu gibt es die Karteikarte Import Plan ... (s.r.). Dort können Sie einstellen, ob die Lehrer mit übernommen werden sollen. Unten geben Sie an, wie die Klassenstufe in Untis heißt.





Sie müssen den Import also mit den einmal erzeugten Dateien aus Untis zweimal in winprosa ausführen, getrennt für beide Klassenstufen, aber immer bei aktivem Planungsfenster.

Zu Beginn des Imports wird ggf. eine Fehlerliste im Windows-Notepad angezeigt, z.B. falls Untis-Kürzel nicht mehr mit winprosa-Kürzeln überein­stimmen. Sie können dann den Import ab­brechen, um die Kürzel anzupassen, oder trotz­den den Import fortsetzen. Im letzteren Fall fehlen dann eben die beanstandeten Kurse im Stundenplan (ein Beispiel dafür wäre z.B. der Chor, der kein NGO-Fach ist, aber in Untis durchaus auch für die NGO-Klassen verplant sein kann).

Das nebenstehende Bild zeigt einen derartig importierten Stundenplan in winprosa.

Weitere Details zur Stundenplanverarbeitung in winprosa sind in Kurswahlverarbeitung II > 4. Stundenplanerstellung ausgeführt.


Siehe auch die Ausarbeitung von Wolfgang Gerlach (2009): Parallelkurseinteilung mit Untis


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